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Lotte Kinskofer

Lotte Kinskofer, geboren 1959 in der Nähe von Regensburg, studierte Germanistik, Anglistik und Kommunikationswissenschaft in München. Sie arbeitete als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen und lebt heute als Autorin und Drehbuchautorin in München.

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Interview

Sind Sie ein Krimifan? Was fasziniert Sie an Krimis - als Leserin und als Autorin?

Ein guter Krimi zieht einen sofort in seinen Bann. Das heißt, als Leserin kann ich sehr schnell in eine andere Welt abtauchen, in eine Welt, in der die dunklen Seiten der Menschen eine entscheidende Rolle spielen. Krimi und Thriller zeigen ja oft das Böse oder etwas, was sich im Bösen Ausdruck verschafft (zum Beispiel bei einem Amokläufer oder einem Serienkiller) . Das Gute siegt häufig, aber nicht immer. Doch die Hoffnung, dass wieder Gerechtigkeit hergestellt wird, bleibt für den Leser.

Wenn ich selbst schreibe, so fasziniert mich auch dabei, wie schnell man in die Story geradezu hineinrutscht. Mit dem Ereignis, dem Mord oder, wie im Fall von „Schwarzer Schnee“, dem Verschwinden eines Jugendlichen setzt sich etwas in Gang, unaufhaltsam, rätselhaft, im besten Fall spannend und ergreifend. Autor und Leser können mit dem Opfer, dem Täter, den Betroffenen/Hinterbliebenen, dem Ermittler mitleiden, mitdenken, mithoffen. Und wenn man zwischen Tätern und Opfer nicht mehr ganz so leicht unterscheiden kann, wenn nicht alles schwarz/weiß ist, das ist besonders spannend.

Wie entstand der Plot zu ›Schwarzer Schnee‹?

Als in Portugal die kleine Madeleine verschwand, das Kind englischer Touristen, da habe ich über lange Zeit die Berichterstattung in den Medien verfolgt. Die Eltern gingen sehr schnell an die Öffentlichkeit, baten um Mithilfe. Das Mitgefühl aller Menschen war ihnen gewiss. Irgendwann änderte sich die Wahrnehmung der Menschen. Es kam auf einmal der Verdacht auf, die Eltern könnten mit dem Verschwinden ihres eigenen Kindes etwas zu tun haben. Haben sie es getötet und die Entführung inszeniert? So viele rätselhafte und widersprüchliche Aussagen und Ermittlungsergebnisse ...

Das war der Punkt, an dem ich darüber nachdachte, was wohl passiert, wenn ein Kind – oder im Fall meines Buches – ein Jugendlicher verschwindet. Das Warten, das Hoffen, das Mitgefühl der anderen, auf einmal das Misstrauen. Um dieses lähmende Ausharren zu durchbrechen, muss die Schwester des verschwundenen Jungen aktiv werden. Lara will es nicht hinnehmen, was da passiert – und ermittelt auf eigene Faust.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, in einer Krimiserie im Fernsehen mitzuspielen, wer wären Sie dann gerne und warum?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ich wollte nie Schauspielerin werden, vielleicht fällt es mir deshalb schwer, etwas dazu zu sagen. Aber vermutlich spielt jeder Schauspieler am liebsten die interessanteste Figur, egal ob es Täter, Opfer, Kommissar oder Zeuge ist. Was aber macht einen Charakter interessant? Das ungewöhnliche Denken und Handeln, der Reiz von Widersprüchen, die Lebendigkeit, die Entwicklungsmöglichkeiten, ob und wie er seine Chancen nutzt – das ist spannend.

Was macht einen guten Krimi aus?

Für mich ist ein guter Krimi spannend, aber nicht unbedingt grausam. Er muss unbedingt glaubwürdig sein, er darf keine logischen Fehler beinhalten. Er erzählt viel über das Milieu, in dem er spielt, über Menschen in einer bestimmten Lebenssituation, meistens Exremsituation. Er hat Charaktere, die mich interessieren. Er zeigt die dunkle Seite des Menschen, er erzählt fast immer von Doppelleben, dem schönen Schein und dem Schrecken dahinter. Er bringt manche Figuren (Ermittler oder mögliche Opfer) in eine Lage, in der sie sich beweisen können und müssen, in der sie ungeahnte Kräfte in sich entdecken.

Ich mag es gerne, wenn die Fälle gelöst werden. Ungelöste Kriminalfälle hinterlassen bei mir als Leserin oder Zuschauerin einen schalen Nachgeschmack.

Wenn Sie nicht gerade Krimis schreiben, dann ...

... schreibe ich Kinderbücher, Romane oder Drehbücher für Fernsehserien

... bin ich auf Lesereisen

... besuche ich Freunde oder treffe mich mit ihnen

... lese ich oder mache ich Musik

... gehe ich spazieren oder schwimmen

... hoffe ich auf eine neue gute Idee für ein Buch oder eine Geschichte

Interview: Stephanie Schweyer / dtv

Alle Bücher von Lotte Kinskofer

4 Titel
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Vertrau dich nicht dem Falschen an: Beklemmend und packend – ein Thriller, der den Atem raubt.

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