Wer sind die Inkas?

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Oft werden als Inka nur die jeweiligen herrschende Personen der historischen Kultur in Südamerika bezeichnet, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert über ein weit umspannendes Reich von über 200 ethnischen Gruppen beherrschte und einen hohen Organisationsgrad aufwies. Zur Zeit der größten Ausdehnung (ca. 950.000 km²) erstreckte sich der Einfluss der Inka vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien.

In dieser Region herrschen große klimatische und topographische Gegensätze. An der Küste befinden sich Wüsten mit nur wenigen Flüssen. In den Flusstälern befinden sich Oasen, in denen sich auch Menschen niederlassen konnten. Im Westen schließen sich die unwirtlichen Anden (einige Gipfel sind bis zu 6 000 m hoch) an, an deren höchsten Stellen es eiskalt ist. Zudem gibt es auf der anderen Seite feuchtheiße Bergregionen mit undurchdringlichen Wäldern.

Das rituelle, administrative und kulturelle Zentrum war die Hauptstadt ›Qusqu‹ (Cusco) im Hochgebirge des heutigen Peru, von wo aus die herrschende Sippe die vorwiegend bäuerliche Zivilisation regierte.

›Inka‹ war ursprünglich die Bezeichnung eines Stammes, der nach eigener Auffassung dem Sonnengott ›Inti‹ entstammte und die Umgebung Cuscos besiedelte und zivilisierte. Seine herrschende Sippe fungierte später als Adel des gleichnamigen theokartischen Reiches. Damit galt das dynastische Prinzip jeder Monarchie.              

Die Inka-Herrscher und insbesondere ihre Ahnen wurde neben dem Sonnengott ›Inti‹, dem Schöpfergott ›Viracocha‹ und der Erdgöttin ›Pachamama‹ als göttlich verehrt.

Die Inkas brachten erstaunliche Bauwerke, ein weites Straßennetz und ein vollendetes Kunsthandwerk hervor. Die Ingineure, Straßen- und Brückenbauer  und Architekten leisteten angesichts der begrenzten technologischen Möglichkeiten beachtliche Arbeiten, wie z. B. die 5.200 km lange und 6 m breite Andenstraße oder Repräsentationsbauten aus schweren, zyklopischen Granitsteinen, die sie verwinkelt fugenlos aneinander passten und die die häufigen Erdbeben überwiegend unbeschadet überstanden.

Um die Versorgung ihres Volkes zu gewährleisten und Hungersnöten vorzubeugen, wurden im Verlauf von Jahrtausenden nahezu alle geeigneten Hänge in bewohnten Gebieten terrassiert und mit Kanälen bewässert.

 Auch ihr Kunsthandwerk und ihre medizinischen Kenntnisse waren hervorragend: Die Inka führten bereits erfolgreiche Operationen an Schädel und Gehirn durch, und sie beherrschten die Webkunst und stellten Kleidung aus feiner Vicuña- und Alpacawolle her. Es gab genaue Vorschriften über die Gestaltung der Ständekleidung, deren typische Muster wir auch heute noch kennen.

 

Quellen: wikipedia.de und indianer-welt.de

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