Reichsgericht von Erich Loest
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384 Seiten
ISBN 978-3-423-13232-9
Lehrerprüfexemplar
August 2004
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Erich Loest

Reichsgericht

»Lesen, unbedingt lesen.« Anja Knocke in ›Lesart‹

Stephan Hellker, Historiker an der Universität Leipzig, gelingt es sensationellerweise, mit Carl von Ossietzky Kontakt im Internet aufzunehmen. Mit dieser Nachricht konfrontiert er Eleonore Berlotz, die neunzigjährige Witwe eines Reichsgerichtsrats, bei der er zur Untermiete wohnt. Ungläubiges Staunen zunächst, doch dann erinnert sie sich lebhaft an jenen 23. November 1931, den »bösen Tag für Ihren Ossietzky« – war es doch ihr Hochzeitstag und der Richter von damals ein guter Bekannter.

Während die alte Dame das turbulente Millenniumssilvester im Krankenhaus verbringt, chattet Hellker mit weiteren international bekannten Opfern des höchsten deutschen Gerichts der zwanziger und dreißiger Jahre. Da kommt die Bitte eines Professors aus Kiel, mit ihm zusammen einen Abriss über die Arbeit des Reichsgerichts von der Gründung bis zum Untergang zu schreiben. Allerdings hat auch Ariane, Hellkers filmerfahrene Braut, bestimmte Pläne ...

Autorenporträt
Erich Loest, geboren 1926 in Mittweida (Sachsen), seit 1950 freischaffender Schriftsteller, 1957 aus politischen Gründen...
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