21 Fakten über Libba Bray, die ihr so noch nicht wusstet

1. Ich habe in Texas gelebt, bis ich 26 Jahre alt war, dann zog ich mit 600$ in meinen Schuhen (»Weil es Diebe nicht aus deinen Schuhe klauen werden, weißt du…« - Wer’s glaubt…) und einer Bowleschüssel (Geschenk von meiner Oma) unterm Arm nach New York. Letzten Endes benutzte ich die Verpackung der Bowleschüssel zwei Jahre lang als Beistelltisch.
 
2. Mein Vater war presbyterianischer Pfarrer. Ja, ich bin auch so eines der gefürchteten Pfarrerskinder. Also nehmt euch in Acht …
 
3. Meine allererste Geschichte schrieb ich in Mrs. McBee‘s Englischunterricht. Sie handelte von einem Mädchen, dessen Familie entführt und als Geiseln genommen wurden, von einem Haufen mörderischer Bankräuber, welche die Familie – inklusive dem Hund – töten wollten bis die 12-jährige Heldin ihre Pläne durchkreuzt und alle rettet. Die Geschichte enthielt farbige Bilder von sehr männlichen, bärtigen und rauchenden Kriminellen und vermutlich aufgrund der Tatsache, dass die Beatles diesem Titel bereits Glanz verliehen hatten, nannte ich meine Geschichte ›HELP‹. Meine Mutter hat immer noch eine Kopie davon. Immer wenn ich etwas tue, das ihr nicht gefällt, droht sie mir damit, diese Kopie herauszukramen.   
 
4. Mein Lieblingswort ist »redemption« (bedeutet so viel wie ›Erlösung, Wiedergutmachung‹).  Ich mag sowohl den Klang, als auch die Bedeutung. Mein unliebstes Wort ist »maybe« (zu Deutsch: Vielleicht). »Maybe«  ist fast immer ein Nein, welches sich gewissermaßen grausam in die Länge zieht.
 
5. Meine drei schlimmsten Angewohnheiten sind Überfressen, Selbstzweifel und der ständige Gebrauch des F- Wortes.
 
6. Die drei Dinge, die ich am meisten an mir schätze, sind mein Sinn für Humor, meine Fähigkeit zuzuhören und meine Vorstellungskraft.
 
7. Ich habe ein künstliches linkes Auge. Mein echtes Auge habe ich bei einem Autounfall verloren, als ich achtzehn war. Tatsächlich musste mein komplettes Gesicht wiederhergestellt werden, weil ich es ziemlich gut zerschmettert hatte. Dafür brauchte es sechs Jahre und dreizehn Operationen. Immerhin hatte ich das Vergnügen, einen künstlichen Augapfel zusammen mit einigen Eiswürfeln im Drink eines Freundes zu versenken (»Eyeball in your Highball?«) und ihn dabei zu beobachten, wie er total ausflippte. Okay, das geht vielleicht nicht auf mein Gutes-Karma-Konto. Aber es war sehr lustig.
 
8. In der 7. Klasse liefen meine drei besten Freunde und ich an Halloween als KISS verkleidet durch die Nachbarschaft. Oh Mann, wir waren solche Deppen.
 
9. Einmal verbrachte ich Silvester in einem Neoprenanzug. Ich war in einem schwarzen, etwas zu engen Kleid (zu viele Weihnachtsplätzchen) auf einer Party, und als ich mich hinsetzte, riss das Kleid am Rücken komplett auf. Es war, sagen wir mal, sehr demütigend. Das Problem war, dass meine Freunde gerade dabei waren, auszuziehen – alles war bereits auf einen Laster gepackt –, und es gab nichts, was ich hätte anziehen können … bis auf einen Taucheranzug, der immer noch an der Wand hing. Ich verbrachte den Rest der Party damit, mich durch die Menschenmenge hindurch zu manövrieren und mich wie ein Riesentintenfisch zu fühlen.
 
10. Ich habe in Florenz in Italien geheiratet. Mein Ehemann und ich waren sehr verliebt, aber leider auch total pleite, deshalb brannten wir durch und heirateten in Florenz, wo mein Mann gerade auf Geschäftsreise war. Wir mussten einen Kerl von der Straße kidnappen, damit wir einen Trauzeugen hatten. Es war unglaublich romantisch. Florenz ist immer noch eine meiner Lieblingsstädte weltweit.
 
11. Meine Lieblingsart zu Schreiben besteht darin meinen Laptop Lucille (ich gebe allen meinen Computern Namen) zu nehmen und mich in mein Lieblingscafé mit einer heiße Tasse O’Joe zu setzen, während ich den Musikklängen lausche, die von irgendeinem Barista ausgesucht werden.
 
12. Ich bin mütterlicherseits mit David Crockett* verwandt. Ernsthaft.
 
13. Ich wuchs mit dem Theater auf und verbrachte viel Zeit damit, Stücke zu schreiben. Ich stelle immer noch alles sehr bildlich vor, wenn ich schreibe.
 
14. Einige meiner immerwährenden Lieblingsfilme (was sich ändern kann, wenn ich an die anderen Filme denke, die ich ebenfalls liebe) sind ›Alles über Eva‹ (›All about Eve‹), ›Brazil‹, ›Blade Runner‹, ›This is Spinal Tap‹, ›Citizen Kane‹, ›Harold und Maude‹, ›Wer die Nachtigall stört‹(›To Kill A Mockingbird‹), ›Singin‘ in the Rain‹ und noch eine Millionen mehr, an die ich mich gerade nicht erinnern kann. Ich hab es nie durch ›Der Zauberer von Oz‹ geschafft, ohne zu heulen. Nicht einmal.
 
15. Meine Lieblingsbücher zu benennen, ist wie mein Lieblingskind zu benennen – unmöglich. Aber hier ist meine Auflistung von einigen Jugendbüchern, die ich bis heute, um 16.03 Uhr, liebe: ›Tithe – A Modern Fairy Tale‹ von Holly Black, ›Wer die Nachtigall stört‹ von Harper Lee, ›Der Fänger im Roggen‹ von J.D. Salinger, ›Der Herr der Fliegen‹ von William Golding, ›33 Snowfish‹ von Adam Rapp, ›Whale Talk‹ von Chris Crutcher, ›Blood and Chocolate‹ von Anette Curtis Klause, ›Die Glasglocke‹ von Sylvia Plath (nicht wirklich ein Jugendbuch, aber es erschütterte meine Welt, als ich es mit sechzehn las) - und ›Sprich‹ von Laurie Halse Anderson.
 
16. Ich liebe es, mich zu fürchten. Aber nicht dieses »Hey, ich glaube, ich rieche Rauch …«-Fürchten, sondern das unheimliche, paranoide, Was-ist-da-draußen-im-Dunkeln-Geistergeschichten-Fürchten. Es ist also keine Überraschung, dass ich das Mädchen war, das zu jeder Übernachtungsparty eingeladen wurde, weil man darauf zählen konnte, dass ich eine Geschichte erzählte, bei der sich alle zu Tode fürchteten.
 
17. Als Huldigung an ein Buch mit dem Titel ›Five Men Who Broke My Heart‹ (zu Deutsch: ›Fünf Männer, die mein Herz brachen‹) möchte ich ergänzen: Der erste Junge, der mir mein Herz brach (im Alter von sechs Jahren), wollte im Lesekreis nicht neben mir sitzen, weil ich mir einmal in die Hose gepinkelt hatte und er dachte, ich wäre ekelhaft. Verflucht sei meine kleine Blase! Der zweite Junge, der mein Herz brach (mit 16), war ein Drummer mit einer Band (der Anfang eines persönlichen Trends …). Er verließ mich wegen einem total coolen Mädchen, das ich nicht einmal hassen konnte. Der Dritte, der mir das Herz brach (zwischen 20 und 24), war ein strammer Adonis mit dem Hirn von Einstein. Wir hatten genau den gleichen Geburtstag, also gleiches Jahr, gleicher Tag und so. Als er einmal vergaß, mir zum Geburtstag zu gratulieren, wusste ich irgendwie, dass das der Anfang vom Ende war. Der vierte Junge, der mir mein Herz brach (mit 25), war auch ein Drummer. Ich musste mit den Drummern aufhören.
 
18. Ich gehöre zu den Leuten, die schreiben müssen. Wenn ich nicht schreibe, juckt es mich und ich werde depressiv und unleidlich. Also sind alle froh, wenn ich schreibe und aufhöre zu jammern.
 
19. Meine pennsylvanisch-holländische Ur-Ur-Ur-Großmutter war angeblich eine medial veranlagte Person, die die Toten sehen und mit ihnen sprechen konnte. Eine Art Hexe, schätze ich. Ihr Mann war Leichenbestatter und sie hatte diese Visionen von jemandem, der eine Schnur in einer bestimmten Länge brachte (Leute wurden damals so gemessen, um die Sarglänge und -breite zu ermitteln) und die Person in der Größe starb dann tatsächlich. Gruslig, aber faszinierend.
 
20. Wenn ich auf einer einsamen Insel stranden würde, wären die fünf unverzichtbaren CDs, die ich mitnehmen würde: ›London Calling‹ von The Clash, ›Quadrophenia‹ von The Who, Aretha Franklin’s Greatest Hits, ›To Venus and Back‹ von Tori Amos und Elvis Costello’s Greatest Hits.
 
21. Ich hasse Donuts. Schräg, aber wahr.
 
*In Deutschland gänzlich unbekannte Person. Googelt mal bei Wikipedia.
 
 
Lust, mehr über die Autorin zu erfahren? Hier geht's zur offiziellen Homepage: www.libbabray.com

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