Alan Prendergast

Der posthume Ruhm des eher unbekannten Autors John Williams


Im Jahr 1962 begann Joanne Greenberg sich für einen Autor namens John Williams zu interessieren. Damals passte die literarische Szene von Denver, oder was man dafür hielt, in einen einzigen Raum (und man versammelte sich gern und oft) – es war eine kleine Runde von Autoren und Kulturschaffenden, und wer dazu gehörte, lief sich bei Cocktail Partys, Lesungen, Autogrammrunden und ähnlichen Veranstaltungen immer wieder über den Weg.

Greenberg war damals dreißig Jahre alt. Sie hatte kurz zuvor ihren ersten Roman ›The King’s Persons‹ (›Knechte des Königs‹, Rowohlt 2001), veröffentlicht und schrieb an ihrem zweiten, ›I Never Promised You a Rose Garden‹ (›Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen‹, Rowohlt 2000), ein kommerzieller Erfolg und von der Kritik hochgelobt. Williams war zehn Jahre älter, Professor für Englische Literatur an der University of Denver, auf Partys stets lächelnd und weltgewandt – einen Drink in der einen Hand und eine Zigarette in der anderen.

»Williams?«, sagte jemand zu ihr, »der schreibt Western.«

Greenberg hatte bislang noch nie jemanden kennengelernt, der Western schrieb. Und Williams sah auch nicht aus wie jemand, der Western schrieb. Er war nicht sehr groß, gepflegt, hatte einen kurz geschnittenen Bart und »einen Gesichtsausdruck wie fünf Tage Regenwetter«, erinnert sie sich. Er trug stets weißes Hemd, Blazer und Krawattenschal – und mitunter einen roten Kummerbund. Wer, bitte, außer Spionen und Diplomaten trug einen roten Kummerbund?

Sein von Falten durchfurchtes Gesicht verriet Lebenserfahrung. Nach ein paar gemeinsamen Veranstaltungen war Greenberg klar, wie passioniert John Williams war – er nahm seine Arbeit und die Literatur im Allgemeinen sehr ernst. Als von ihm ein neuer Roman erschien, las sie ihn natürlich.

Es war ›Stoner‹. Greenberg begann mit der Lektüre auf einem Parkplatz, in ihrem Auto.

Es war kein Western, sondern die Geschichte eines eher unscheinbaren Universitätsprofessors, eines Lehrers, dessen Leben und berufliche Karriere von Enttäuschungen und Niederlagen gezeichnet sind. Nach den ersten paar Absätzen war Greenberg gefangen von dem Roman. »Ich saß da und konnte nicht mehr auf aufhören zu lesen.« (…) Greenberg dachte, genau so wollte sie selbst schreiben – in einer Sprache und einem Stil, die klar waren wie ein Gebirgsbach, ohne falschen Glanz und Zauber. Es war diese auf den ersten Blick mühelose Kunstfertigkeit, in der enorme Kraft, unendliche Disziplin und Hingabe stecken. »Er schrieb ohne ein falsches Wort«, sagte sie. »Ohne Ego, aber überhaupt nicht unpersönlich.«

Bei ihrem nächsten Treffen schwärmte Greenberg von ›Stoner‹. »Ein großartiger Roman«, sagte sie. »Das finde ich auch«, antwortete Williams und begann dann mit der ihm eigenen Bescheidenheit von anderen Dingen zu reden.

Williams veröffentlichte in einem Zeitraum von zwölf Jahren drei literarische Meisterwerke, die alle fälschlicherweise als »historische Romane« bezeichnet wurden, untereinander aber kaum verschiedener sein könnten. Alle drei verkauften sich schlecht und waren bald nicht mehr verfügbar – obgleich der letzte, ›Augustus‹ den National Book Award erhielt, übrigens als einziges Werk eines Autors aus Colorado.

Manch einer verwechselt John Williams mit dem afro-amerikanischen Autor John A. Williams oder sogar mit dem Komponisten der Filmmusik von ›Star Wars‹. Doch alle paar Jahre entdeckt ein aufmerksamer und einflussreicher Kritiker den Autor John Williams aus Denver wieder und durchlebt die gleiche Schockerfahrung wie Greenberg in ihrem Auto, damals 1965.

»John ist fast dafür berühmt, dass er nicht berühmt ist«, klagte Williams’ Mentor Dan Wakefield im Jahr 1986. »Er ist ein Hemingway ohne Gepolter, ein Fitzgerald ohne Firlefanz, ein Faulkner ohne Pomp.«

Für Morris Dickstein war ›Stoner‹ 2007 in der New York Times »etwas Selteneres als nur ein großartiger Roman – ein vollkommener Roman, so pointiert erzählt, so wunderbar geschrieben, dass einem die Luft wegbleibt«. Andere wieder waren besonders von ›Butcher´s Crossing‹ begeistert – für sie der beste Western der Literaturgeschichte und der erste wirkliche Anti-Western – wieder andere erlagen der Faszination von ›Augustus‹, diesem ungewöhnlichen Stück Zeit- und Menschengeschichte aus der römischen Kaiserzeit.

Sechzehn Jahre nachdem John Williams im Alter von einundsiebzig Jahren an einem Lungenemphysem starb, ist er im amerikanischen Universitätsbetrieb zu einer Kultfigur geworden; ganze Studentengenerationen, die er selbst in Creative Writing unterrichtet hat, lehren mittlerweile ihrerseits und haben dafür gesorgt, dass sein Name bekannt wird. (…)

Doch blieb der Mann hinter dem Werk stets ein Rätsel. Williams sprach nicht gern über sich selbst. Selbst Menschen, die sich als enge Freunde bezeichnet hätten, hörten kaum etwas über seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, eine Erfahrung, die ihn noch jahrelang verfolgte, und ebenso wenig über private Umbrüche (Williams war vier Mal verheiratet). Er klagte nicht übers Schreiben, hasste es, wenn jemand sich erkundigte, woher Schriftsteller ihre Ideen beziehen und äußerte sich nur selten zu seinem letzten und unvollendeten Romanprojekt über Kunst und Krieg.

»Er hatte eine private Seite, die er für sich behielt«, erinnert sich Robert Richardson, der über Thoreau eine hochgelobte Biographie verfasste und fast drei Jahrzehnte lang Williams’ Kollege an der University of Denver war. »Das tat seiner Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft keinen Abbruch. Und er erging sich nicht in Selbstmitleid, selbst als er ein Sauerstoffgerät mit sich herumtragen musste. Er war mit sich selbst im Reinen und zufrieden mit seinem Platz in der Welt.«

Natürlich hinterlässt ein Autor von Williams’ Format in Denver seine Spuren. Anders als die Romanfigur Stoner erinnern sich Kollegen, Studenten und Freunde noch sehr lebhaft an ihn und rühmen sein Verdienst, das Creative Writing-Programm an der Universität begründet und zu einem der landesweit besten entwickelt zu haben. Sie erinnern sich an ihn als einen reizbaren, trinkfesten und besessenen Künstler, als jemanden, der sich nur wenig um öffentliche Erwartungen scherte und dem eigene Standards wichtiger waren. Er beherrschte das schriftstellerische Handwerk und hinterließ persönliche Korrespondenz, Aufzeichnungen und Entwürfe, die alle liebevoll in der Universitätsbibliothek gesammelt und katalogisiert sind – wenn auch nicht in jener Uni, an der er dreißig Jahre lang lehrte.

Diese Erinnerungen und Dokumente erzählen ihre eigene Geschichte, ganz im Stile von John Williams – hart, unerwartet und ohne jedes Bedauern.

»Er war geradeheraus«, sagt Nancy Williams, seine vierte und letzte Ehefrau, die fünfunddreißig Jahre lang an seiner Seite war. »Er hasste jede Form von Sentimentalität oder Schönfärberei. Für ihn war Schreiben ein Beruf. Wenn er nicht Schriftsteller geworden wäre, sagte er gern, dann vielleicht Klempner.« Aber was für ein Klempner.

Williams schloss sein Studium an der University of Missouri 1954 mit einer Promotion ab. Seine Dissertation über den elisabethanischen Dichter und Dramatiker Fulke Greville kam beim Publikum besser an als sein zweiter Roman über amerikanische Bohemiens in Mexiko; den lehnten zweiundzwanzig Verlage mit der Begründung ab, er sei zu langatmig und hochtrabend.

Dr. Williams kehrte nach Colorado zurück und trat die einzige Stelle an, die man ihm angeboten hatte. Swallow hatte an der University of Denver seine Lehrtätigkeit aufgegeben, um sich ganz seinem Verlag zu widmen, und Williams wurde sein Nachfolger als Leiter des Creative-Writing-Programms.

Damals war die University of Denver eine kleine, abgelegene drittklassige Universität mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln. Williams unterrichtete unzählige Kurse und war eine dritte Ehe eingegangen, die immerhin bis in die sechziger Jahre bestand und aus der drei Kinder hervorgingen – da blieb ihm nur wenig Zeit zum Schreiben. Doch war er, genau wie Swallow, entschlossen, die Abgelegenheit vom Verlagsestablishment an der fernen Ostküste zu seinem Vorteil zu nutzen. (…)

Die Fakultät für Englische Literatur wurde in diesen Jahren doppelt so groß, und auch danach wuchs sie noch weiter. (…) Williams stellte hohe Anforderungen an seine Studenten. Für einige von ihnen war seine Kritik zu schroff und zu negativ, wenn eine Arbeit nicht seinen Qualitätsvorstellungen entsprach. Modische Trends in der Literatur oder Literaturkritik interessierten ihn nicht, der administrative Teil seiner Arbeit ebenfalls nicht. Doch viele fanden in ihm einen geduldigen Zuhörer, einen großzügigen Freund und einen brillanten und treffsicheren Kritiker – er war ganz sicher kein Durchschnittprofessor.

»Es war nicht einfach mit ihm«, sagt Phil Doc, der 1968 begann bei Williams zu studieren und später ein guter Freund wurde; oft besuchte er Williams in dem weitläufigen Garten hinter dem Haus des Professors an der South Madison Street, um dort zu arbeiten. »Er bewunderte Willa Cather und Autoren, die nicht zum Mainstream gehörten, Leute, die aus bescheidenen Verhältnissen stammten, aber großes literarisches Talent besaßen. Für ihn war Bildung etwas Privates. Er öffnete einem Türen, alles andere blieb einem selbst überlassen. (…)«

Ein Workshop unter Williams’ Leitung war keine der heute üblichen Gruppentherapien, und es war für niemanden eine Übung in Erniedrigung. »Mitunter befand er, eine Geschichte sei ›noch nicht fertig‹, eine Story, die im Kopf des Autors stecke und nur noch geschrieben werden müsse«, sagt Joe Nigg, der die Universität in den siebziger Jahren besuchte. »Er wurde nie persönlich, blieb immer sachlich.«

»Er redete eine Stunde lang und nahm eine Geschichte ganz freundlich auseinander«, fügt ein anderer hinzu. »Keiner sprach ein Wort. Am Ende fragte er, ob noch jemand etwas hinzufügen wolle, aber es war alles gesagt. Es war unglaublich.«

Joanne Greenberg hielt so große Stücke auf Williams, dass sie ihn bat, einige ihrer Werke kritisch zu lesen, während sie noch daran schrieb – sehr selten für einen arrivierten Autor, und eine Entscheidung, die sie nie bereut hat. »Er war durch und durch Lehrer«, sagt sie. »Ego und Eitelkeit hatten da keinen Platz. Er kritisierte immer das Werk, um das es ging, das stand im Zentrum. Nach jedem Gespräch mit ihm fühlte ich mich inspiriert.«

Williams verwöhnte seine Studenten nicht, doch wenn jemand vielversprechendes Talent zeigte, nahm er sich dieser Person besonders an, so auch im Fall von Michelle Latiolais, Schriftstellerin und Professorin für Englisch an der University of California in Irvine. (…) Sie bestätigt, dass manche Studenten sich von Williams eingeschüchtert fühlten. Doch andere hatten kein Problem damit, in seinem Büro vorbeizuschauen, sich durch Berge von Papier und Büchern einen Weg zu bahnen und ein paar Schluck von dem Whiskey zu nehmen, den Williams für besondere Gelegenheiten in seiner Schreibtischschublade versteckt hielt. Seinen Studenten versuchte er nahezubringen, was bei ihrer Arbeit auf dem Spiel stand. »John deutete aus dem Fenster auf die ›reale Welt‹ und sagte dann, das da draußen sei was für Amateure, das wahre Leben spiele sich auf dem Papier ab und entstehe aus Kunstverstand und Handwerk. Er verlangte viel, aber er war niemals bösartig, niemals. Was wir da machten, war einfach eine sehr ernsthafte Angelegenheit.« (…)

Williams sprach nur selten über das, woran er gerade arbeitete. Ein Roman, der ganz anders als ›Stoner‹ und ›Butcher’s Crossing‹ war, ist ›Augustus‹; ein Buch abermals über die conditio humana, verdichtet in einem entscheidenden Moment der Geschichte des Altertums. Die Literatur, allen voran Shakespeare, hatte sich dieses Themas bereits vielfach angenommen – die Ermordung Cäsars und der Aufstieg zur Macht seines Großneffen Octavius, inmitten von Intrigen um Kleopatra, Brutus, Cicero, Marcus Antonius und anderen.

Williams hatte nicht die Absicht ein Epos im Stile Cecil B. De-Milles zu schaffen oder Robert Graves nachzueifern. Ihm lag daran, eben keine »moderne« Interpretation des Alten Rom zu liefern. (»Bloß kein Henry Kissinger in einer Toga«, lautet eine Notiz.) Aber ihn begeisterte die Herausforderung mit bruchstückhaften historischen Dokumenten und Überlieferungen zu arbeiten, um zwar fiktiv aber plausibel nachzuerzählen, wie Octavius zu Kaiser Augustus wurde und dabei Freundschaften und jugendliche Ideale opferte – am Ende selbst die eigene Tochter, die er wegen Ehebruchs ins Exil schickte.

Auf Empfehlung von Irving Howe erhielt Williams ein Rockefeller- Stipendium, das es ihm ermöglichte nach Italien zu reisen, um all die Orte des Geschehens zu besuchen. Und er beschäftigte sich ausgiebig mit den historischen Quellen.

Er schrieb stets langsam und sehr bedächtig, von Hand oder auf seiner Remington; sein Arbeitszimmer lag oben im Haus. »Normalerweise begann er am frühen Morgen mit dem Schreiben, nahm seinen Kaffee mit hinauf und arbeitete dann drei Stunden, « erinnert sich Nancy Williams. »Wenn er am Tag eine Seite schaffte, war es gut gelaufen, zwei oder drei waren ein Triumph. Das geschah nicht sehr oft. Dann kam er nach unten, aß zu Mittag, und zog sich abends erneut für zwei, drei Stunden zurück, um die Arbeit für den nächsten Tag vorzubereiten.«

Der Roman ›Augustus‹ besteht aus Briefen und Tagebucheinträgen von Günstlingen und Spionen, von Cicero, Marcus Antonius und Julia, der Tochter des Kaisers, und am Ende von Octavius Cäsar, Kaiser Augustus, selbst. Die unterschiedlichen Figuren und Perspektiven fügen sich zu einer überwältigenden, vielstimmigen Meditation über die Flüchtigkeit von Macht und die Unbeständigkeit von politischen Systemen. Kein Kissinger in einer Toga; in seiner Tragik erinnert der Roman eher an ›Der Pate‹ in den Jahren um Christi Geburt. Kaiserreiche mögen nicht überdauern, die Geschichten, die zu ihnen gehören, jedoch schon.

Mit ›Augustus‹ belebte Williams die Gattung des Briefromans, und er fand mit dem Werk endlich auch Beachtung beim literarischen Establishment. 1973 erhielt Williams dafür den National Book Award, auch wenn er den Gewinn von eintausend Dollar mit einem anderen Sieger, John Barth für seinen Roman ›Chimera‹, teilen musste. Manche waren der Meinung, dass der Preis wiedergutmachen sollte, dass man ›Stoner‹ sieben Jahre zuvor nicht beachtet hatte; doch die Verleihung an zwei Autoren zeigt auch einen aufkommenden Gegensatz im literarischen Geschmack jener Zeit – das Experimentelle gegenüber der traditionellen Form.

Williams nahm den Preis freundlich entgegen und ließ verlauten, dass es ihm gleichgültig sei, ob er eintausend oder einhunderttausend Leser habe. Er hatte niemals damit gerechnet, mit dem Schreiben reich zu werden und nahm Honorare, mochten sie auch noch so bescheiden sein, entgegen wie unerwartete Geldgeschenke, die man sofort unter die Leute bringen musste. Ihm war bewusst, das seine Vielseitigkeit es ihm unmöglich machte, als »verlässlicher Autor« eingestuft zu werden, wie es Greenberg einmal formulierte – jemand, der wie Stephen King den Lesern zuverlässig gleichartige Produkte lieferte – und damit konnte aus ihm als Autor niemals ein »Markenname« werden. (…)

In den späten siebziger Jahren wurde bei Williams eine Lungeninsuffizienz diagnostiziert. Er tauchte in der Universität mit einem Sauerstoffgerät auf und bestand darauf, dass seine Lehrtätigkeit unbeeinträchtigt blieb. Hin und wieder nahm er einen Zug aus der Zigarette, dann einen aus dem Gerät und setzte den Unterricht fort. (…)

1985 beendete Williams sein Arbeitsleben. Er zog mit seiner Frau Nancy nach Key West, wo auch befreundete Autoren wie Richard Wilbur und James Merrill lebten, doch genügte das Krankenhaus dort nicht den Anforderungen. Und so zogen sie weiter nach Fayetteville. (…)

Nachdem er nach Fayetteville gezogen war, legte die University of Arkansas Press seine drei Romane neu auf, und die Bibliothek der Universität erwarb seine Manuskripte und anderen Schriften. Williams gab noch ein Schreibseminar, um Freunden damit einen Gefallen zu erweisen, doch ging das bereits fast über seine Kräfte; einmal musste er Greenberg bitten, das Seminar für eine Woche zu übernehmen. »Und was fand ich vor? Studenten, die ihn verehrten«, erinnert sie sich. »Sie kamen von überall im Land, und als ich sie fragte, was sie in Fayetteville wollten, sagten sie nur ›John‹.« (…)

John Williams starb am 3. März 1994 an Atemversagen.

Viele Jahre zuvor hatte er eigentlich ein Zitat von Ortega y Gasset als Motto für ›Stoner‹ verwenden wollen: »Ein Held ist jemand, der er selbst sein will.« Er begriff nur zu gut, dass Menschen sich aufmachen, um die Welt zu verändern und stattdessen von der Welt verändert – und mitunter von ihr zermalmt – werden.

Doch ein Mensch, der wie Stoner seiner Arbeit nachgeht wie einer Berufung, hatte in Williams’ Augen die besten Chancen – nicht zu überleben, das gelingt keinem, sondern – er selbst zu werden.

Und das war für ihn das einzige, was im Leben wirklich zählte.


Alan Prendergast (geb. 1937) schreibt seit 1995 für Westword, ein unabhängiges Wochenmagazin in Denver, und unterrichtet Journalismus am Colorado College. Darüber hinaus verfasst er Beiträge für Rolling Stone, Outside, Los Angeles Times Magazine und Men’s Journal.

Alan Prendergast in ›CO Westword News‹ (4. November 2010);
Übersetzung: Sylvia Spatz
© 2010 by Denver Westword LLC

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