Geschichte der Inkas

banner_quipu_4282

 

In der Mythologie der Inka gibt es mehrere Legenden über die Entstehung der Inka. Die bekannteste stammt vom Chronisten Garcilaso Inca de la Vega. Ihr zufolge sollen der erste Inka Manco Cápac, der Sohn der Sonne, und seine Schwester Mama Ocllo vom Sonnengott Inti gesandt worden sein, um die Welt zu verbessern. Auf der Sonneninsel im Titicacasee, nach anderen Mythen in der Höhle Paritambo, gelangten sie in die Welt. Der Sonnengott gab ihnen einen goldenen Stab mit; Sie sollten ihren Wohnsitz dort gründen, wo es ihnen gelang, den Stab mit einem Schlag in die Erde zu treiben. Nach einer langen Wanderung fanden sie eine Stelle und gründeten dort um das Jahr 1200 die Stadt Qusqu (Cusco), die nach ihrem Verständnis der ›Nabel der Welt‹.

 

Entgegen ihrem eigenen Herkunftsmythos stammen die Inkas möglicherweise aus dem Amazonastiefland, was derzeit der allgemeinen Theorie der Historiker entspricht. Der Ursprung des Reiches liegt dem zufolge in und um Cuzco. Um 1000 n. Chr. tauchte dieses Volk das erstmals in diesem Gebiet auf. Es war zahlenmäßig kleiner und nicht so mächtig wie die anderen umliegenden andinen Kulturen, setzte diese allerdings aufgrund ihrer ›göttlichen Herkunft‹ als ›kulturfeindliche Barbaren‹ herab und unterwarf ihre Feinde innerhalb der nächsten 200 Jahre bis zur Gründung des Inkastaats um 1200 n. Chr..

 

Laut der mündlichen Überlieferungen, die die ersten spanischen Chronisten bei ihrer Ankunft schriftlich fixierten, hatte das Inkareich 13 bzw. 14 Herrscher. Die ersten 8 sind halb geschichtliche, halb mythologische Gestalten. Die letzten 5 Inka sind geschichtlich erwiesen.

 

Weiteres Infos zu ›Was die einzelnen Herrscher alles leisteten‹

 

Im April 1532 landete Francisco Pizarro an der peruanischen Küste und marschierte tief ins Innere des Inkareiches ein. Pizarro fand ein Reich vor, das in einen Bruderkrieg zwischen den Brüdern Atahualpa und Huáscar verstrickt war. Die schnelle Expansion der Inka und deren Zwangsregime in den letzten Jahren hatten eine enorme Unzufriedenheit unter den unterworfenen Völkern hervorgerufen, die zur Instabilität des Reiches beitrug. Zudem sahen diese unterdrückten Völker in den Spaniern nun eine Chance zur Befreiung, was Pizarro systematisch nutzte.

 

Atahualpa, der die Spanier und ihre Ziele von Anfang an unterschätze, lud Pizarro am 15. November 1532 zu »friedlichen Verhandlungen« ein. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Inkasoldaten, schaffte Pizarro es, dass die Inkasoldaten auf seinen Wunsch hin ihre Waffen niederlegten. Dies nutzten Pizarro sowie seine 159 Gefährten für einen Hinterhalt und nahmen Atahualpa gefangen, schlugen die unbewaffnete Armee der Inka vernichtend (Schlacht von Cajamarca) und metzelten neben dem Inka-Adel auch viele Generäle der Inka nieder. Unabhängig von Atahualpas schwerwiegendem Fehler hatten die Inkas kaum eine Chance zu gewinnen, da sie weder mit europäischer Waffentechnik und Taktik vertraut waren, noch Pferde, auf denen die Angreifer ritten und die ihnen Angst einflössten oder Kampfhunde, von denen die Spanier zahlreiche mitgeführt haben sollen, kannte.

 

Bei einem riesigem Blutbad vernichteten die Spanier die schon durch Krankheiten (Masern und Pocken) dezimierte Bevölkerung, plünderten die Schatzkammern und Tempel und zerstörten Kulturgüter.

 

Atahualpa, der sich gegen einen 50 m² großen Raum voller Gold und Silber freikaufen wollte, hatte auch trotz der Tatsache, dass er in der Hand der Spanier war, noch die Befehlsgewalt inne. Aus Angst, dass sein verhasster Bruder mit den Spaniern kollaborieren könnte, gab er den Befehl, diesen zu töten. Nichtsdestotrotz wurde Atahualpa anschließend in einem Schauprozess aufgrund einer fingierten Anklage auf Vielweiberei, Brudermord und Götzenanbetung zum Tode verurteilt.

Der Widerstand der Inka nahm daraufhin stetig ab. Die früher von den Inka unterworfenen Stämme schlugen sich auf die Seite der Eroberer, in der Hoffnung, dadurch unabhängig zu werden. Am 15. November 1533 erreichte Pizarro die Hauptstadt Cuzco, die er ohne nennenswerten Widerstand einnehmen konnte.

Pizarro setzte 1533 den Halbbruder Atahualpas, Manco Cápac II., als Marionette der Spanier zum Herrscher der Inka ein. Aus Furcht vor den Truppen Atahualpas verbündete sich Manco Cápac II. anfangs mit Pizarro. Doch bereits 1536 belagerte er die Spanier in Cuzco mit einer Truppe von 200.000 Mann, was sie allerdings auf Grund zuwenig Proviants nicht durchhalten konnten.

 

Bei Zwistigkeiten zwischen Pizarro und Diego de Almagro schlug sich Manco Cápac II. dann auf die Seite von Almagro, dem direkten Konkurrenten Pizarros, der nach der verlorenen Schlacht von Las Salinas 1538 hingerichtet wurde.

 

Überlebende Anhänger Almagros, die sich auf der Flucht vor Pizarro zu Manco Cápac II. durchgeschlagen hatten und von diesem versorgt und bewirtet wurden, ermordeten schließlich 1544 im Streit den Inka-Herrscher. Seine Söhne Sayri Túpac und Titu Cusi Yupanqui führten den Kampf weiter fort. Pizarro wurde dann von Anhängern Almagros am 26. Juni 1541 ebenfalls ermordet

 

Am 24. September 1572 wurde der Halbbruder von Sayri Túpac und Titu Cusi Yupanqui, Túpac Amaru, der nach deren Ermordung die Herrschaft übernahm und als der ›der letzte Inka‹ bezeichnet wird, in Cuzco durch Enthauptung hingerichtet.

 

Quelle: wikipedia.de und indianer-welt.de

Chronologie zur Geschichte der Inkas

 

 

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *