Asta Scheib: Sonntag in meinem Herzen

Eine Empfehlung von Karoline Adler, dtv Lektorat Unterhaltung

Asta Scheib: Sonntag in meinem Herzen
»Am Tage nämlich tu ich mal’n, und abends tu ich dichten.« Carl Spitzweg

»Der wird mal Apotheker«, bestimmt der Vater schon bei der Geburt Carl Spitzwegs im Jahr 1808. Und Carl fügt sich, obwohl er bereits als  Kind auf jedes Stück Papier seine Bilder malt. Der Vater schickt seinen Sohn in die Lehre zum Apotheker Pettenkofer. Später studiert Spitzweg Naturwissenschaften. Nebenher malt er heimlich die Menschen in seiner Umgebung. Erst als er Clara begegnet, der großen Liebe seines Lebens, gelingt es Carl, seinen Traum vom Malen zu leben.

Carl Spitzweg sollte einer der produktivsten und obsessivsten Maler seiner Zeit werden, ein Porträtist der schönen kleinen Welt und – ein malender Chronist des 19. Jahrhunderts.

Das Werk des Malers Carl Spitzweg kennen viele, sein Leben jedoch lernt man erstmals in Asta Scheibs großer, hervorragend recherchierter und literarisch sorgsam unterfütterter Romanbiographie ›Sonntag in meinem Herzen‹ kennen. Spitzwegs Leben und seine Zeit fächern sich lebendig und bunt vor uns auf, und wir erleben einen Maler und seine Kunst, die leider viel zu häufig verkannt wurden.

Der Musiker und Kabarettist Josef Brustmann, der bei einer gemeinsamen Lesung mit Asta Scheib in München von ihm vertonte Spitzweg-Gedichte vortrug, meint dazu:

»Ich hatte in Spitzweg immer einen skurrilen Sonderling gesehen, der auf die  Deckel von Zigarrenkisten malte. Der Roman von Asta Scheib hat mir einen großen Künstler gezeigt, der mit traumwandlerischer Sicherheit seine Figuren in die Landschaft fügte. Als studierter Botaniker ließ er Erde und Pflanzen funkeln. Ich bin fasziniert.«

Asta Scheib
Sonntag in meinem Herzen

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