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19,90
BRD, A, CH, weitere Infos -
464 Seiten
ISBN 978-3-423-12993-0
August 2002
- Reinhard Jirgl
Die atlantische Mauer
Hart, schonungslos, radikal
- Die atlantische Mauer liegt zwischen der Neuen und der Alten Welt. Was treibt die Menschen auch heute dazu, ihr Leben hier aufzugeben und in den USA ein neues zu suchen? Selbst dann, wenn diese Menschen ihre Lebensmitte bereits überschritten haben.
»Ich bin noch einige Schritte vom Altwerden entfernt - aber nahe genug schon dran, um zu wissen: Ich hab keine Stunde mehr zu verschenken. Nicht eine. So will ich nicht länger gelebt werden.« In diese Worte faßt eine Frau aus Berlin den Entschluß, jegliche Bindung ans Altvertraute zu kappen und das Leben in New York nach ihren ureigensten Wünschen zu beginnen. Um so ernüchternder dann, den ersten Anlauf ins Gelobte Land verpatzt zu haben und wieder zurück zu müssen nach Berlin.
Die Veränderungen im Lebens- und Stadtraum Berlin haben einen Menschen-Typus geformt, der ebenfalls den Wandel bezeichnet: arbeitslos, heimatlos, ruhelos. Sehr verschiedene Menschen, die jedoch in einem übereinstimmen: für die Verwirklichung ihrer Liebe und ihres Glücksanspruchs vieles daranzusetzen, an Intrigen und Verrat nicht zu verzweifeln, selbst wenn sie dafür um die halbe Welt gestoßen werden und manchmal auch abprallen an der atlantischen Mauer.
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09. Juli 2010Reinhard Jirgl erhält den Georg-Büchner-Preis 2010Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2010 an den Schriftsteller Reinhard Jirgl. In seinem Romanwerk von epischer Fülle und sinnlicher Anschaulichkeit hat der Autor ein eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet. Die Auszeichnung ist mit 40.000 Euro dotiert.
Der Georg-Büchner-Preis wird Reinhard Jirgl auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung am 23. Oktober 2010 in Darmstadt verliehen.



























