Portrait des Autors Christa Bernuth

Christa Bernuth

Christa Bernuth arbeitete nach dem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München viele Jahre als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine. Ihre Kriminalromane wurden in mehrere Sprachen übersetzt und drei davon verfilmt. Christa Bernuth lebt mit ihrem Mann in München.

Reihenspecial

Special
Christa Bernuth: Thrillerreihe mit Lukas Salfeld
Mehr über die packende Reihe mit dem sicherlich ungewöhnlichsten Ermittler-Team des Thrillergenres: Lukas Salfeld und Sina Rastegar - Triebtäter und Polizistin.

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Buchtrailer: Christa Bernuth "Das Falsche in mir"

Christa Bernuth, Das Falsche in mir, Thriller

Interview

Christa Bernuth über ihr Schreiben, ihren neuen Thriller und Angst

Christa Bernuth: ›Das Falsche in mir‹

»Ich will diesem Mädchen nichts tun.«
Eine dunkle Vergangenheit,
eine Begierde, die er jahrelang unterdrückt hat,
ein Mord, den er begangen hat?

Im Interview verrät Christa Bernuth, was ihren Thriller ›Das Falsche in mir‹ so besonders macht, welchen Reiz das Abgründige haben kann und was »Angst haben« für sie bedeutet.


Das Besondere an Ihrem Thriller ist, dass der Leser es mit einem Kriminellen wider Willen zu tun hat. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Vielleicht gibt es zwei Arten von Kriminellen. Viele Verbrecher werden straffällig, weil die Umstände das begünstigen. Wären die Bedingungen besser, kämen sie vielleicht niemals in Versuchung.

Lukas Salfeld, die Hauptfigur von ›Das Falsche in mir‹, ist ein ganz anderer Fall, eine genetische Zeitbombe. Seine destruktive Energie, die sich auf junge Mädchen richtet, ist Teil seines Charakters – einen Teil, den er hasst.

Er kann trotzdem nichts dagegen tun, nur mit schier übermenschlicher Kraft versuchen, sich zu beherrschen. Seine persönliche Tragödie besteht darin, das er seinen Gefühlen nicht vertrauen kann – nicht vertrauen darf.

Diese besondere psychische Konstellation hat mich fasziniert: Vielleicht hat jeder von uns etwas »Falsches« in sich, das er oder sie nur mühsam zähmen kann. Einen Panther im Käfig, dessen Gitterstäbe brüchig sind. Ich habe diese Idee ins Monströse vergrößert: Was wäre, wenn ich kranke Bedürfnisse mit massivem Gewaltpotenzial hätte? Könnte mein Wille wirklich Einfluss nehmen?

Lukas Salfeld weiß nicht, ob er einen Mord begangen hat. Er kann sich an den Tatzeitpunkt nicht erinnern. Um Sicherheit zu bekommen beginnt er, selbst zu ermitteln und muss dabei befürchten, sich selbst zu überführen… Bei der Lektüre Ihres Thrillers ist der Leser gleichermaßen gefesselt und fasziniert wie schockiert. Was ist Ihrer Meinung nach sein Geheimnis?

Die Unausweichlichkeit einer tödlichen und zutiefst geächteten Begierde – und alles, was sich daraus mit fataler Zwangsläufigkeit ergibt. Lukas Salfeld ist ein Antiheld, man entwickelt Sympathien für ihn, weil seine Qual deutlich wird, und ist gleichzeitig entsetzt von seinem Innenleben, das ihn für Unschuldige so gefährlich macht. In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Roman: Wer ist Lukas Salfeld wirklich? Darf man ihn mögen, sogar Mitleid mit ihm haben oder muss man ihn hassen?

Wie versetzt sich eine Frau, die für eine glamouröse Frauenzeitschrift arbeitet, in die Gedankenwelt eines Triebtäters?

Mich fasziniert das Abgründige – in der Kunst, in der Mode, in der Musik, in der Literatur. Die zweite oder dritte Ebene hinter oder unter dem, was offensichtlich ist. Auch Glamour kann eine gefährliche Seite haben, vergleichbar vielleicht mit dem schwarzen, spitzenbesetzten, halbtransparenten Abendkleid einer Femme fatale mit dunklen Geheimnissen. Und genau dann finde ich ihn am interessantesten.

Schreiben Sie in einer besonderen Umgebung oder Atmosphäre?

Nein, ich kann mich auch an einem hellen, sonnigen Tag ganz woanders hin versetzen.

Erschrecken Sie dann und wann selbst über das, was Sie geschrieben haben?

Ehrlich gesagt: Ja, aber es wird mich wahrscheinlich nicht davon abhalten, es weiter zu tun.

Verfolgen Sie Ihre eigenen Gedanken, die Sie beim Schreiben entwickeln manchmal, z.B. wenn Sie im Dunkeln alleine nach Hause gehen, spät abends alleine bei einer Haltestelle warten müssen?

Ich bin eher der Typ, der nachts ungern allein zu Hause ist. In solchen Situationen meide ich Spiegel, denn ich könnte hinter mir etwas sehen, das ich mir nicht vorstellen mag.

Was bedeutet »Angst haben« für Sie?

Das bedeutet, ich habe keine Angst. Die Angst hat mich.

Dürfen wir uns schon über einen Folgeband von »Das Falsche in mir« freuen?

Ja, die Geschichte wird weitergehen. Die Gefahr ist nicht gebannt.

Das Interview führte Marianne Bohl, dtv-Redaktion

Bücher des Autors

3 Titel
Ansicht
Christa Bernuth

Die Nacht in dir

Der zweite Band mit dem ungewöhnlichen Ermittler-Team Lukas Salfeld und Sina Rastegar: Täter und Polizistin.
Erhältlich als: Premium, E-Book
Premium
x 16,90 €

Christa Bernuth

Das Falsche in mir

Eine Bluttat, für die er längst gebüßt hat. Eine Begierde, die er jahrelang unterdrückt hat. Eine Nacht, die ihm zum Verhängnis wird.

Erhältlich als: Taschenbuch, E-Book
Taschenbuch
x 9,95 €

Christa Bernuth

Wer schuld war

»Der Hass. Der kommt immer, wenn die Liebe sich verzogen hat und nicht ersetzt werden kann. Dann ist da ein Loch und das füllt der Hass.«

Erhältlich als: Premium, E-Book
Premium
x 14,90 €

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