9783423124461
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Der Autor als fragwürdiger Zeuge

»Ich zeichne (bewußt) seit meinem dritten Lebensjahr. Bewußt zu schreiben begann ich später, etwa mit vierzehn, dem Reimzwang erliegend ...

Beruflich ausgebildet wurde ich nur als Bildhauer und Grafiker, ich lernte Steinmetz und Steinbildhauer und arbeitete jeweils drei Jahre in der Kunstakademie Düsseldorf und in der Hochschule für Bildende Künste Berlin; als Schriftsteller blieb ich Autodidakt. Da ich nie unter meinem Doppelberuf gelitten habe, auch, trotz vieler Aufforderungen, nicht bereit gewesen bin, den einen oder anderen Beruf aufzugeben, zeichne und schreibe ich alternierend...«

Es sind hier nicht nur alle autobiographischen und werkstattbezogenen Essays und Reden aus den letzten vier Jahrzehnten versammelt. Günter Grass gibt darüber hinaus in Gedichten und Interviews Einblick in sein Leben und in sein künstlerisches und literarisches Schaffen.

Inhalt:

- Der Autor sagt zu seinem Gedicht

- Die Vorzüge der Windhühner

- Die Ballerina

- Der Inhalt als Widerstand

- Über das Schreiben von Gedichten

- Es lebe die Erzählung

- Wir schreiben in der Bundesrepublik

- Das Gelegenheitsgedicht oder Es ist immer noch, frei nach Picasso, verboten, mit dem Piloten zu sprechen

- Ohrenbeichte. Lieber armer Freund Schlieker

- Kleckerburg

- Auf losem Blatt

- Eine öffentliche Diskussion

- Fünfzig Feuersteine

- Die Wagner-Mentalität

- Nicht nur in eigener Sache

- Ein Tempus kann auch ein Stilmittel sein

- Unser Grundübel ist der Idealismus

- Die Zukunft der Stückeschreiber

- Zu >örtlich betäubt<

- Literatur und Politik

- Über das scheintote Theater. Rede darüber, ob Schauspielbühnen eigentlich noch lebendig und Dramaturgen notwendig sind

- Politisches Tagebuch. In Kreuzberg fehlt ein Minarett

- Also nochmal. Kurze Sätze zum Einprägen und Verlieren

- Mariazuehren

- Bilder können die Welt nicht verbessern

- Ein Alptraum weniger

- Rückblick auf die Blechtrommel – oder Der Autor als fragwürdiger Zeuge. Ein Versuch in eigener Sache

- Unverbesserlich undemokratisch

- Worüber ich schreibe

- Bin ich nun Schreiber oder Zeichner?

- Kein Schlußwort

- Otto Pankok

- Einsicht ist nicht immer gerade eine christliche Tugend gewesen

- Berlin – eine sich fortschreibende Fiktion

- Mir träumte, ich müßte Abschied nehmen

- Unter Hans Werner Richters Fuchtel

- Artur Knoff

- Hinsehen und Aufzeichnen

- Kein Kinderbuch

- Schreiben nach Auschwitz

- Die Wolke als Faust überm Wald. Ein Nachruf

- Brief aus Altdöbern

- Vom Überspringen der Grenzen

- Orientierungsmarken

- Blindstellen auf der Spur

- Begegnung in Paris

- Schwarzweiße Kinoträume

- Nach zwanzig Seiten waren alle Helden tot

- Der Autor und sein verdeckter Ermittler

- Die Disziplin wechseln, beim Gegenstand bleiben

- Nachdruck und Gegendruck

- Das konstante Gefühl, zufällig überlebt zu haben

- Eine Verführung für Nichtleser

- Berliner Appell

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Details

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dtv Literatur
352 Seiten, ISBN 978-3-423-12446-1
1. Oktober 1997
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