Anne George: Mörderische Verstrickungen

Christiane Filius-Jehne, Übersetzerin und freie Lektorin

»O mein Gott, Maus. Schau hinter dich.«

Ich drehte mich um. Auf der vorderen Kirchenbank lag jenseits des Ganges eine Frau. Obwohl sie sich in der Bauchlage befand, war ihr Nacken so weit herumgedreht, dass feuerrotes Haar über ihr Gesicht und bis zum Boden fiel.

»Ist sie tot?«, flüsterte Schwesterherz.

Natürlich war sie das. Niemand hielt seinen Nacken auf diese Weise. 

Da haben die beiden detektivischen Schwestern Mary Alice und Patricia Anne sich ja in eine üble Sache verstricken lassen: Eigentlich wollten sie Cousin Luke nur bei der Suche nach seiner durchgebrannten Frau behilflich sein. Über was sie dann aber stolpern, ist nicht Virginia, sondern die Leiche einer jungen Rothaarigen. Und das in der Kirche des Schlangenpredigers, mit dem das untreue Eheweib sich nach vierzig Ehejahren davongemacht hat! Sollte die Verschwundene etwas mit dem Mord zu tun haben? Oder steckt gar die Schlangensekte hinter dieser feigen Tat?

Eins tritt jedenfalls schnell zutage, und das nicht erst, als Mary Alice in ihrem Auto in eine Klapperschlange greift: Die beiden Hobby-Detektivinnen haben sich mit ihrem neuesten Abenteuer in eine wahre Schlangengrube begeben. Die kann auch Virgil Stuckey, der ermittelnde Sheriff, erst einmal nicht ausräuchern. Aber der denkt bei Schlange offenkundig eher an die Sünden des Paradieses, haben es ihm an Mary Alice doch nicht nur deren lilafarbene Stiefel angetan. Bringt sich hier womöglich Ehemann Nummer vier in Stellung?

Mörderische Verstrickungen‹ sind ein wundervolles Beispiel mehr für Anne Georges leichte und höchst bekömmliche Krimikost aus dem amerikanischen Süden. Und auch das ungleiche Schwesternpaar ist bei seinem jüngsten Abenteuer wieder hinreißend komisch!

Christiane Filius-Jehne, Übersetzerin und freie Lektorin

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