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Herausgegeben von
Wilhelm Haefs
Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur
720 Seiten
ISBN 978-3-423-04351-9
1. Auflage, November 2009
- Wilhelm Haefs
Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Nationalsozialismus und Exil 1933 - 1945Ein fundierter Überblick über die deutsche Literatur der NS-Zeit.
Nie war die deutsche Literatur so tief gespalten wie in den Jahren während und nach der nationalsozialistischen Herrschaft. Viele Autoren waren von Verhaftung, Deportation und Ermordung bedroht. Wer Glück im Unglück hatte, konnte emigrieren, meist in Länder mit fremder Sprache - wie aber schrieb, wie publizierte man, wenn man von der eigenen Sprache abgeschnitten war? Wer in Deutschland bleiben wollte oder nicht herauskam, passte sich an oder suchte sich eine Nische. Welchen Pressionen waren Autorinnen und Autoren, die sich der ideologischen Vereinnahmung entzogen, im »Dritten Reich« ausgesetzt? Welche Verbindungen gab es zwischen der Literatur und dem neuen NS-Leitmedium, dem Rundfunk, und welche Rolle spielte die Germanistik? Über diese Themen hinaus wird in diesem Band auch die Entwicklung nach 1945 beleuchtet und dargestellt, wie unterschiedlich Emigranten, vermeintlich unpolitische Angehörige der »Inneren Emigration« und ehemals erklärte Nationalsozialisten in beiden Teilen Deutschlands mit der Vergangenheit umgingen.
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