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	<description>dtv Buchliebe</description>
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		<title>Schneeweißchen und Rosentot</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Leenen - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>

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		<description><![CDATA[»Ein spannender, teilweise gruseliger und dabei sprachlich witziger Ritt durch alle Gefühlslagen.« Brigitte-Tipp]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ermittler</strong><br />
Madeline Dare. Sie stammt aus einer alteingesessenen New Yorker Familie, lebt aber zu ihrem Leidwesen mit ihrem Mann in der ländlichen und recht langweiligen Kleinstadt Syracuse, wo sie bei der Lokalzeitung arbeitet.</p>
<p><strong>Der Fall</strong><br />
Madeline Dare hört von einem neunzehn Jahre zurückliegenden Mord an zwei jungen Mädchen, der nie aufgeklärt wurde. Als sie herausfindet, dass ein Beweisstück, von dem die Polizei nie erfahren hat, ausgerechnet auf ihren Lieblingscousin hindeutet, lässt ihr das keine Ruhe. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und benimmt sich dabei alles andere als unauffällig. Hat sie schlafende Hunde geweckt? Denn es wird ein weiterer Mord begangen, und jetzt zeichnet sich ein unheimliches Muster ab: Der Mörder inszeniert seine Opfer wie Illustrationen zu Märchen und Mythen &#8230;</p>
<p><strong>Autorin</strong><br />
Cornelia Read wuchs in New York, Kalifornien und Hawaii auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Zwillingstöchtern in Berkeley (Kalifornien). Gleich ihr erster Roman, ›Schneeweißchen und Rosentot‹ (dtv 24668) wurde zum Bestseller und für eine Reihe bedeutender Literaturpreise nominiert (u. a. den Edgar Award).</p>
<p><strong>Leseprobe</strong><br />
<a href="http://book2look.com/vBook.aspx?id=9783423246682" target="_blank">Im Buch blättern</a></p>
<p><strong>Das meint die Presse<br />
</strong>»Das Buch war für fast alle wichtigen amerikanischen Krimipreise nominiert. Kein Wunder.«<em> Brigitte Extra, 04.06.2008</em></p>
<div>»Ein Krimi – gespannt wie Drahtseile. Vermittelt die Unruhe einer überbordenden Stadt, in der alles erlaubt ist und nichts mehr funktioniert. Hervorragend geschrieben, gut übersetzt, eine besondere Story. Ein Harry Hole, dessen Anstrengungen, dem Alkohol zu entsagen, den Leser mitzittern und bangen lässt. [...] Ein Krimi, der ganz leise daherkommt aber wirklich Großes darbietet.« <em>WDR5, 26.04.2008</em></div>
<div>
<div>
<div>»Cornelia Reads Debütroman ›Schneeweißchen und Rosentot‹ fesselt den Leser vor allem durch die liebevollen und detailliert dargestellten Charaktere die von einer hervorragenden Beobachtungsgabe der Autorin zeugen.« <em>Konstanze Tants auf booklove.de, 05.08.2008</em></div>
<div><em> </em></div>
<div>
<div>»Ein Buch wie ein Feuerwerk – schnell, schlau und spannend. Garantiert auch beim zweiten Lesen!« <em>Rhein-Neckar-Zeitung, 08.-14.05.2008</em></div>
</div>
</div>
</div>
<div><a href="http://www.dtv.de/buecher/schneeweisschen_und_rosentot_24668.html?show=presse#tabs" target="_blank">Weitere Pressestimmen</a></div>
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		<title>Wer Ja sagt, muss auch Onkel Horst einladen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Seelig - Autorin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Heiraten]]></category>
		<category><![CDATA[Heiratsantrag]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Heiratsantrag? Warum nicht. Aber was jetzt? Eine Orientierungshilfe für alle Bräute in spe!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heiraten, da bin ich mir mittlerweile aus eigener Erfahrung sicher, gehört zu den großartigsten Dingen, die man im Leben so tun kann. Eine Hochzeit ist toll, aber niemals entspannt. Weil die eigene Hochzeit Monate vor ihrem Termin zu einem Fantasiegebilde zurechtgebastelt wird, von dem völlig klar ist, dass es in der Realität nicht überlebensfähig sein wird. Allein schon aus Budgetgründen.</p>
<p>Die Illusionen gehen ja schon mit dem Antrag los. Meine Illusion vom Heiratsantrag sah exakt so aus wie jener Werbespot von Tiffany, der im vergangenen Dezember auf jeder amerikanischen Website, die ich besuchte, platziert war, und den ich jedes Mal anklickte und mit feuchten Augen ansah:</p>
<p>Zu den sanften, höchst romantisch-dramatischen und heimelig-weihnachtlichen Klängen von „Carol of the bells“ sieht man ein Modelpaar in New York (sieht zumindest aus wie New York), auf den Stufen eines prachtvollen Townhouses stehen. Man sieht  schmiedeeiserne Schnörkelgitter und Buchsbäumchen, auf die sich dicke Schneeflocken gesetzt haben.</p>
<p>Die sehr blonde Modelfrau trägt ein entzückendes Kamelhaarmäntelchen, einen weißen Hauch aus Seide oder so was in der Art drunter, natürlich viel zu kalt für die Jahreszeit, aber egal. Der Modelmann, der einen Anzug trägt und glänzendes, gewelltes Haar, geht vor ihr auf die Knie, und zückt diese typische kleine türkise Tiffany-Schachtel mit der weißen Schleife, sie macht einen sehr gekonnten „What? I cant´t believe it! I am SO surprised“-Gesichtsausdruck und fällt ihm um den Hals, wobei sie ihren grazilen Unterschenkel galant anwinkelt und ihren zarten Fuß, der in einem cremefarbenen Christian Louboutin-Pump steckt, in die Luft wirft.</p>
<p>Nachdem ich das zum ersten Mal gesehen hatte, begab ich mich umgehend auf die Internetseite von Tiffany, um mir einen Verlobungsring auszusuchen, bei Tiffany gibt es da einen tollen Service, man klickt sich so durch, wählt Form des Steins, Schliff, Gold oder Platin&#8230; mein Verlobungsring, ganz schlicht, mit einem kleinen aufgesetzten Stein, ganz süß, kostete 8000 Dollar.</p>
<p>Und spätestens hier kehrte ich unsanft in die Wirklichkeit zurück. Ich bin längst verlobt, ich bin auch längst verheiratet. Mein Heiratsantrag hatte zwar prinzipiell durchaus romantisches Potential, er ereignete sich auf einer kleinen Mauer mit Blick auf den Gardasee, allerdings war ich einer Fischvergiftung nah und der Verlobungsring ein Erbstück, nämlich der Verlobungsring meiner jetzigen Schwiegermutter, die offensichtlich über zartere Finger verfügt als ich, weshalb sich der Ring weigerte, über die dicke Mitte meines Ringfingers zu gelangen. Ich hab später noch einen alltagstauglichen Verlobungsring gekriegt, der kostete 69,90 Euro.</p>
<p>Irgendwann, hat mein Mann mir versichert, wenn er mal viel Geld haben sollte, krieg ich einen richtigen.</p>
<p>Anspruch und Wirklichkeit klaffen eben auseinander, weil man so riesige Erwartungen hat. Diese perfekte, glatte Wohlfühl-Werbefilm-Atmosphäre, wie ich sie beim ehrfurchtsvollen Durchblättern von Hochglanz-Brautmagazinen immer bestaunt habe, die gibt’s auf der eigenen Hochzeit einfach eher nicht. Dafür sind zu viele brüllende Kleinkinder, überambitionierte Trauzeugen, abschweifende Brautväter, betrunkene Patenonkel und schlüpfrige Jugendfreunde anwesend. Man wird nicht hundertprozentig verhindern können, dass Trauzeugen auf dumme Ideen kommen, Patenonkel sich im Ton vergreifen, die Rede der Schwester Fidel Castro-Ausmaße annimmt. Und bei der Rede des Vaters kann es durchaus vorkommen, dass die Luft nicht voller Geigen hängt und die Leute ihr Taschentuch zücken, um eine kleine Träne der Rührung zu vergießen, wie es sich gehört, sondern dass sie sich den Bauch halten vor Lachen, weil er demütigende Anekdoten aus den Teenagertagen der Braut zum Besten gibt.</p>
<p>Das macht aber nichts. Das gibt dem Fest erst die richtig Würze. Und das kann man von der gelassenen und heiteren Seite sehen, wenn man am besten schon im Laufe der Vorbereitungen akzeptiert, dass das eigene Leben nicht wie ein Tiffany-Spot aussieht. Das fängt allein schon damit an, dass man für einen einzelnen Christian Louboutin-Pump einen nicht unerheblichen Prozentsatz des eigenen Monatsgehalts investieren müsste. Ich trug bei meinem Heiratsantrag übrigens lila-orange gestreifte Flipflops.</p>
<p><em>Lisa Seelig</em></p>
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		<title>Der Garten der Poesie</title>
		<link>http://www.dtv.de/magazin/index.php/buchtipp-der-woche/der-garten-der-poesie/3352/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>E.-M. Prokop - dtv Lektorin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitner]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich ist es wieder soweit:
„In das Dunkel dieser alten, kalten 
Tage fällt das erste Sonnenlicht." Mascha Kaléko]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich ist es wieder soweit! Die Sonne schickt uns ihre ersten warmen Strahlen, die Straßencafés stellen die Stühle hinaus, und zwischen den Schneeresten sprießen die ersten Winterlinge und Krokusse hervor. Die Zeit, in der man den Frühling kaum noch erwarten kann, ist gekommen. Die Menschen lechzen jetzt nach Sonne und Wärme, längeren Tagen und danach, dass die kahlen Bäume endlich wieder grün werden. Hobbygärtner wie ich warten nun vor allem darauf, dass der Frost vorbeigeht und die erste Balkongarnitur mit Frühlingsblühern gepflanzt werden kann.</p>
<p>Wenn man so von Tulpen, Narzissen, Hornveilchen und Bellis träumt und sich schon mal überlegt, ob man sich diesen Sommer wohl eine weitere Kletterrose oder doch lieber etwas Robusteres zulegen will, dann kommt der ›Garten der Poesie‹ in seinem frühlingsgrünen Gewand gerade recht. Hier kann man sich mit Klassikern wie Heinrich Heine über die letzten Winterwochen hinwegtrösten (Herz, mein Herz, sei nicht beklommen,/ Und ertrage dein Geschick,/ Neuer Frühling gibt zurück,/ Was der Winter dir genommen) oder vom kommenden Gartenjahr träumen: Johannes Kühn nimmt uns mit in den „Märzgarten“, Horst Bienek entführt uns zum „Gartenfest“ und Ada Christens kreiert in „Nach dem Regen“ ein Szenario, das einen den „Sommerregenduft“ regelrecht riechen lässt.</p>
<p>Das kleine gebundene Büchlein unter dessen grasgrünem Schutzumschlag sich ein fröhlich gelber Buchdeckel mit orange geprägten Blümchen versteckt, führt durch das ganze Gartenjahr: nach dem „Sprießen und Blühen“ und dem „Reifen und Ernten“ kommt schließlich auch das Kapitel „Vom Welken und Vergehen“. Doch dieses lasse ich in diesen ersten Vorfrühlingstagen lieber geschlossen und freue mich darüber, wie schön sich das farbenfrohe Büchlein neben meiner Narzissenschale macht.</p>
<p><em> Eva-Maria Prokop. dtv Lektorin</em></p>
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		<title>Die Büro-Alltags-Bibel</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 17:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Leenen - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ganz normale Büroalltag - oder etwa nicht?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3339" href="http://www.dtv.de/magazin/?attachment_id=3339"></a>Der ganz normale Büroalltag &#8211; oder etwa nicht?</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="420" height="258" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zfa0RQbRM-0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="258" src="http://www.youtube.com/v/zfa0RQbRM-0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p> </p>
<p style="text-align: center;">Mehr Erfolg im Job mit der ›Büro-Alltags-Bibel‹.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-3340" href="http://www.dtv.de/magazin/index.php/videos/die-buero-alltags-bibel/3336/attachment/9783423247627_97/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3340" title="Jochen Mai: Die Büro-Alltags-Bibel" src="http://www.dtv.de/magazin/wp-content/uploads/2010/03/9783423247627_97.jpg" alt="Jochen Mai: Die Büro-Alltags-Bibel" width="97" height="151" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.dtv.de/buecher/die_buero-alltags-bibel_24762.html">Zum Buch</a></p>
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		<title>Mordkommission</title>
		<link>http://www.dtv.de/magazin/index.php/buchtipp-der-woche/mordkommission/3325/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 09:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F. Ebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Mordkommission]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Thiess]]></category>

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		<description><![CDATA[Mord und Totschlag als Unterhaltung? Die Attraktivität von Kriminalromanen und -filmen fußt auf der Bejahung dieser Frage. Und dann gibt es noch die Realität, über die Richard Thiess, Leiter einer Mordkommission, berichtet...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mord und Totschlag als Unterhaltung? Die Attraktivität von Kriminalromanen und -filmen fußt auf der Bejahung dieser Frage. Und dann gibt es noch die Realität…</p>
<p>Der Autor greift diese Lebenswirklichkeit auf. Als Leiter einer Mordkommission beim Polizeipräsidium München erläutert er von Berufs wegen deren ebenso abwechslungsreiche wie anspruchsvolle Arbeit. Aus ihm spricht, wie nicht anders zu erwarten und durch seine bemerkenswerte Vita unterstrichen, ein hohes Maß an Fachkunde und langjährige Berufs- und Lebenserfahrung.</p>
<p>Der Titel klingt auf den ersten Blick reißerisch, lässt aufhorchen und macht auf den Inhalt neugierig. In 32 Kapiteln gewährt der Autor dem Leser eindringlich und eindrucksvoll Einblick in abgeschlossene, spektakuläre Fälle. Fernab jeder Fiktion führt er den Leser durch geronnene Kriminalgeschichte, wie sie das Leben schreibt – plastisch, mitreißend, atemberaubend und doch wirklichkeitsnah, gewandt, bisweilen sogar kurios.</p>
<p>Der plaudernde Erzählton, der bisweilen humorvolle Züge trägt, vermag nicht über die ungeschönte und unverstellte Schilderung der Konfrontation mit dem Tod hinwegzutäuschen. An den passenden Stellen erscheint der Umgang mit den Tätern nüchtern und konsequent, mit den Opfern und ihren Angehörigen einfühlsam, gelegentlich nachvollziehbar rührselig. Der Leser ist in jedem Augenblick der Schilderung dabei, er schaut dem Autor gleichsam über die Schulter. Er ist dabei, wenn die Polizei einen Tatort in Augenschein nimmt und wenn sie Spuren sichert, er nimmt an den weiteren Ermittlungen hautnah teil, erfährt wie Zeugen befragt und Verdächtige überführt werden. Er erlebt, innerhalb welcher rechtsstaatlicher Grenzen sich die Polizei zu bewegen hat und welche Rolle Rechtsmedizin und Justiz bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen spielen. Er empfindet die persönlichen Belastungen der Kriminalbeamten und was es heißt, Tag und Nacht einsatzbereit und hellwach sein, Todesnachrichten überbringen und auf Tuchfühlung mit dem Letzten, Endgültigen leben zu müssen. Der Autor macht den Leser mit Örtlichkeiten, Personen und Umständen vertraut, als wäre er Augenzeuge der jeweiligen Situation. Ihm  ist die hohe Kunst gelungen, bei aller Sachlichkeit einen Spannungsbogen zu schlagen, der den Leser nicht mehr auslässt.</p>
<p>Beeindruckend ist das psychologische Feingefühl, das jede einzelne Fallschilderung durchzieht. Wie im stets wiederkehrenden Wettlauf von Räuber und Gendarm zeigt der Autor plumpe Tötungsmotive schlicht gestrickter Täter ebenso auf wie raffinierte Vorgehensweisen solcher, die sich clever wähnten. Stets finden die Schicksale der Opfer und ihrer Angehörigen gebührend Beachtung. Die Schonungslosigkeit der Situation tritt besonders zutage, wenn Kinder betroffen sind. Dann kämpfen auch hartgesottene Kriminaler mit den Tränen. Doch jeder Fall ist anders, hat seine eigenen Windungen und Wendungen. Dass heutzutage subtile kriminaltechnische Methoden eine bedeutsame Rolle bei der Aufklärung von Verbrechen spielen können, die teilweise jahrzehntelang zurückliegen und als „unaufklärbar“ galten, darf den Autor mit berechtigtem Stolz erfüllen und die Allgemeinheit mit Zuversicht. Gelegentlich, wenn „Kommissar Zufall“ bei der Aufklärung mithilft, hat sogar auch einmal die Polizei Glück – und der Täter sein verdientes Pech.</p>
<p>Nach der Lektüre hat man das Gefühl, dass Kapitaldelikte bei nüchterner Betrachtung grausame Bestandteile des menschlichen Zusammenlebens sind. Vermutlich sind sie gerade deshalb als Roman- und Filmsujet so interessant. Der Autor spricht auch diesen Umstand deutlich an („Faszination des Schreckens“, S. 226). Dass dieser Stoff mit 237 Seiten Spannung in „Mordkommission“ nun das Sachbuchgenre erobert, steigert bei einer so gelungenen Dokumentation nur seine Attraktivität</p>
<p><em>Ministerialrat Dr. Dr. Frank Ebert<br />
vormals Leiter der Polizeiabteilung<br />
des Thüringer Innenministeriums,<br />
Erfurt</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Under Control</title>
		<link>http://www.dtv.de/magazin/index.php/buchtipp-der-woche/under-control/3318/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 09:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T. Zirnbauer - Presse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Mc Nay]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Frischverliebte und Süchtige gemeinsam? Eigentlich geht es ihnen nur um das Eine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben Frischverliebte und Süchtige gemeinsam? Eigentlich geht es ihnen nur um das Eine.<br />
Um es zu kriegen, entwickeln sie eine erstaunliche Kreativität &#8211; im Schmeicheln, aber auch im Sich-selbst-und-andere-belügen. Wenn der Trieb einmal das Kommando übernommen hat, versagt die Selbstkontrolle im Allgemeinen.</p>
<p>Das muss auch Nigel erfahren. Als Sozialarbeiter betreut er eine Gruppe von Junkies, Ex-Junkies und Ex-Ex-Junkies. Sie alle haben die Kontrolle verloren &#8211; über ihre Sucht, über ihr Leben, über sich. Nigel will ihnen helfen, Würde und Kontrolle zurückzuerlangen. Nigel ist nett. Gary nicht &#8211; ein schizophrener, gewaltbereiter, drogensüchtiger Dealer und Zuhälter. Nigel hilft Gary. Und Nigel verliebt sich in Garys Freundin, die schöne, ebefalls drogenabhängige Prostituierte Charlie. Er erreicht sein Ziel&#8230; Doch nun hat er zwei Probleme:  1. Gary sollte möglichst nichts erfahren. 2. Und Nigels Frau Sarah auch nicht.</p>
<p>Bereits in seinem preisgekrönten Debüt ‚Frisch’ bewies Mark McNay seine Fähigkeit, einer Story einen eigenen Sound zu verleihen. Dort war es das schottische Arbeitermilieu (und wer Mark McNay einmal live gehört hat, weiß, woher er diesen Ton hat), hier sind es Sprache und Leben von Halbwelt einerseits und Angestelltenmilieu andererseits. McNays neues Buch ist sprachlich noch differenzierter. Und Chris Hirte hat es wieder kongenial ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Mark McNay ist ein genauer Beobachter – von Sprache und von Menschen. Fasziniert hat mich, wie es ihm gelingt, mich als Leser dazu zu bringen, meine Antipathien und Sympathien im Verlauf der Lektüre neu zu verteilen. So offenbart Gary eine fast romantische Seite, während Nigel sich schlichtweg erbärmlich verhält. Dass McNay seine Figuren gegenläufig weiterentwickelt, ohne sie einfach zu demontieren und ohne die Balance des Romans zu zerstören, ist Beleg seines erzählerischen Könnens.</p>
<p>McNay spiegelt die Protagonisten in ihren unterschiedlichen Formen von Abhängigkeit ineinander. Man kann als Leser das Ganze distanziert beobachten oder auch empathisch, man kann die Lektüre aber auch als Warnung verstehen. Das ist das Beunruhigende daran.</p>
<p><em>Thomas Zirnbauer, Presseabteilung</em></p>
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