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Die Suche nach der vollkommenen Sprache von Umberto Eco
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Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
400 Seiten
ISBN 978-3-423-30829-8
3. Auflage, Juli 2002
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Umberto Eco

Die Suche nach der vollkommenen Sprache

In welcher Sprache spricht der Gott der Genesis zu Adam, benennt Adam die Geschöpfe?

Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.

Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem ›Foucaultschen Pendel‹ auf und behandelt unter den Aspekten »vollkommene Sprache/universelle Sprache« ein umfangreiches Kapitel europäischer Kulturgeschichte. Daß alle Versuche, eine vollkommene Sprache a posteriori zu konstruieren, fehlschlagen müssen, versteht sich von selbst, müßte sie doch die Allheit aller existierender Sprachen sein. Doch für Eco liegt die Aufgabe der zukünftigen europäischen Kultur auch nicht im Triumph der totalen Vielsprachigkeit, sondern »in der Herausbildung einer Gemeinschaft von Menschen, die in der Lage sind, den Geist, das Aroma, die Atmosphäre einer anderen Sprache zu erfahren«. »Hier schreibt ein gelernter Babyloniker die Geschichte einer antibabylonischen Idee.« (Ludger Lütkehaus in der ›Süddeutschen Zeitung‹)

Autorenporträt

Umberto Eco, 1932 in Alessandria (Piemont) geboren, lebt in Mailand und lehrte Semiotik an der Universität Bologna. Er...

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