Portrait des Autors Monika Matschnig

Monika Matschnig

Monika Matschnig ist seit über fünfzehn Jahren als führende Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz international erfolgreich und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Die ehemalige Leistungssportlerin ist diplomierte Psychologin, Beraterin, Coach und Referentin. Als internationale Keynote-Speakerin veranstaltet sie rund 120 Vorträge und Seminare pro Jahr. Sie doziert an mehreren Universitäten und zählt nationale und internationale Unternehmen zu ihren Kunden.

Buchspecial

Special
Monika Matschnig: Die Macht der Wirkung
Monika Matschnig zeigt am Beispiel zahlreicher Prominenter aus Politik, Entertainment, Business und Sport, worauf ihre Wirkungskompetenz beruht.

Veranstaltungen

Köln, 16.02.2017

Veranstaltung mit Monika Matschnig

Monika Matschnig »Die Macht der Wirkung «
Datum:
Donnerstag, 16.02.2017
Zeit:
09:30 Uhr
Ort:
Novotel Köln City

Eintritt: 1.090 Euro
Weitere Informationen und Tickets: hier
 

Mediathek

›Die Macht der Wirkung‹: Monika Matschnig über George Clooney

›Die Macht der Wirkung‹: Monika Matschnig über Heidi Klum


›Die Macht der Wirkung‹: Monika Matschnig über Donald Trump


›Die Macht der Wirkung‹: Monika Matschnig über Angela Merkel

Interview

»Eine Inszenierung ist perfekt, wenn sie zur Persönlichkeit passt.«

Interview mit Monika Matschnig

Bevor Monika Matschnig sich auch beruflich ganz den Themen Wirkungskompetenz und Körpersprache widmete, war sie als Leistungssportlerin schon in jungen Jahren damit konfrontiert. Inzwischen ist sie als diplomierte Psychologin, Beraterin, Coach und Referentin international erfolgreich.Im Interview verrät sie uns mehr von ihrem Werdegang und ihrer Begeisterung für ›Die Macht der Wirkung‹, die sie in ihrem neuen Buch anhand prominenter Beispiele beschreibt. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Meister der Selbstinszenierung!

Ihre Karriere als Volleyballspielerin begann früh: Mit 11 Jahren wurden Sie entdeckt, mit 14 trainierten Sie in der Bundesliga, mit 16 gehörten Sie zu den Stammspielerinnen der österreichischen Nationalmannschaft. Eine wie große Rolle spielte das Thema Inszenierung damals schon in Ihrem Leben?

Eine sehr große! Das Zeigen von Schwäche macht den Gegner stärker. Und das Erste an dem ich in meinen jungen Jahren arbeiten musste, war an meinem Selbstbewusstsein und meiner Wirkung. Auch wenn der Gegner übermächtig erschien, mussten wir uns mental vorbereiten und mit erhobener Brust das Spielfeld betreten. Innen und Außen musste eine Einheit ergeben, denn Körpersprache und Gedanken sind eine Einheit und lassen sich nicht trennen.

Nach ihrer Karriere als Leistungssportlerin haben Sie neue Wege eingeschlagen und gelten nun als »Deutschlands Körpersprache-Expertin Nr. 1« (Fokus, ARD, RTL, Pro7). Woher kam das Interesse und wie haben Sie sich in das Thema eingearbeitet?

Die Psychologie und das Verhalten von Menschen haben mich schon immer interessiert. Und mit 16 Jahren sah ich einen Vortrag eines international anerkannten Körpersprache-Experten. Und von diesem Zeitpunkt an wusste ich, was ich werden und können wollte. Um das Wissen zu fundieren, studierte ich Psychologie. In jungen Jahren sind die passenden »Lehrer« und Vorbilder wichtig, um Orientierung zu geben. Ich hatte das Privileg, von echten Wirkungsmeistern lernen zu dürfen. Sie halfen mir, mich so vor Menschen zu präsentieren, wie ich es heute tue.

In ihrem Buch ist Sport einer von vier Themenbereich, die Sie in den Blick nehmen. Wie stark unterscheiden sich die Inszenierungen in den Bereichen?

Es gibt Bereiche die sich überschneiden, aber ein Vorstandsvorsitzender wird langfristig keinen Erfolg haben, wenn er sich wie ein Celebrity inszeniert. Ich unterscheide zwischen vier Bereichen, in denen Wirkung auf unterschiedliche Weise gefordert wird: Überzeugungsmacht in der Politik, Anziehungsmacht im Entertainment, Führungsmacht im Business und Faszinationsmacht im Sport. Was genau das jeweils bedeutet, beschreibe ich in meinem Buch anhand von prominenten Beispielen, von denen wir viel lernen können.

Welcher der Prominenten, die Sie in Ihrem Buch unter die Lupe nehmen, beeindruckt Sie persönlich am meisten mit seiner Inszenierung?

Es ist zweifelsohne unsere Bundekanzlerin. Die Meisterin der Nichtinszenierung. Viele werden sich nun wundern. Doch aus der Perspektive der Wirkungskompetenz hat sie die allergrößten Fortschritte gemacht, auch wenn es zwischenzeitlich abgehakt und stotternd wirkte. Karrieren wie die von Ange­la Merkel belegen, dass auch aus grauen Mäusen in Sachen Wirkung etwas werden kann, wenn sie sich lernfähig zeigen. Vor allem wird deutlich: Der Weg zur gelungenen Selbst­inszenierung ist immer ein Weg zu uns selbst. Das können wir sehr schön sehen, wenn wir Merkel-Bilder von 2000 und 2015 miteinander vergleichen. Auf Letzteren wirkt Angela Merkel selbstbewusster, offener, zufriedener. Mehr Wirkungs­kompetenz hat ihr gutgetan.

Sie sind viel unterwegs, halten Vorträge, geben Seminare, moderieren … und haben dabei eine unglaublich positive und gewinnende Ausstrahlung. Ist das Talent oder erarbeitet?

Ehrlich gesagt, beides. Zum einem bin ich wohl ein Sonnenkind und versuche mit einer gewissen Leichtigkeit durchs Leben zu gehen. Zum anderen pflege ich das Motto, warum sollte andere meine miese Laune abbekommen. Und es ist die Pflicht eines jeden Referenten und Trainers eine gewisse positive Grundstimmung an den Tag zu legen – auch hier ist immer wieder professionelle Inszenierung gefragt. Vielleicht liegt meine gute Laune auch darin, dass ich einfach mein Hobby zum Beruf gemacht habe und ich versuche häufig immer das Positive in einer Sache zu sehen. Ehrlich gesagt, jammern die meisten auf einem sehr hohen Niveau und es wäre schade, wenn wir die einzige Lebenszeit mit Herumjammern und Trübsal blasen verbringen würden.

Dem Wort »Inszenierung« haftet oft ein negatives Image an. In Ihrem Buch betonen Sie, dass eine Inszenierung aber nichts mit Verstellen zu tun haben muss, sondern ganz im Gegenteil: dass eine gute Inszenierung immer authentisch ist, zum Individuum passt. D. h. um positiv zu wirken, müssen wir nicht alle werden wie George Clooney?

Nein, das wird auch nicht funktionieren. Ich behaupte, wir müssen uns inszenieren, um eine Botschaft zu transportieren, in einer bestimmten Situation eine bestimmte Wirkung zu hinterlassen, um Menschen zu überzeugen und zu gewinnen. Das heißt aber nicht, dass wir unsere Persönlichkeit an der Garderobe abgeben müssen. Bei dieser Frage kommt meist das Stichwort Authentizität ins Spiel, das inzwischen zum Killerwort geworden ist. Wer sich inszeniere, sei nicht authentisch. Aus meiner Sicht ein großes Missverständnis. Denn Authentizität und Inszenierung sind für mich kein Widerspruch. Ich behaupte sogar: Jede Person inszeniert sich. Eine Inszenierung ist perfekt, wenn sie zur Persönlichkeit passt, also authentisch ist.

Interview: Veronika Pfleger / dtv

Bücher des Autors

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Monika Matschnig

Die Macht der Wirkung

Merkel-Raute, Obama-Rhetorik, Clooney-Charme – wie sich Prominente aus Politik, Entertainment, Business und Sport in Szene setzen.
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