Sehr poetisch seien Bukowskis Gedichte ja nicht, bemängeln seine Kritiker, man müsse sie wohl eher als »abgebissene Prosastücke« bezeichnen, in denen es um Frauen, Alkohol, Pferderennen und ähnliches geht. Ein sentimentaler Bursche sei dieser Bukowski, sagen sie, und man dürfe seine Anti-Lyrik nicht unterschätzen.
Denn in gefühllosen, nüchternen Zeiten könne es nicht schaden, starke, direkte Gefühle in der Lyrik zu finden. In Bukowskis Gedichten werden Geschichten erzählt: böse, traurige, selbstironische, witzige, immer genau . beobachtete Geschichten, die ihre Kraft und Wirkung aus ihrer Unmittelbarkeit und Unverblümtheit beziehen.
Charles Bukowski, am 16. August 1920 in Andernach geboren, seit dem zweiten Lebensjahr Einwohner von Los Angeles, begann nach...