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Dorothee Haentjes

Dorothee Haentjes, 1963 in Köln geboren und dort aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft zunächst als Lektorin in Kinderbuchverlagen im In- und Ausland. Seit 1993 schreibt und übersetzt sie selbst. Sie lebt heute in Bonn.

Interview

»Mathe war nicht gerade mein Lieblingsfach«

Ein Gespräch mit Dorothee Haentjes, Autorin von ›Willkommen im Club‹. Über höhere Mathematik. Über ein sehr starkes Mädchen. Und darüber, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Wir nehmen an, Ihr Lieblingsfach in der Schule war Mathematik ...?!!

! Mathe war tatsächlich nicht gerade mein Lieblingsfach, aber es gab Schlimmeres. Chemie und Physik zum Beispiel. Dass Bernd Mathelehrer ist und Jana eher sprachlich begabt, ist reiner Zufall. Allerdings glaube ich nicht, dass Jana ihre Geschichte in mathematischen Formeln hätte erzählen können. Darum war es einfach günstig, sie gut schreiben zu lassen.

Wie kam es zu dieser Geschichte?

! Anstoß war die Einladung von dtv junior, an einer Anthologie mit Feriengeschichten mitzuarbeiten. Mein erster Gedanke: "Dazu fällt mir überhaupt nichts ein." Nur einen Augenblick später: "Was ist eigentlich, wenn man in Ferien fährt und im selben Hotel wie der bestgehasste Lehrer landet?" Ich weiß nicht, woher mich dieser Gedanke anflog. Jedenfalls entstand aus dieser Idee die erste Geschichte und später das ganze Buch.

In Janas Leben geht es ziemlich drunter und drüber – trotzdem gibt es ganz viel zu lachen. Wie haben Sie das hingekriegt?

! Ich glaube, das liegt einfach an Janas Charakter. Sie gehört zu den Menschen, für die ein Glas halbvoll ist – und nicht halbleer. Sie lässt sich nicht unterkriegen, sondern nimmt Probleme selbst in die Hand. Dazu gehört auch, über sich lachen zu können. Jana hat sich übrigens erst beim Schreiben so entwickelt: Sie ist unter meinen Händen zu einer selbstständigen Person geworden, über die ich jetzt reden kann, als wäre sie gar nicht meiner eigenen Vorstellung entsprungen. So ähnlich wie bei einem Traum: Man hat sich alles im Schlaf ausgedacht, und nachdem man aufgewacht ist, wundert man sich, wie der eigene Kopf auf so etwas kommt.

Susann Opel-Götz hat Ihr Buch illustriert – wie gefallen Ihnen ihre Bilder?

! Hervorragend! Besonders verbunden bin ich ihr dafür, dass sie Professor Grün schon auf dem Titelbild einen so prominenten Platz eingeräumt hat. Jana selbst habe ich mir vorher gar nicht vorgestellt. Sie hatte für mich kein Gesicht, keine Haarfarbe und keine bestimmte Größe. Aber ich finde, dass das Bild, das Susann Opel-Götz von ihr gemalt hat, sehr gut zu ihr passt.

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Gleichung im Leben?

! Ich will mal versuchen das in einer Formel auszudrücken: ... Das heißt ausgeschrieben: Ich selbst bin nur ein Teil vom Ganzen und ich muss mich nicht so wichtig nehmen. Ich habe immer wieder Grund, auf die Sonnenseiten des Lebens zu sehen und mache "mein Ding" nach bestem Wissen und Gewissen. Den Rest walte Gott. Dann bin ich glücklich!

Das Interview führte Christine Knödler.

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