9783423419932
merken

»Und wir verrosten im Hafen«

Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918

Die Marine war der Stolz des Kaiserreichs. Doch im Ersten Weltkrieg kam sie kaum zum Einsatz. Ihre kostspielige Existenz war durch ihre Leistung nicht gerechtfertigt. Die Blockade-Strategie der Royal Navy verhinderte ein direktes Kräftemessen. Vor allem die Offiziere empfanden Frustration und Demütigung darüber, dass sie ihr Leben nicht für die Verteidigung des Vaterlandes opfern konnten.

Selbstmörderischer Plan

So entstand gegen Kriegsende der selbstmörderische Plan einer Entscheidungsschlacht mit der Royal Navy. Doch die Mannschaften sahen das anders. Sie verweigerten den Befehl. Der Matrosenaufstand in Kiel 1918 markierte den Beginn der Revolution in Deutschland. Nach dem Krieg wurde die Flotte im britischen Kriegshafen Scapa Flow interniert und versenkte sich im Juni 1919 selbst. Ihre Wracks sind heute noch ein beliebtes Taucherziel.

Nicolas Wolz lässt in »Und wir verrosten im Hafen« Zeitzeugen zu Wort kommen

Der Krieg zur See ist in Deutschland bisher wenig beachtet worden. Er wird in »Und wir verrosten im Hafen« vor allem aus der Sicht der Zeitgenossen geschildert, auf der Basis von Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen der Matrosen und Offiziere. Ein faszinierender Blick auf eine Zeit, deren Mentalität uns glücklicherweise total fremd geworden ist. Nicolas Wolz trägt mit diesem Buch erheblich zum Verständnis dieser Epoche und ihrer Folgen bis in das »Dritte Reich« bei.

18,99 € [D]
inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb DE, weitere Infos
in den Warenkorb in den Warenkorb

Details

EUR 18,99 € [A]
dtv Sachbuch
368 Seiten, ISBN 978-3-423-41993-2
1. Oktober 2013
zum Buch