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Mit 26 s/w-Abbildungen
dtv premium
Originalausgabe
300 Seiten
ISBN 978-3-423-24591-3
9. Auflage, Dezember 2010
- Jutta Rosenkranz
Mascha Kaléko
Leben und Werk der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyrikerin des 20. Jahrhunderts
Mit ihrem unverwechselbaren Ton zählt Mascha Kaléko zu den prominentesten Dichterinnen und Dichtern des 20. Jahrhunderts. Ihre gefühlvollen, spielerisch-eleganten, spöttisch-scharfsichtigen Verse werden auch heute noch gern gelesen. "Ich werde still sein; doch mein Lied geht weiter", schrieb sie in einem Gedicht - und sie hat recht behalten. Die Literaturwissenschaftlerin Jutta Rosenkranz hat die erste ausführliche Biografie Mascha Kalékos vorgelegt, die das bewegte Leben und facettenreiche Werk der Dichterin beschreibt und eine Reihe bisher unveröffentlichter Texte und Fotos enthält.
Mascha Kaléko, geboren 1907 in Galizien, aufgewachsen in Frankfurt, Marburg und Berlin, wurde dort um 1930 als Dichterin bekannt. Sie gehörte zur künstlerischen Bohème und verkehrte im berühmten "Romanischen Café", wo sich Else Lasker-Schüler, Alfred Polgar, Walter Mehring, Gottfried Benn und viele andere trafen. Mascha Kalékos Gedichte und Prosastücke erschienen regelmäßig in der 'Vossischen Zeitung', sie schrieb Chansons und Texte für das Kabarett. 1933 erschien der erste Gedichtband von Mascha Kaléko, ›Das lyrische Stenogrammheft‹. 1934 folgte ›Das kleine Lesebuch für Große‹. Beide fanden breiten Anklang, und nicht von ungefähr: Ihre "Großstadtlyrik" - Gedichte, die den Alltag der Menschen auf heiter-ironische, pointierte und leicht melancholische Weise spiegeln - wurde immer wieder mit der Lyrik von Heinrich Heine, Erich Kästner oder Kurt Tucholsky verglichen.
Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde die Situation für viele, insbesondere jüdische Schriftsteller schwierig. Mascha Kaléko konnte zunächst noch weiterarbeiten, aber 1935 erhielt sie Publikationsverbot. 1938 musste sie mit ihrem zweiten Mann Chemjo Vinaver und dem gemeinsamen Sohn Steven vor der nationalsozialistischen Verfolgung fliehen und ging nach New York. Ihre Erfahrungen der Emigration hat sie in dem Band ›Verse für Zeitgenossen‹ verarbeitet. 1959 zog sie mit ihrem Mann nach Israel. Auf Vortrags- und Lesereisen besuchte sie regelmäßig Europa, auch Deutschland, und fand mit ihren spielerisch-eleganten, spöttisch-scharfsichtigen Texten wieder ein großes Publikum. Sie starb 1975 in Zürich.
Diese Biografie wurde erstmals zum 100. Geburtstag der Dichterin (7. Juni 2007) als dtv-premium veröffentlicht und liegt nun in einer erweiterten und aktualisierten Taschenbuchausgabe vor.
Pressestimmen:
»Der überraschendste an Mascha Kaléko gerichtete Brief, der in ihrem Nachlass im Literaturarchiv in Marbach gefunden wurde, stammt von Martin Heidegger. Sie hatte den Philosophen im Frühjahr 1959 in Berlin kennengelernt. Ich zitiere, ohne zu kommentieren: ›Eine große Freiheit und ruhige Sicherheit ist in Ihren Versen. Ihr 'Stenogrammheft' sagt, dass Sie alles wissen, was Sterblichen zu wissen gegeben.' Die Kenntnis der Briefe ... verdanke ich der jetzt erschienenen, überaus materialreichen Kaléko-Biographie von Jutta Rosenkranz.« ( Marcel Reich-Ranicki, FAZ)
»... Die Gedichte von Mascha Kaléko sind Bestseller. Zu ihrem 100. Geburtstag erscheint eine große Biografie. Sie zeigt eine verletzte Liebe zu Deutschland ... Deren Autorin Jutta Rosenkranz hält sich mit Interpretationen zurück, sie beschreibt behutsam. Da Kaléko selbst etliche Briefe und Tagebuchnotizen für den Nachlass aussortiert hatte, zitiert die Biografin vor allem aus den Versen. Und die geben den besten Einblick in das Leben der Dichterin.« ( Der Spiegel)
»Zahlreiche Texte und Zeugnisse aus dem Nachlass ... hat Jutta Rosenkranz auswerten können. Es ist ein wegen seiner vielen Details sehr schönes Buch über ein Leben entstanden, das tatsächlich aus lauter Einzelheiten besteht und durch nichts zusammenhängt als durch die Liebe zu Vinaver, Mascha Kalékos zweitem Mann.« ( Neue Zürcher Zeitung)
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