Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

Empfehlung von Caroline Schneiderbauer, dtv Klassik-Lektorat

Joseph Roths Roman ›Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht‹, den er im französischen Exil schrieb, erschien 1936 im niederländischen Exilverlag Allert de Lange.

Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

Der Ich-Erzähler, der als Journalist in Paris im russischen Emigrantenlokal »Tari-Bari« mit den anderen Stammgästen eine Nacht durchzecht, darf der Lebensgeschichte des sonst schweigsamen Golubtschik lauschen. Der ehemalige Spitzel berichtet vom Kampf um die Anerkennung seines Vaters, von seiner leidenschaftlichen Liebe zu der schönen Lutetia und dem jähen Ende all seiner Hoffnungen und Wünsche… Nicht nur die Zuhörer im »Tari-Bari« sind gespannt, welch obskuren Wendungen das Schicksal des traurigen Mannes Golubtschik genommen hat.

Joseph Roth erschuf mit seinem düster-ironischen Roman eine kunstvolle Parabel auf die Macht des Bösen, die Sehnsucht nach Liebe, die Frage nach Schuld und das Streben nach Glück.

Verglichen mit seinen großen Romanen, wie etwa ›Radetzkymarsch‹ oder ›Hiob‹ ist dieses Werk, das Joseph Roth zwei Jahre vor seinem Tod veröffentlicht hat, eine sehr gut geeignete ›Einsteigerlektüre‹ für alle, die sich von seiner stilistischen Brillanz begeistern lassen wollen.

Caroline Schneiderbauer,  dtv Klassik-Lektorat

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