Portrait des Autors Denis Thériault

Denis Thériault

Denis Thériault wurde 1959 in Sept-Îles an der Nordküste des St.-Lawrence-Golfes geboren. Er studierte Psychologie in Ottawa und arbeitete als Schauspieler, Conférencier und Regisseur am Theater, bevor er erfolgreich als Drehbuchautor tätig wurde und Romane zu schreiben begann. Für seine Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet. Denis Thériault lebt in Montreal.

Interview

Denis Thériault

Sie haben als Schauspieler, Theaterregisseur und Conférencier gearbeitet, bevor Sie als Drehbuchautor und Schriftsteller tätig wurden. Fehlt Ihnen manchmal die Bühne, die unmittelbare Reaktion des Publikums?

Ja, manchmal fehlt mir der unmittelbare, sinnliche und emotionale Kontakt mit einem Publikum. Wenn man einen Roman schreibt, dann ist man in gewisser Weise sehr allein. Man ist sein eigenes und einziges Publikum und hat nur sich selbst zur Gesellschaft (was nicht immer der beste Umgang für einen ist – und auch nicht der nachsichtigste).
Meine Leser treffe ich nur selten. Wenn das geschieht, dann findet die Begegnung in einem Literaturhaus oder auf einer Buchmesse statt – das Schreiben des Buches, die Veröffentlichung, die Kommentare und Rezensionen liegen dann schon eine Weile zurück, oft sogar Jahre. Wenn dann dieses späte Feedback kommt, ist schon eine Distanz zwischen meinen Büchern und mir selbst entstanden. Es ist dann für mich nicht ganz leicht, mich mit dem Enthusiasmus eines Lesers zu identifizieren, der gerade einen meiner Romane beendet hat und für den alles frisch und neu ist. In den meisten Fällen arbeite ich schon seit Monaten, wenn nicht Jahren an einem anderen Manuskript, einer anderen Geschichte. Also: Ja, manchmal vermisse ich diese verführerische, kraftvolle Berauschung der Bühne, der Live-Show. Das Theater war die erste künstlerische Leidenschaft meines Lebens. Als habe ich kleine Stücke geschrieben und meine Freunde verpflichtet, sie mit mir im Klassenzimmer aufzuführen. Später wurde ich Schauspieler, Regisseur, Theaterautor. Und dann merkte ich, dass das, was ich am liebsten tat, schlicht und einfach war: zu schreiben, Geschichten zu erfinden, die andere irgendwann einmal lesen oder auf einer Theaterbühne oder im Fernsehen spielen würde. Theater und das Bühnenleben waren eine Passion meiner Jugend, und ich habe dadurch viel gelernt. Es ist wie mit einer Frau, die man einmal leidenschaftlich geliebt hat, die aber jetzt ein Teil der Vergangenheit ist. Jetzt habe ich eine andere Muse, die Literatur, zu der ich eine sehr erfüllte Beziehung habe. Selbst wenn sie manchmal den einzelgängerischen Aspekt meines Wesens betont.

In ›Das Lächeln des Leguans‹ spielt das Meer eine wichtige Rolle. Sie selbst sind am Meer aufgewachsen, welche Bedeutung hat es für Sie?

Ich bin an der Nordküste des St.-Lawrence-Golfes aufgewachsen. Dort sagt man: Ich habe Salzwasser in den Adern. Jetzt lebe ich in Montreal, aber ich verspüre das unwiderstehliche Bedürfnis, häufig am Meer zu sein. Ich muss wenigstens einmal im Jahr, im Sommer, dorthin, entweder an die Nordküste oder an die Strände von Neuengland. Cape Cod ist eines meiner liebsten Sommerreiseziele.
Ich brauche das Meer. Ich mag seine ständige Veränderung. Es ist lebendig und jeden Tag anders. Ich mag es, wenn die See ruhig ist und ihr Blau mit dem des Himmels verschmilzt; ich glaube, es gibt keinen besseren Anreiz für die Vorstellungskraft. Oder nachts, unter einem Sternenhimmel, wenn der Mond sich auf ihrer Oberfläche spiegelt und eine seltsame Milch hineingießt. Ich mag es, wenn die See tobt, zur Zeit der großen Gezeiten; ich liebe es, dann in einer Sturmnacht an den Strand zu gehen und mich in der Dunkelheit, im Heulen des Windes dem Meer zu nähern, bis der Aufprall der Wellen den Boden unter meinen Füßen erbeben lässt.
Wenn ich am Meer bin, ist mein erster Impuls nach dem Aufwachen, rauszugehen und zu sehen, wie das Meer gestimmt ist. Das beeinflusst meine eigene Stimmung maßgeblich.
Genau diese intime Verbindung mit dem Ozean wollte ich in den Charakter von Luc Bezeau einfließen lassen.

Wie schon in ›Siebzehn Silben Ewigkeit‹ spielen auch in ›Das Lächeln des Leguans‹ Träume eine sehr wichtige Rolle. Welche Bedeutung haben Träume für Sie?

Das Meer und die Träume: Es ist kein Zufall, dass diese beiden Motive in meinem Roman zu finden sind. Auf der symbolischen, archetypischen Ebene sind beide eng miteinander verbunden. Der Traum ist für mein Schreiben von großer Bedeutung. Meine Figuren sind häufig Träumer. Keine passiven Personen, sondern Träumer, die wach und aktiv sind, die an ihren Träumen Anteil nehmen und nicht zögern, ihnen gemäß zu handeln. Dass meine Figuren so sind, rührt mit Sicherheit daher, dass ich selbst ein überzeugter Träumer bin. Über Jahre hinweg habe ich ein Traumtagebuch geführt: Sobald ich nach einem besonders packenden Traum aufwachte, beeilte ich mich, ihn zu notieren, bevor er sich auflöste und in meiner Erinnerung verblasste.

Meine Träume sind definitiv eine wichtige Quelle der Inspiration für mich. Das konkreteste Beispiel dafür ist ›Das Lächeln des Leguans‹. Die Idee zu diesem Buch kam mir in einem Traum, den ich vor langer Zeit hatte – im Jahr 1987. Ich erinnere mich an das Jahr wegen meines Traumtagebuchs, das ich zu dieser Zeit führte. Es war ein bizarrer, beunruhigender Traum: Ich ertrank im Meer. Langsam und friedlich sank ich in die Tiefen des Ozeans hinab, während Myriaden winziger Fische von mir kosteten, sie labten sich an meinem Fleisch wie kleine, liebenswerte Piranhas. Jeder, der das Buch gelesen hat, wird die Umsetzung dieses Traums in einem der zentralen Kapitel des Romans erkennen. 1987 notierte ich diesen Traum in meinem Tagebuch und vergaß ihn dann für lange Zeit. Ende der neunziger Jahre, als ich plante, einen Roman zu schreiben, der an der Nordküste des St. Lawrence spielen sollte, las ich einige Passagen aus meinem alten Traumtagebuch und blieb daran hängen. Es schien mir etwas Wesentliches zu sein. Ich wusste mit Sicherheit, dass ich diesen Traum brauchte, dass er das Herz meiner Geschichte werden würde. So ist Luc Bezeau entstanden: In diesem Traum wird sein Schicksal beschrieben. Dieser Traum bildet eigentlich das Grundmuster des Romans. Das ganze Buch ist durchzogen von einer traumartigen Atmosphäre, und eine seiner wichtigsten Fragen ist es, ob Träume gefährlich sein können. Gibt es Träume, die für uns oder andere gefährliche Folgen haben können? Worin besteht die wirkliche Macht von Träumen? Ich persönlich glaube, dass diese Macht immens sein kann. Die Geschichte der Menschheit beweist, dass gewisse Träume desaströse Folgen haben, wenn jemand versucht, sie in die Wirklichkeit zu übertragen. Man braucht nur an manche Kriege zu denken, die im Namen von Träumen und extremer Ideale begonnen wurden und schreckliche Folgen hatten. Andererseits haben manche Träume einige der brillantesten wissenschaftlichen Entdeckungen und großartige künstlerische Werke befördert. Träume sind ein Spiegel des Unbewussten der menschlichen Psyche. Ein Traum ist, was der Träumer ist und was er daraus macht. Beeinflussen Träume uns? Sind sie mächtig? Ja, mit Sicherheit. Können sie gefährlich sein? Natürlich. Aber sie können auch schön und nützlich sein. Ich halte Träumen für etwas Großartiges. Ich träume gern und erschaffe sogar Albträume. Es gibt eine alte Weisheit: Gib acht, wovon du träumst, es könnte Wirklichkeit werden. Ich glaube, dass das wahr ist, im Guten wie im Schlechten.

Ein weiteres Thema in Ihren Büchern ist der Tod, der selbst gewählte ebenso wie der unfreiwillige. Dabei ist der Tod nicht notwendigerweise das Ende, sondern kann auch ein Anfang sein.

Tod und Selbstmord sind Themen, die mein Schaffen durchziehen. Ich hatte einen etwas jüngeren Bruder, der Selbstmord beging, als er 20 Jahre alt war, und es ist diese Art von grausamer Erfahrung, deren Folgen einen den Rest des Lebens begleiten. Ist der Tod das Ende oder markiert er den Beginn von etwas Neuem? Sterben wir, und dann war’s das? Oder begeben wir uns auf eine andere Stufe des Seins? Schaltet sich der Fernseher einfach aus: Sendeschluss? Oder überlebt der Geist und wird in anderer Form wiedergeboren? Diese Frage haben die weisesten und klügsten Köpfe seit Jahrtausenden vergeblich zu beantworten versucht. Der Tod bleibt das letzte Mysterium, das der Wissenschaft und der Philosophie die Stirn bietet; er ist die höchste einleitende Passage. Nichts ist demokratischer: Nur vor dem Tod sind wir alle gleich. Der einzige Weg, wirklich zu erkennen, was der Tod ist, besteht darin, ihn selbst zu erfahren. Es ist die letzte spirituelle Erfahrung. Ich gebe zu, dass ich neugierig bin … aber doch wiederum nicht allzu ungeduldig.
Der Tod nimmt in meinen Romanen eine sehr konkrete Gestalt an – die einer wiederkehrenden Figur, die das erste Mal in ›Das Lächeln des Leguans‹ auftaucht, dann in ›Siebzehn Silben Ewigkeit‹ leise zurückkehrt und in meinem neuen Roman ›The girl that wasn’t‹ erneut auftauchen wird. In all meinen Romanen erscheint dieses seltsame Wesen auf die eine oder andere Weise, wenn der Tod einer Figur bevorsteht. Ich überlasse es dem aufmerksamen Leser, zu erraten, wer oder was es ist.

Sie haben eine sehr poetische, bildreiche Sprache – wovon lassen Sie sich inspirieren?

Von der Natur. Der ganzen Palette menschlicher Gefühle. Komischen oder dramatischen Situationen. Aber besonders vom unbewussten Teil der Psyche, der Galerie der Prototypen, die unter der Oberfläche brodeln. Seltsames, Ungewohntes und Groteskes zieht mich an. Ich verlasse gern die ausgetretenen Pfade und erkunde die inneren Dschungel. Vor allem bizarre Auswüchse der Seele und des Denkens interessieren mich. Ich sehe mich gern als eine Art Höhlenforscher der unterbewussten Tiefen der menschlichen Psyche.
Ich mag Poesie, Musik und gut geschriebene Literatur. Und ich mag es, überrascht und in Erstaunen versetzt zu werden. Wenn ich lese, dann langweile ich mich allzu oft. Also versuche ich, diesen Fehler zu vermeiden, wenn ich schreibe. Ich versuche, die Geschichten zu erzählen, die ich selbst gern lesen würde, die mich begeistern würden.
Ich messe der Konstruktion einer Geschichte, ihrer Struktur und ihrem Rhythmus große Bedeutung zu. Meine Romane lehnen sich in ihrem Aufbau an die klassischen Strukturen des Films an – das ist eines der Dinge, die ich während des Drehbuchschreibens gelernt habe. Und ich versuche, lyrisch, musikalisch zu schreiben und die unterschiedlichen Tonalitäten zu kombinieren. Ich versuche, Humor und Drama zu verbinden, Sinne und Intellekt zu verknüpfen, etwas Poesie hinzuzufügen und, wenn möglich, Gefühl. Ich versuche, den Leser mit jedem Satz zu überraschen.
Für mich bedeutet Schreiben vor allem den Versuch zu kommunizieren. Ich schreibe nicht für mich, sondern für einen »idealen Leser«, dem ich die Geschichte auf die überzeugendste Art zu erzählen versuche, so wie ein Vater abends seinem Kind etwas erzählt, um ihm zu einem schönen Schlaf zu verhelfen. Mein Ziel ist es, diesem »idealen Leser« ein authentisches Leseerlebnis zu verschaffen, so ursprünglich und berührend wie möglich. Ich versuche, Geschichten zu schreiben, die sich der literarischen Mode entziehen, Romane, die die Zeit überdauern und ihre Bedeutung auch in zwanzig oder hundert Jahren behalten.

Sie sind für drei Monate in Deutschland und haben hierfür extra Deutsch gelernt. Wie ist es für Sie als Schriftsteller, sprachlich so eingeschränkt zu sein?

Ich muss zugeben, dass es ein bisschen schwierig ist, weil die Sprache für gewöhnlich mein Werkzeug ist. Ich fühle mich wie ein Zimmermann ohne seinen Hammer, wie ein Arzt ohne Stethoskop. Im letzten Sommer habe ich privat Deutschstunden genommen, um mich auf meine Reise vorzubereiten, aber meine Kenntnisse sind unzulänglich, und manchmal bin ich frustriert, weil ich mich nicht ungehindert ausdrücken kann. Es ist eine gute Lektion in Demut.
Es ist also ein bisschen schwierig, aber gleichzeitig auch fesselnd. Die deutsche Sprache ist komplex, aber faszinierend, und ich mag ihren Klang. Es ist für mein Ohr wie eine unbekannte Musik, ein wenig verwirrend, aber bezaubernd. Ich will es lernen! Ich übe, Ausschnitte aus den deutschen Übersetzungen meiner Romane zu lesen, und es hilft mir, den Geist der Sprache zu erfassen. Ich versuche, die Angst vor einer Blamage zu überwinden und zu sprechen, selbst wenn ich gegen meinen Willen Dummheiten von mir gebe. Glücklicherweise sind meine deutschen Gastgeber sehr nachsichtig. Sie machen sich nie über meine Bemühungen lustig und bieten immer an, mir zu helfen. Ich weiß diese Liebenswürdigkeit sehr zu schätzen. Zwar fürchte ich, dass ich immer noch ein Anfänger sein werde, wenn ich im Dezember wieder abreise, aber ich denke darüber nach, in Montreal weitere Kurse zu belegen und mich mit Menschen zu treffen, die Deutsch sprechen. Wenn ich also (bald, wie ich hoffe) nach Deutschland zurückkomme, kann ich hoffentlich ungehinderter kommunizieren und die reichhaltige deutsche Kultur noch mehr auskosten.

In ›Das Lächeln des Leguans‹ sucht Luc seine Mutter im Meer. Die französischen Wörter für das Meer und die Mutter werden fast gleich ausgesprochen und bilden daher auch sprachlich eine Einheit. Wie wirkt die deutsche Sprache, die Sie zwar hören, aber nicht immer verstehen, auf Sie?

Wir betreten hier das dornenreiche Gebiet der Übersetzung. Dadurch, dass meine Arbeiten in verschiedene Sprachen übersetzt werden und ich die Gelegenheit habe, mit verschiedenen Übersetzern zusammenzuarbeiten, wurden mir die elementaren Schwierigkeiten klar, die bei der Übersetzung eines literarischen Werks entstehen. Es gibt Dinge, Wörter, Ausdrücke, die einfach nicht übersetzt werden können. Genau das ist der Fall bei dieser phonetischen Identität der Worte »mer« und »mère«, die dem Roman im Französischen so wunderbar entgegenkommt. Im Deutschen wie im Englischen existiert diese Klangbeziehung nicht, daran kann man nichts ändern. Diese Art der Unmöglichkeit kann so wesentliche Elemente wie den Titel eines Buches betreffen. Der Titel meines Romans ›Le facteur émotif‹ zum Beispiel hat eine doppelte Bedeutung, die ich sehr mag, die aber leider weder ins Deutsche noch ins Englische übertragen werden kann. Und ich vermute, dass es in China das Gleiche sein wird – dort wird der Roman im kommenden Jahr veröffentlicht. In einer solchen Situation hat man keine andere Wahl, als einen neuen Titel zu suchen. Im Englischen wurde es ›The Postman’s Round‹, ein Titel, der ebenfalls eine Doppelbedeutung enthält, wenn auch eine völlig andere. Im Deutschen heißt das Buch ›Siebzehn Silben Ewigkeit‹, was mir sehr gefällt, obwohl es nichts mit dem ursprünglichen Titel gemein hat. Während der Übersetzung dieses Buches trat eine weitere Schwierigkeit auf: Die Handlung des Romans baut auf einem Briefwechsel auf, der aus Haikus besteht, jenen kleinen japanischen Gedichten aus siebzehn Silben. Wenn es jedoch etwas gibt, das schwer zu übersetzen ist, dann ist es Poesie. Meine Übersetzer standen also vor einer echten Herausforderung, und ich konnte ihnen dabei nicht so recht helfen. Die einzige Lösung besteht in der Nachdichtung. Ich bewundere insbesondere Saskia Bontjes van Beeks Umgang mit meinen Haikus. Sie hat jedes Gedicht mit großem Talent nachgedichtet. Die ursprüngliche Bedeutung bleibt erhalten, und der Klang ist wundervoll. Ich schätze mich glücklich, eine solche Übersetzerin zu haben. Ich muss gestehen, dass ich sehr neugierig bin, was mit den Gedichten in Mandarin passiert …

Worin unterscheiden sich Kanada und Deutschland am stärksten? Was hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Als ich ankam, fielen mir sofort einige offenkundige Unterschiede auf, besonders auf architektonischem Gebiet, dann in kleinen Details des Verhaltens (Menschen, die in der S-Bahn Bier trinken – in Kanda undenkbar). Aber nach fast zwei Monaten in Ihrem Land staune ich eher über die Gemeinsamkeiten als über die Unterschiede. Das Klima im Süden von Deutschland ähnelt dem meines Landes sehr (im Moment zumindest, vermutlich wird sich die Diskrepanz im Januar sehr rasch vergrößern), und die Vegetation ist beinahe die gleiche, mit vielleicht etwas weniger Ahornbäumen. Die Mentalität der Deutschen scheint mir jener der Kanadier und Quebecer sehr ähnlich. Das erklärt sich vermutlich aus der sehr »angelsächsischen« Tradition der kanadischen Institutionen und auch durch eine gewisse »nordische« Art, die den Menschen gemeinsam ist, die in nördlichen Breiten leben. Es kommt mir vor, als würden wir dieselben grundsätzlichen Werte teilen. Wie die Kanadier, so scheinen mir die Deutschen höfliche Menschen zu sein, ein wenig reserviert, aber von Natur aus großzügig, versöhnlich, umgänglich, interessiert, doch nie indiskret. Die Menschen sehen denen, die mir auf einer Straße in Montreal begegnen könnten, sehr ähnlich. Ich glaube, ein Deutscher hätte in Kanada wenig Anpassungsschwierigkeiten. Abgesehen vielleicht von der Polarkälte im Februar.

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