Berge Meere und Giganten von Alfred Döblin
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Herausgegeben von
Gabriele Sander
800 Seiten
ISBN 978-3-423-13516-0
Lehrerprüfexemplar
November 2006
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Alfred Döblin

Berge Meere und Giganten

Döblins expressionistisch wortgewaltige Utopie ist ein literarisches Manifest gegen den grenzenlosen Fortschrittsglauben

In seinem visionären Zukunftsroman, ›Berge, Meere und Giganten‹, der erstmals 1924 in Berlin erschienen ist, entwirft Döblin eine negative Utopie. In Form einer künftigen Universalgeschichte, die in neun Bücher unterteilt ist, stellt er die technisierte, industrialisierte Gesellschaft, geprägt von Verstädterung, Vermassung, Naturentfremdung und Dehumanisierung, und deren Entwicklungen bis ins 27. Jahrhundert dar:

Der Aufstand gegen die Maschinen der Metropolen beginnt Ende des 24. Jahrhunderts. Im 26. Jahrhundert kommt es zum Uralischen Krieg, in dem der Westen unterliegt. Die westlichen Völker müssen deshalb in neue Bereiche vorstoßen. Grönland soll enteist werden, und um die nötige Energie zu gewinnen, werden die Vulkane Islands gesprengt. Das Unternehmen gelingt, aber es beleben sich zugleich die Keime vorzeitlicher Ungeheuer und Pflanzen: die Saurierwelt breitet sich aus. Als Gegenwaffe werden menschliche Giganten gezüchtet. Inhaltlich wie sprachlich hat Döblin mit dem Roman ein expressionistisches Meisterwerk geschaffen, das auf eindrucksvolle Weise alle Strömungen der Epoche in sich vereint.

Autorenporträt

Alfred Döblin, geboren am 10. August 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, war Nervenarzt in Berlin; dort...

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