„Der Vorteil der meisten Bücher liegt darin, dass man ohne sie auskommen kann”, spottete der irische Dramatiker George Bernard Shaw. Das stimmt auch heute noch. Viele Bücher, die jährlich erscheinen, sind entweder unverständlich oder langweilig geschrieben, behandeln Themen, die allenfalls den Autor interessieren oder reiten auf Modewellen, die weder fundiert noch relevant sind. Sie sind der Versuch der Autoren, sich literarisch zu erleichtern, ein Stück Ewigkeit zu erschreiben und vielleicht sogar etwas Nützliches für das berufliche Fortkommen zu tun. Nur vergessen sie dabei schlicht den Adressaten: den Leser.
Die Kritik betrifft vor allem das öffentliche Schreiben, das sich anschickt, möglichst viele Leser zu erreichen. Nicht aber das private, das im digitalen Medienmix aus Gezwitscher, Zirkeln, Zeitleisten ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Die Rede ist von Tagebüchern.
Hätten Sie gewusst, was Genies wie Albern Einstein, Sir Isaak Newton, Blaise Pascal, Thomas Edison oder Johann Sebastian Bach gemeinsam hatten? Richtig: Viele von ihnen sammelten bereits in der Jugend ihre Gefühle und Gedanken in Tage- und Notizbüchern oder schrieben sie in Briefen an ihre Freunde und Familienangehörige. Und zwar Politiker genauso wie Wissenschaftler, Musiker, Philosophen oder Künstler. Von Leonardo da Vinci oder Thomas Edison existieren heute noch viele tausend Seiten ihrer Aufzeichnungen.
Nun kann man daraus schwer ableiten, dass das Tagebuchschreiben oder überhaupt das Schreiben intelligenter macht. Aber es ist ein starkes Indiz. So sind sich beispielsweise Gehirnforscher heute einig, dass Intelligenz nicht allein genetische Wurzeln hat, sondern vor allem durch äußere Reize, also durch die Interaktion mit uns selbst und unserer Umwelt gefördert wird. Wir trainieren also unsere neuronalen Verbindungen, wenn wir unsere Gedanken und Ideen aufschreiben. So stimulieren wir das Gehirn letztlich, neue Gedanken zu entwickeln und als solche zu interpretieren.
Dabei ist es natürlich zunächst völlig unerheblich, ob man seine Gedanken öffentlich notiert, ausschließlich auf der heimischen Festplatte oder in einer Kladde mit liniertem Papier. Je nachdem, um welche Gedanken es sich dabei handelt, schadet es aber eher der Reputation, dies öffentlich zu tun – auch wenn der Austausch mit anderen eine heilsame Erfahrung sein kann.
Was aber sicher ist: Jedes Mal wenn wir vergessen, einen guten Gedanken (schriftlich) festzuhalten, ihn reifen zu lassen und zu Ende zu denken, trainieren wir de facto das Vergessen und verschlechtern unser Potenzial – das des Selbstausdrucks ebenso wie das der Weisheit.
Berufseinsteiger – Top-Talente scheitern vor allem an Selbstüberschätzung
Überdurchschnittlich qualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger haben derzeit ausgezeichnete Karriereaussichten. Heißt es. Trotzdem scheitern einige der sogenannten High Potentials immer wieder im Berufsleben. Nur warum? Der Frage ist jetzt eine Kienbaum-Studie nachgegangen für die zahlreiche HR-Leiter befragt wurden. Ergebnis: Die jungen Überflieger scheitern in 94 Prozent der Fälle an ihrer Selbstüberschätzung und zu 89 Prozent an der mangelnden Fähigkeit zur Selbstkritik.
Trotz der zum Teil mangelhaften Soft Skills sind die High Potentials allerdings begehrt wie nie: 74 Prozent der befragten deutschen Unternehmen geben an, dass sie rund ein Viertel ihrer Wunschkandidaten nicht für sich gewinnen konnten. In Österreich sagten das rund 60 Prozent der Personaler, in der Schweiz sogar 85 Prozent.
Immerhin: Hat es ein Unternehmen geschafft, eine talentierte Nachwuchskraft einzustellen, bleiben diese Mitarbeiter dem Unternehmen einige Jahre treu: 78 Prozent der High Potentials in Deutschland, 75 Prozent in Österreich und ganze 100 Prozent der Top-Talente in der Schweiz bleiben mindestens drei Jahre im selben Unternehmen beschäftigt. Kürzer als ein Jahr arbeitete in den befragten Unternehmen kein einziger High Potential.
Und wenn ein Talent den Job wechselt, liegt das meist an privaten Gründen: Mit 86 Prozent beziehungsweise 73 Prozent wechselt die Mehrheit der deutschen und österreichischen High Potentials aus persönlichen Motiven den Arbeitgeber. In der Schweiz ist die Abwerbung durch andere Unternehmer der wichtigste Fluktuationsgrund: Hier entscheiden sich 85 Prozent der Nachwuchskräfte gegen ihren Arbeitgeber, weil ihnen Angebote eines Wettbewerbers vorliegen. In Deutschland ist die Abwerbung der zweithäufigste Grund, weshalb ein High Potential den Job wechselt.
Die geringe Internationalität, das negative Unternehmensimage und die schlechte wirtschaftliche Lage des eigenen Arbeitgebers sind hingegen nur selten die Ursache für einen Arbeitsplatzwechsel.
Ein guter Abschluss reicht nicht
Was aber macht einen High Potential überhaupt zu einem High Potential? Ein exzellenter Abschluss und Top-Noten allein sind es jedenfalls nicht, wie die Studie zeigt (99 Prozent der deutschen Unternehmen bevorzugen übrigens Diplom- und Master-Absolventen, weniger Bewerber mit einem Bachelor-Abschluss und promovierte Absolventen). Rund 90 Prozent der befragten schweizerischen und österreichischen Unternehmen stufen die Eigenmotivation als wichtiges Persönlichkeitsmerkmal ein. In Deutschland sagten das 79 Prozent der Personaler. Auch Fach- und Methodenkompetenz sowie Praxiserfahrung sind in den befragten Unternehmen wichtige Qualifikationsmerkmale bei der Auswahl von High Potentials: Rund 90 Prozent der deutschen und österreichischen Unternehmen fordern von ihren High Potentials fundierte Fremdsprachenkenntnisse sowie praktische Erfahrungen zum Beispiel im Rahmen von Praktika.
Weniger wichtig ist den Personalern indes, dass die Berufseinsteiger besonders mobil sind: Nur rund 20 Prozent fordern dies von potenziellen Bewerbern.
Deutliche Gehaltsunterschiede
Bei den Einstiegsgehältern zeigen sich weitere Unterschiede: Die höchsten Gehälter kassieren promovierte Absolventen, die in Deutschland mit einem durchschnittlichen Jahresbruttogehalt von 52.200 Euro rechnen können.
Auf Platz zwei folgen die Master-Absolventen (Universität) mit 46.500 Euro vor den Diplom-Studenten mit 44.400 Euro und den Bachelor-Absolventen (Universität) mit 44.000 Euro Einstiegsgehalt.
In Österreich sind die Jahresgehälter deutlich niedriger: Hier erhalten die Absolventen ein rund 10.000 Euro geringeres Jahresbruttogehalt als ihre deutschen Kollegen. In Deutschland und der Schweiz werden die Universitätsabsolventen wiederum besser bezahlt als die Berufseinsteiger mit Fachhochschulabschluss: Die Vergütungsdifferenz beträgt rund 3000 Euro.
Jobinteresse – 20 Wege gegen Langeweile am Arbeitsplatz
“Endlich Freitag, ich langweile mich hier drin zu Tode.” Kommt Ihnen das bekannt vor? Können Sie diesen Satz vielleicht sogar unterschreiben? Ja? Dann haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Zuerst die schlechte: Wenn Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz ständig langweilen sind Sie entweder unterfordert, am völlig falschen Arbeitsplatz oder Sie befinden sich in einem Tief. Bevor Sie weiter lesen, prüfen Sie sich bitte selbst: Welche der drei Möglichkeiten trifft auf Sie zu? Wenn es eine der ersten beiden ist, sollten Sie sich dringend Gedanken über einen Jobwechsel machen. Tipps und Tricks dazu finden Sie in unserem Archiv. Handelt es sich jedoch um ein Tief, haben wir eine gute Nachricht für Sie: Dagegen können Sie etwas tun.
Das klingt – wie in vielen anderen Fällen auch sehr einfach, doch die Umsetzung kann sich durchaus schwierig gestalten. Denn in den meisten Fällen können Sie das Büro eben nicht nach Ihrem Gusto umgestalten oder jede beliebige Musik auf voller Lautstärke hören. Deshalb haben wir 20 Vorschläge für Sie, was Sie gegen Langeweile am Arbeitsplatz unternehmen können. Bei der Auswahl haben wir darauf geachtet, dass einerseits eine große Bandbreite an verschiedenen Bereichen abgedeckt wird und die Vorschläge andererseits in möglichst vielen Büros umsetzbar sind. Lassen Sie sich inspirieren.
20 Wege gegen Langeweile am Arbeitsplatz
Neue Aufgaben – Nein, Sie sollen jetzt nicht zur Ihrem Chef gehen und ihn um neue Aufgaben bitten. Sicher könnten Sie das tun, doch darum geht es nicht. Vielmehr können Sie Ihre Aufgaben in vielen Fällen zumindest teilweise selbst bestimmen. Denn wenn Sie keine Abgabetermine einzuhalten haben, was hindert Sie dann daran, die Reihenfolge Ihre Arbeiten zu ändern? Warum wechseln Sie nicht einfach alle 15 bis 20 Minuten zwischen den verschiedenen Aufgaben, die Sie sowieso noch zu erledigen haben? Zugegeben, das ist nicht die produktivste Arbeitsweise, aber Langeweile dürfte so schwerlich aufkommen.
Neue Arbeitsweise – Angenommen, Sie haben genau eine einzige, große Aufgabe vor sich. Klar, wechseln können Sie dann nicht. Zumindest nicht due Aufgabe, aber was ist mit Ihrer Arbeitsweise? Sie haben garantiert Ihren ganz eigenen Arbeitsstil und Ihre Routinen entwickelt, mit denen Sie produktiv arbeiten können. Sorgen Sie doch einfach mal für Abwechslung, in dem Sie auf eine ungewohnte Art arbeiten. Wie wäre es zum Beispiel damit, Ihre E-Mails zuerst von Hand zu schreiben und dann erst abzutippen? Oder Sie erledigen einen Teil Ihrer Arbeit im stehen? Auch das ist nicht die produktivste aller Arbeitsweisen, doch wenn Sie gelangweilt sind, werden Sie auch nicht signifikant produktiver sein, oder?
Aufgaben bündeln – Den Ratschlag, gleichartige Aufgaben in Blöcken zusammen zu fassen, haben Sie sicher schon öfter gehört. Auch bei Langeweile kann diese Methode hilfreich sein. Nehmen Sie sich jeweils 15 – 20 Minuten Zeitblöcke vor, in denen Sie beispielsweise nur Akten ablegen, E-Mails beantworten, Informationen recherchieren oder Formulare ausfüllen. Diese Aufgabenblöcke schieben Sie einfach immer dann ein, wenn Langeweile aufkommt.
Aufräumen – Es ist schon erstaunlich, im Normalfall gehört aufräumen bei den meisten Menschen nicht gerade zu den beliebtesten aller Aufgaben. Doch wenn es darum geht einer unangenehmen Aufgabe auszuweichen – das wunderbare Wort der Prokrastination lässt grüßen – gehört aufräumen zu den klassischen Ausweichaktivitäten. Bei Langeweile kann aufräumen wunderbar als Abwechslung dienen. Netter Nebeneffekt dieser Methode: Ihr Büro sieht danach ordentlich und sauber aus.
Ausmisten – Nein, ausmisten ist nicht das gleiche wie aufräumen. Beim ausmisten werfen Sie alten Ballast über Bord, sortieren uralte Akten aus und werden nicht mehr schreibende Kugelschreiber los. Wenn Sie einmal damit begonnen haben, kann es ein wirklich befreiendes Gefühl sein, zu entrümpeln. Bitte achten Sie – trotz der vielleicht aufkommenden Euphorie – darauf, dass Sie keine Akten wegwerfen, die Sie noch brauchen könnten.
Kurze Pause – Wenn Sie die Langeweile so richtig im Griff hat, hilft Ihnen vielleicht eine kurze Pause. Dabei reicht es schon, wenn Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen, in Ruhe einen Schluck Kaffee nehmen und die Gedanken schweifen lassen. Dieser gedankliche Themenwechsel kann genau die Abwechslung sein, die Sie gerade brauchen.
Bewegung – Manchmal speist sich Langeweile auch einfach aus Müdigkeit und körperlicher Erschöpfung. Ein oft gegebener Ratschlag ist hier mehr zu schlafen. Ein guter Rat, doch den können Sie natürlich nicht im Büro umsetzen. Bewegung können Sie sich jedoch in fast Fällen verschaffen und sei es nur eine kurze Runde auf dem Gang oder kurzes Dehnen.
Frische Luft – Wenn Sie können, sollten Sie jetzt eine kurze Pause machen und sich einige Minuten mit Bewegung an der frischen Luft gönnen. Doch wenn die letzte Pause gerade erst eine halbe Stunde her ist, ist das natürlich keine Option. Und bevor Sie ein Fenster öffnen, sollten Sie natürlich Ihre Kollegen fragen.
Kollegen – Ein gutes Verhältnis zu Ihren Kollegen zahlt sich auch dann aus, wenn die Langeweile drückend wird. Ein kurzes Gespräch oder ein Witz unter Kollegen kann manchmal Wunder wirken.
Gedanken verschriftlichen – Langeweile kann auch daher rühren, dass Sie gedanklich nicht bei der Sache sind und viel lieber etwas anderes tun würden. In diesem Fall kann es helfen, wenn Sie aufschreiben, was Ihnen im Kopf herum geht. So können Sie einerseits Ihre Gedanken zur Ruhe bringen und sich andererseits wieder auf die aktuell anstehenden Aufgaben konzentrieren.
Ziele setzen – Vielleicht ist Ihnen aber auch nur deshalb langweilig, weil Sie so gar keinen Sinn in Ihrer Arbeit sehen und nicht wissen, warum Sie das alles überhaupt tun. Dann sollten Sie sich Ihre Ziele wieder bewusst machen oder sich neue Ziele setzen und konsequent auf diese hin arbeiten.
Ziele visualisieren – Wenn neue Ziele noch nicht reichen, nehmen Sie sich kurz Zeit und stellen Sie sich diese Ziele möglich realistisch vor. Visualisieren Sie wie das Endergebnis aussehen wird und wie gut Sie sich fühlen werden, wenn Sie das Ziel erreicht haben. Dann wissen Sie auf jeden Fall wieder, warum Sie Ihren Job machen.
Büro umgestalten – Das Sie Ihr Büro in den meisten Fällen nicht komplett umstellen können, ist uns auch klar. Doch vielleicht können Sie eine neue Pflanze oder ein neues Bild auf Ihren Schreibtisch stellen? Eine einfache optische Veränderung kann die Langeweile schon spürbar lindern.
Hintergrundmusik – Wenn Ihre Kollegen einen ähnlichen Musikgeschmacke haben und Ihr Chef das erlaubt, können Sie natürlich Musik im Hintergrund laufen lassen und so die Langeweile bekämpfen. Ist das nicht möglich, so können Sie vielleicht auf Kopfhörer ausweichen.
Gerüche – Langeweile geht oft mit schlechter Laune oder einer miesen Stimmung einher. Diese lässt sich jedoch – unter anderem – durch angenehme Gerüche aufhellen. Das allerdings wirklich nur dann möglich, wenn Ihre Kollegen und Ihr Chef da auch mitziehen.
Sinnfrage – Es kann ja sein, dass Sie klar vorgegebene Arbeitsziele haben und sich dennoch langweilen. Dann sollten Sie sich ernsthaft die Frage stellen: Warum arbeite ich hier? Was mache ich hier? Sie haben garantiert Ihre ganz individuellen Antworten auf diese Fragen. Machen Sie sich diese wieder bewusst.
Farbgestaltung – Neben den oben bereits angesprochenen Gerüchen wirken auch Farben positiv auf die Stimmung und damit gegen Langeweile. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass blau die optimale Frage für das Büro ist. Dazu müssen Sie Ihr Büro gar nicht neu streichen, eine neuen Schreibtischunterlage oder Ordner in dieser Farbe sind zumindest ein Anfang.
Standortwechsel – Wenn Ihr Job es Ihnen erlaubt, sollten Sie zwischendurch den Standort wechseln und sich beispielsweise mit dem Laptop in die Cafeteria oder ein anderes Büro verziehen. Ein Ortwechsel kann Langeweile schlagartig beseitigen.
Telefonieren – Das klingt vielleicht im ersten Augenblick komisch, doch manchmal reicht schon ein angeregtes Telefonat, um Langeweile zu vertreiben. Denn nach einem angenehmen Gespräch hat sich Ihre Stimmung vielleicht gebessert, dann läuft auch die Arbeit besser.
Zeitlimit – Langeweile kann auch dadurch entstehen, dass Sie Ihnen ein gewisser Zeitdruck fehlt und Sie – auch wenn es wirklich seltsam kling – zu viel Zeit haben. In diesem Fall sollten Sie sich selbst Zeitlimits für bestimmte Aufgaben setzen. dann arbeiten Sie gleich viel zielgerichteter und Langeweile kommt gar nicht erst auf.
Piepshow – Wie viel Mist tolerieren Sie eigentlich so in Ihrer Timeline?
Wann wird ein 140-Zeichen-Tweet reweetet? Und wann wird man für den Mist, den man auf Twitter verzwitschert, entfolgt? Das sind so die Extrempole, mit denen sich schon einige Twitter-Studien beschäftigt haben. Paul André von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh, Michael S. Bernstein vom MIT in Cambridge und Kurt Luther vom Georgia Institute of Technology haben das für ihre Studie (PDF) etwas milder formuliert und sich gefragt: Was macht einen Tweet überhaupt lesenswert und wie viele davon gibt es überhaupt in der Timeline?
Um die ganze Geschichte etwas abzukürzen: Nachdem die Wissenschaftler rund 43.000 Twitter-Nachrichten ausgewertet hatten, stellten sie fest:
36 Prozent der Tweets wurden als lesenswert eingestuft. Also etwas mehr als jede dritte Nachricht.
25 Prozent dagegen stuften ihre Probanden als Schrott ein. Und
39 Prozent waren eher so lala.
Das Bemerkenswerte daran war aber gar nicht mal so sehr, dass im Verhältnis nur so wenige Tweets in der Timeline der Befragten als wirklich wertvoll empfunden wurden. Viel interessanter ist, dass sie die vielen anderen Twitterer nicht einfach wieder entfolgen und so das Verhältnis zu ihren Gunsten optimieren. Offensichtlich ist es so, dass die Toleranz- und Schmerzgrenze auf Twitter enorm hoch ist. Oder wie die Wissenschaftler selbst schreiben:
These results suggest that users tolerate a large amount of less-desired content in their feeds. We find that users value information sharing and random thoughts above me-oriented or presence updates. We also offer insight into evolving social norms, such as lack of context and misuse of @mentions and hashtags.
Dieser Artikel wurde ausschließlich mit iPad und Smartphone geschrieben, denn heute geht es um das iPad als mobiles Werkzeug für Blogger und wie Sie auch ohne einen “richtigen” Computer bloggen können. Dabei werde ich jeden Schritt der bei der Erstellung des Artikels notwendig war mit Ihnen durchgehen und dabei alle eingesetzten Apps und Alternativen dazu vorstellen. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Tipp, um die vorhandenen Einschränkungen des iPads zu umgehen und das Bloggen einfacher zu machen.
Denn Einschränkungen hat das iPad definitiv und diese sind leider deutlich spürbar und nerven teilweise auch sehr. Doch das iPad bietet natürlich auch Vorteile, sonst würde ich diesen Artikel nicht schreiben. Es ist mobil und bietet eine deutlich längere Akkulaufzeit als jedes Macbook Air oder Ultrabook. Außerdem kann das iPad – mit den richtigen Applikationen – unterwegs sowohl Spielekonsole, E-Reader, digitale Dokumentmappe und Computerersatz sein. All das sind Argumente, die für viele Einsatzzwecke die vorhandenen Einschränkungen zumindest erträglich machen.
Das Setup
Bevor ich direkt auf das Bloggen auf dem iPad eingehe, stelle ich Ihnen zuerst das Setup vor. Wie auf dem Foto zu sehen, verwende ich ein iPad der ersten Generation das in einer Macally Bookstand Hülle steckt und sich damit aufstellen lässt. Davor ist die Bluetooth-Tastatur von Apple zu sehen, denn mit dem virtuellen Tastatur des iPads tippe ich zwar schnell, diesen Artikel würde ich darauf jedoch definitiv nicht tippen wollen. Als Foto- und Videokamera dient mein aktuelles Smartphone, das Samsung Galaxy Nexus mit seiner fünf Megapixel Kamera. Die im Artikel verwendeten Bilder und Videos wurden – sofern es sich nicht um Screenshots handelt – ausschließlich mit dem Galaxy Nexus aufgenommen und nur auf dem Smartphone und dem iPad bearbeitet.
Die verwendeten Applikationen
Wie bereits erwähnt, hat das iPad – und leider auch die WordPress-App – einige Einschränkungen. Daher verwende ich zum bloggen auf dem iPad mehrere Applikationen, sechs an der Zahl, die ich Ihnen im folgenden Video kurz vorstelle. Zum Wechsel zwischen den Applikation verwende ich die Gestensteuerung des iPads, der Wechsel über den Doppelklick und die Multitasking-Leiste ist mir persönlich zu umständlich.
Der eine oder andere Leser wird sich vermutlich wundern, dass hier Blogsy nicht auftaucht, denn dieses hatte ich in einem früheren Artikel bereits als gute Blogger-App vorgestellt. Blogsy bietet einige Funktionen, die der WordPress-Applikationen fehlen. Doch das Ziel dieses Artikels ist es, das Bloggen auf dem iPad mit möglichst kostenlosen Apps darzustellen, dei jeder problemlos einsetzen kann.
Welche App wofür?
Moment, bei den Applikationen waren doch auch Pages, iA Writer und iCab Mobile dabei, die allesamt Geld kosten, wie passt das zu meiner Aussage, hier nur kostenlose Apps verwenden zu wollen? Die Erklärung ist einfach: iA Writer, Pages und auch iCab Mobile sind nicht zwingend notwenig, die ersten beiden sind rein meinem Workflow geschuldet. Denn ich schreibe meine Artikel in der Rohform – auch auf dem Mac – zuerst in iA Writer, kopiere den Text dann zur Korrektur in Pages – auf dem Mac ist das Microsoft Word oder Libre Office – und erst danach in die WordPress-Applikation, auf dem Mac in den Editor im WordPress-Backend. Diese beiden Applikationen sind als nicht notwendig, Sie können Ihren Text auch direkt in die WordPress-Applikationen tippen. Auf dem iPad der ersten Generation empfehle ich Ihnen aber dringend, Ihren Text in einer anderen Applikation zu verfassen, denn die Worpdress-App neigt – zumindest bei mir – zu Abstürzen, die teilweise auch den bisher eingegebenen Text löschen. Für das erste Schreiben reicht dabei auch die auf dem iPad integrierte Notizen-Applikation.
Auch iCab Mobile ist nicht zwingend notwendig und eher meinem iPad der ersten Generation geschuldet. Für den letzten Feinschliff gehe ich gegen Ende des Artikels dann doch in das WordPress-Backend. Hier stürzt bei mir der mobile Safari regelmäßig ab, während iCab Mobile – mit der Browser ID des Desktop-Safaris – hier deutlich stabiler läuft. Auf dem iPad zwei eines Freunde macht der mobile Safari hier jedoch deutlich weniger Probleme, dort ist iCab Mobile nicht notwendig.
Ein Artikel entsteht
Wenn der Text geschrieben und korrigiert ist, kopiere ich ihn in die WordPress-Applikation. Beim Anlegen eines neuen Artikels sollten Sie unbedingt darauf achten, den Artikel zuerst als Entwurf zu markieren, ansonsten würde er direkt veröffentlicht. So weit ist der Artikel aber noch nicht, denn es fehlen noch einige Schritte. Nach dem Titel und den Tags kommen jetzt noch Überschriften, Medien – also Bilder und Videos – und Links dazu. Hier werden die Einschränkungen der WordPress-Applikation leider sehr deutlich spürbar.
Denn schon bei den Überschriften wird es problematisch, die WordPress-Applikation bietet von Haus aus keine Möglichkeit, diese zu formatieren. Persönlich gebe ich hier direkt die HTML-Formatierung ein, doch wer sonst kein HTML verwendet, hat hier ein Problem. Bilder und Video einzubauen ist ebenfalls ein nicht ganz unerheblicher Aufwand. Zuerst müssen Sie die Bilder und Videos in Ihre Bilderbibliothek auf dem iPad speichern, dann können Sie diese in der WordPress-App auswählen. Zur Positionierung stehen jedoch nur die Optionen über oder unter dem Inhalt zur Auswahl. Daher haben Sie entweder die Option, Ihren Text häppchenweise einzufügen und jeweils die Bilder einzubauen oder – diese Option nutze ich – die Bilder später im Backend etwas frickelig einzufügen. Das ist zwar nicht komfortabel, aus meiner Sicht aber einfacher als das in der WordPress-App zusammen zu puzzeln.
Zur Bildbearbeitung auf dem iPad gibt es zwar Optionen wie Photoforge 2, Photoshop Express und andere Programm mit einem großen Funktionsumfang. Doch für die Bearbeitung von Screenshots reicht mir Skitch – das inzwischen zu Evernote gehört – völlig aus. Alle Bilder hier im Artikel wurden damit bearbeitet. Das oben verwendete Video habe ich direkt vom Galaxy Nexus zu Youtube hochgeladen und später im Backend eingebunden. Die Android-Version von WordPress bietet aktuell mehr Funktionen als die iOS-Version, ein Update wäre hier absolut wünschenswert.
Links können Sie relativ einfach in der WordPress-App setzen, doch wie Sie im Screenshot sehen, haben Sie dabei leider nicht die Option, dass sich der Link in einem neuen Fenster öffnet. Um das zu erreichen müssen Sie entweder den entsprechenden HTML-Code händisch eingeben oder – das ist meine Lösung – Links im WordPress-Backend setzen.
Der Feinschliff
Daher wechsele ich – wenn der gesamte Text eingegeben und die Bilder und Videos hochgeladen sind – in den iCab Mobile und gehe dort in das WordPress Backend. Dort setze ich Links, füge Bilder und Videos ein und formatiere den Artikel endgültig. Die Touch-Bedienung des WordPress-Editors ist zwar frickelig, mit etwas Geduld funktioniert es aber relativ gut.
Pro und Kontra
Sie sehen, bloggen mit dem iPad ist definitiv machbar, wenn Sie jedoch gewisse Ansprüche an Formatierung und Layout Ihres Artikels stellen, wird die ganze Sache etwas anstrengend. Dennoch ist das iPad unterwegs definitiv eine sinnvolle Option für Blogger, vor allem wenn Sie bei Ihren mobil verfassten Artikeln mit Abstrichen beim Layout leben können. Mit Smartphone und Laptop lässt sich so unterwegs recht gut arbeiten, wenn Sie mit den Einschränkungen leben können.
Facebook oder Twitter – Was die Wahl des Netzwerks über Sie verrät
Die folgende Studie darf man freilich nicht allzu ernst nehmen – zumal es zahlreiche Menschen gibt, die beide Plattformen nutzen: Facebook UND Twitter. Dennoch ist es bemerkenswert, dass es unter den jeweiligen Nutzern erkennbare Unterschiede gibt. Jedenfalls will diese David Hughes von der Manchester Business School zusammen mit seinen Kollegen erkannt haben. Kurz gesagt: Danach sind Facebook-Nutzer latent neurotisch, Twitter-Nutzer weniger gewissenhaft.
Für die Studie werteten die Forscher die Profile von 300 Social-Media-Nutzern aus, rund 70 Prozent davon kamen aus Europa, 207 davon waren weiblich, die Altersspanne lag zwischen 18 und 63 Jahren. So viel zur Demografie. Nun sollten die Probanden Fragen beantworten – wie sie Facebook oder Twitter nutzen, warum und welches Netzwerk bevorzugt. Anschließend absolvierten sie noch einen klassischen Persönlichkeitstest.
Dazu muss man wissen, dass in der Psychologie solche Test regelmäßig auf die sogenannten Big-Five-Faktoren abzielen, nach denen sich eine Persönlichkeit klar abgrenzen lässt. Diese sind: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit (für Erfahrungen), (soziale) Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.
Allerdings stellten die Wissenschaftler gleich eingangs fest, dass die Persönlichkeiten auf den jeweiligen Plattformen nicht allzu stark variierten – allenfalls bis zu 20 Prozent Abweichungen waren zu messen, was wiederum noch mal verdeutlich, was ich eingangs schon erwähnte: Die Studie sollte man nicht zu ernst nehmen. Andere (nicht untersuchte) Faktoren wie etwa Intelligenz oder Motivation, das räumen die Forscher selber ein, könnten hierbei den größeren Ausschlag geben.
Sei’s drum. Dennoch ließen sich Unterschiede ausmachen – und die sind immer noch interessant:
People who used Facebook mostly for socialising tended to score more highly on sociability and neuroticism (consistent with past research suggesting that shy people use the site to forge social ties and combat loneliness). Social use of Twitter correlated with higher sociability and openness (but not neuroticism) and with lower scores on conscientiousness. This suggests that social Twitter users don’t use it so much to combat loneliness, but more as a form of social procrastination.
Heißt: Twitter-Nutzer sind offener, experimentierfreudiger, aber auch weniger sorgfältig und wählerisch in dem, was sie so zwitschern. Facebook-Nutzer dagegen überwinden mithilfe der Plattform vor allem ihre Schüchternheit oder das Gefühl von Einsamkeit.
Und was ist mit den Informationen?
Auch das war interessant: Wer angab, Facebook ebenfalls als Informationsquelle zu nutzen, wies zugleich höhere Werte bei Neurotizismus, Extraversion und Offenheit auf, jedoch geringere in Sachen Gewissenhaftigkeit. Jene, die sich indes via Twitter informierten, waren das genaue Gegenteil: sehr gewissenhaft, aber kaum Extraversion oder Neurotizismus.
So, und jetzt sind Sie dran: Warum nutzen Sie Facebook oder Twitter?
Diese Situation kennen Sie garantiert: Sie beginnen eine neue Aufgabe mit voller Motivation und Elan, doch je länger Sie daran arbeiten, desto geringer wird Ihre Motivation bis Sie sich schlussendlich fast nicht mehr aufraffen können und sich zur Arbeit zwingen müssen. Denn mit der Motivation ist das so eine Sache. Sie kann innerhalb weniger Augenblicke auf den Nullpunkt sinken und genau so schnell wieder steigen. Sätze wie “Ich bin heute so unmotiviert, am liebsten wäre ich im Bett geblieben” oder “Meine Motivation ist heute zu Hause geblieben” haben Sie so oder so ähnlich bestimmt schon gehört. Und immer schwingt diese unausgesprochene Resignation “Da kann man nichts machen, Motivation lässt sich eben nicht steuern” mit. Das ist – mit Verlaub – Unsinn, denn natürlich können Sie Ihre Motivation beeinflussen. Positiv wie negativ.
Natürlich können Sie nicht jeden Tag einen neuen Motivations-Rekord aufstellen, doch Motivationstiefs müssen Sie eben nicht hilflos hinnehmen. Denn Motivation ist – genau wie Erfolg – zu einem großen Teil von Ihrem Verhalten und Ihrer Einstellung abhängig. Deshalb haben wir heute das Motivations-ABC für Sie zusammengetragen.
Das ABC der Motivation
A – Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrem Motivationslevel täglich schenken. Denn nur wenn Sie rechtzeitig merken, dass Ihre Motivation sinkt, können Sie auch etwas dagegen tun. Das lässt sich recht einfach trainieren, nehmen Sie sich täglich immer wieder einige Minuten Zeit, sorgen Sie möglichst für Ruhe und achten Sie bewusst darauf, ob Sie noch motiviert bei der Arbeit sind oder gedanklich bereits den Feierabend herbei sehnen.
B – Belastungen jeglicher Art sind hervorragende Motivationskiller. Achten Sie deshalb vor allem in Phasen mit hoher Belastung und Zeitdruck darauf, dass Sie auch für den notwendigen Ausgleich sorgen, um Ihre Batterien wieder aufzuladen. Nur so bleibt Ihnen Ihre Motivation erhalten.
C – Chancen zur Motivationssteigerung gibt es immer wieder, Sie müssen diese nur nutzen. Dabei kann es sich um neue und spannende Aufgaben, hoch motivierte Kollegen, eine Beförderung oder generell die Anerkennung Ihrer Leistungen handeln. Nutzen Sie solche Chancen für einen Motivationsschub.
D – Disziplin brauchen Sie manchmal auch, um Ihre Motivation lebendig zu halten. Wenn vieles schief geht, Pläne nicht funktionieren und die Arbeit keinen Sinn zu machen scheint, ist Ihre Motivation in großer Gefahr. Machen Sie sich dann wieder bewusst, warum Sie den Job eigentlich machen und nutzen Sie das als Motivationsquelle.
E – Einfach den ersten Schritt in ein neues Projekt zu machen, kann manchmal schon reichen, um Ihre Motivation zu entfachen. Statt sich tagelang Gedanken zu machen, was alles schief gehen könnte, beginnen Sie einfach mit den ersten Schritten. Die ersten Ergebnisse sind dann Nahrung für Ihre Motivation.
F – Familie und Freunde können Ihnen natürlich auch helfen. Wenn Sie selbst nicht mehr motiviert sind, lassen Sie sich von Ihren nahestehenden Menschen neu motivieren.
G – Gleichgesinnte können sogar noch mehr bewirken als Familie und Freunde. Denn Kollegen oder Mitarbeiter, die das gleiche Ziel haben wie Sie, können Sie auch mal durch ein Tief mitnehmen und Sie mit ihrer Motivation anstecken.
H – Hungrig nach Erfolg sollten Sie schon sein, um Ihre Motivation dauerhaft zu halten. Der Erfolg muss sich dabei nicht unbedingt in Zahlen ausdrücken lassen, sondern kann ganz individuell wahrgenommen werden. Wichtig sind Teilerfolge, an denen Sie Ihren Fortschritt messen können.
I – Illusionen helfen Ihnen jedoch nicht, sondern stellen eher Motivationsbremsen dar. Denn so bald Wunschträume an der Realität scheitern, geht Ihre Motivation garantiert in den Keller. Ein realistischer Blick kann das verhindern.
J – Jammern bringt Sie übrigens auch nicht weiter. Machen Sie sich statt den bestehenden Problemen lieber die Chancen und Möglichkeiten klar, die Sie in Ihrer aktuellen Situation haben. Nur wenn Sie zumindest eine Ahnung davon haben, wie es weiter geht, lässt sich Ihr Motivation auch halten.
K – Kompetenz schadet Ihrer Motivation sicher nicht, ganz im Gegenteil. Mit fachlicher Kompetenz können Sie Aufgaben schnell lösen und sehen so Erfolge. Und mit sozialer Kompetenz kommen Sie mit Ihren Kollegen gut klar, und finden bei diesen Unterstützung und Rückhalt.
L – Leidenschaft ist für viele Menschen die Grundlage ihrer Motivation. Machen Sie sich das zu eigen und nutzen Sie Ihre Leidenschaft für ein bestimmtest Thema, um motiviert an die Arbeit zu gehen.
M – Mentoren können für Sie Wegweiser sein, die Ihnen durch ein Motivationstief hindurch helfen und Ihnen den Rücken stärken. Manchmal geht es einfach nicht ohne die Hilfe Dritter.
N – Nachdenken kann auch Motivationsprobleme verhindern. Wenn Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Ergebnisse Sie realistischer Weise erwarten können, reduzieren Sie die Zahl der Fehlschläge. So verhindern Sie Motivationsdämpfer.
O – Offenheit gegenüber neuen Möglichkeiten und der Hilfe anderer kann für Ihre Motivation essentiell sein. Denn in manchen Situationen ist diese ohne Unterstützung schlicht und ergreifend nicht aufrecht zu erhalten. Wenn Sie dann Unterstützung ablehnen, können Sie auch keine neue Motivation entwickeln.
P – Planung hilft Ihnen bei der realistischen Einschätzung des Zeit- und Energiebedarfs für die anliegenden Arbeiten. Wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, können Sie viel motivierter an die Arbeit gehen, als wenn sich überraschend Berge von Arbeit vor Ihnen aufbauen.
Q – Quellen für Ihre Motivation sollten Sich ganz bewusst suchen. Das können die bereits genannten Freunde oder die Wertschätzung durch Ihren Chef sein. Wichtig ist einfach, dass Sie wissen, woher Ihre Motivation stammt.
R – Raum für die Verwirklichung eigener Ideen und Gedanken hilft ungemein dabei, die Motivation zu erhalten. Wer immer nur den nach den Vorgaben anderer arbeitet, ist irgendwann nur noch körperlich bei der Arbeit anwesend.
S – Selbstvertrauen bildet die Basis für motiviertes Arbeiten. Nur wer seine Fähigkeiten und Stärken kennt und sich darauf verlässt, geht gerne an die Arbeit.
T – Träume und Ideale sind die Nahrung für hohe Motivation. Wenn Sie aus Überzeugung an einer Sache arbeiten, ist Motivation wahrscheinlich kein großes Problem.
U – Ueberraschungen können Ihre Motivation dämpfen oder stärken. In vielen Fällen hängt die Wirkung davon ab, ob Sie die Vor- oder die Nachteile der neuen Situation in den Mittelpunkt stellen.
V – Visualisierung kann Ihre Motivation neu entfachen. Stellen Sie sich Ihren Erfolg und das erreichte Ziel so plastisch und realistisch wie möglich vor. Arbeiten Sie dann gezielt auf darauf hin, diese Visualisierung Wirklichkeit werden zu lassen. Wenn Sie wissen wofür Sie arbeiten, ist Motivation kein Thema.
W – Wille ist natürlich immer nötig, um motiviert zu arbeiten. Sicher, Sie können manche Ziele auch erreichen, ohne es unbedingt zu wollen. Doch Motivation dürfen Sie dann nicht erwarten.
X – X-fache Wiederholungen und bewusst etablierte Gewohnheiten können Ihnen als Motivationsschub dienen. Das kann ein bestimmtes Lied, ein Foto oder die Erinnerung an einen persönlichen Erfolg sein.
Y – Ying und Yang stehen hier stellvertretend für ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, Belastung und Erholung. Denn bei dauernder Anspannung und unter andauerndem Druck wird auch die höchste Motivation irgendwann verschwinden.
Z – Ziele sind – wie bereits erwähnt – extrem wichtig, um motiviert arbeiten zu können. Nur wenn Sie konkret wissen wo die Reise hingeht und wozu Sie manche Arbeiten ausführen, kann Motivation entstehen.
Bleibt alles anders – Morgenrituale sind echte Kreativitätskiller
Piep Piep Piep Piep Piep… Der Wecker läutet einen neuen anstrengenden Tag ein. Noch einmal umdrehen, noch einmal recken und strecken, dann geht es los mit der gewohnten Routine: zähneputzen, duschen, anziehen, kaffeekochen, frühstücken, Karrierebibel lesen, zur Arbeit fahren, Computer hochfahren, Posteingang checken, den nächsten Kaffee trinken, so was in der Art… Danach sinken Sie in Ihren Schreibtischstuhl, blicken auf das bevorstehende Meeting und hoffen auf eine superkreative Lösung, die Ihnen dann spontan einfallen soll. Viel Glück! Sie werden es brauchen…
Als ich den Artikel von Annie Murphy Paul in der Times las, dachte ich mir sofort: Das Offensichtliche ist immer das, woran man als Letztes denkt. Auch hier habe hier schon oftdarübergeschrieben, dass Routinen und Rituale zwar Sicherheit geben mögen, den meandernden Gedankenfluss, der Kreativität und Inspiration aber erst beflügelt, aber ausbremsen. Warum also sollte das für Morgenrituale nicht gelten? Auch sie sind echte Kreativitätskiller.
Und tatsächlich ist es ja so, dass die größten Heureka-Momente uns dann erreichen, wenn wir die Seele baumeln und die Gedanken abschweifen lassen, also nicht zielgerichtet denken, wie etwa unter der Dusche, auf dem Klo, beim Spazierengehen. Dann öffnen sich innerlich neue Horizonte und der Geist blitzt auf.
Was das für den Morgen und den Job heißt?
Machen Sie es einfach mal anders! Erst duschen, dann zähneputzen. Fahren Sie einen anderen Weg zur Arbeit. Verlegen Sie das Meeting an einen anderen Ort und auf 9.13 Uhr. Kein Scherz. Gerade die unübliche, schiefe Uhrzeit, lässt aufhorchen und bringt neue Gedanken. Einen anderen Tagesrhythmus sowieso.
Peter Groll ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt. Für die Karrierebibel analysiert und kommentiert er regelmäßig wichtige und aktuelle Urteile aus dem deutschen Arbeitsrecht. So bleiben Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Fach- und Führungskräfte stets über ihre Rechte und rechtliche Fallstricke informiert.
Kein Schadenersatz ohne vorheriges Gespräch
Az.: 9 Sa 246/10 Der Besitzer einer Bäckerei war über die Qualität seines Vorzeigeproduktes, dem Elsässer Landbaguette erzürnt. Kurzerhand teilte er seinen Arbeitnehmern mit, dass er jeden fristlos kündigen, anzeigen und schadensersatzpflichtig machen werde, der in Zukunft keine perfekten Elsässer backt. Eine Mitarbeiterin sah sich hierdurch veranlasst, selber fristlos zu kündigen und ihrerseits einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 10.000 Euro zu verlangen. Zu unrecht, wie die Richter des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen urteilten. Das Verhalten des Arbeitgebers könne zwar grundsätzlich eine fristlose Kündigung und auch Schadensersatzansprüche rechtfertigen – die Arbeitnehmerin hätte die Kündigung dann aber nicht ohne vorheriges, klarstellendes Gespräch aussprechen dürfen.
Streit gehört zum Arbeitsleben dazu
Az.: 1 Sa 722/10 Eine halbe Million Euro Schadensersatz wegen Mobbings verlangte ein Oberarzt von seinem Chefarzt. Der hatte sich zuvor selbst auf die Stelle beworben. Erfolglos. Die Positionen waren verteilt, und damit begannen die Konflikte. Folge: Der Kläger erkrankte und klagte. Das LAG Hamm entschied jedoch: keinen Schadensersatz! Es sei zwar unstreitig zu Auseinandersetzungen zwischen den Parteien gekommen, diese hätten sich aber stets im sozial- und rechtsadäquaten Rahmen gehalten. Streiten gehöre eben zum (Arbeits-)Leben dazu.
Trinkgeld gehört dem Arbeitnehmer allein
Az.: 10 Sa 483/10 Knapp 500 Euro Trinkgeld verdiente ein Kellner monatlich zu seinem geringen Festgehalt dazu. Die vielen Tips sollten nun aber auf Weisung des Arbeitgebers gesammelt und unter allen Mitarbeitern aufteilt werden. Entgegen der Anweisung kassierte der Kellner jedoch weiterhin sein Trinkgeld persönlich ab und teilte es nicht. Folge: zwei Abmahnungen, dann zwei fristlose, hilfsweise ordentliche Kündigungen. Allesamt unwirksam urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz: Trinkgeld sei kein Arbeitsentgelt, weshalb der Arbeitgeber über die Verwendung auch nicht einseitig verfügen könne. Wer wie viel Trinkgeld erhält, entscheide letztlich der Kunde.
Organisieren Sie sich! Viele unserer Empfehlungen helfen dabei, produktiver zu werden. Wie immer macht aber auch hierbei die Dosis das Gift. Sich zu organisieren, gehört definitiv dazu: Es lässt sich herrlich ein ganzer Tag damit verplempern, seine Aufgaben durchzuplanen, den Workflow zu verbessern, E-Mail-Systeme und Strategien zu entwickeln. Den Job haben Sie deswegen aber noch nicht gemacht.
Machen Sie es besser! Sie haben ein Projekt eigentlich schon abgeschlossen? Aber hey: Sicher ist es noch nicht perfekt! Drehen Sie also noch eine paar Extraschleifen bis es so richtig rund wird, falls es das je wird. Aber solange Sie die fast fertige Aufgabe weiter optimieren, brauchen Sie all die anderen Jobs in der Warteschleife nicht beginnen. Und die sehen noch viel schlechter aus.
Diskutieren Sie es aus! Entscheidungen haben etwas beängstigend Finales. Danach geht es irgendwie nur noch los – und das kann die falsche Richtung sein. Man kann das nicht wissen. Aber hinterfragen, neue Variablen hinzufügen, Szenarien durchspielen – und währenddessen keine Fehler machen. Das ist dann gründlich. Bestenfalls sorgfältig. Aber bestimmt nicht ängstlich, entscheidungsschwach und prokrastinierend. Oder…
Facebook
Twitter