Blut und rote Seide

Qiu Xiaolong

Qiu Xiaolong: Blut und rote Seide

Ermittler

Chen Cao ist mit gerade einmal 30 Jahren Oberinspektor bei der Shanghaier Kriminalpolizei. Gerne wird er mit politisch heiklen Fällen betraut, so wie auch dieses Mal. Aber eigentlich möchte Chen durch ein vollständiges Ying und Yang seinen Frieden finden. Als Ausgleich zu seiner Polizeiarbeit will Chen deshalb seinen Master in Chinesischen Literaturwissenschaften machen …

Der Fall

An einem Freitagmorgen wird auf einer Shanghaier Verkehrsinsel eine Frauenleiche in einem roten qipao, einem traditionellen chinesischen Frauenkleid, gefunden. An den Freitagen darauf folgen zwei weitere, ebenfalls nur in einen qipao gekleidete Frauenleichen. Alle drei Frauen scheinen aus dem Rotlichtmilieu zu stammen.

Es besteht kein Zweifel mehr: Ein scheinbar psychisch gestörter Serienmörder treibt in Shanghai sein Unwesen. So wird ein politischer Eklat losgetreten, denn bisher wurden Serienmorde als rein westliches Phänomen abgetan, andere Fälle wurden von der Medienkontrolle vertuscht. Doch nun herrschen Angst und Schrecken in Shanghai. Konfrontiert mit der heiklen Situation sucht die Partei Hilfe bei Chen Cao, denn er ist der einzige der weiß, wie ein psychologisches Profil für den Killer zu erstellen wäre. Doch Chen denkt gar nicht daran die Ermittlungen aufzunehmen, sondern will sich erst einmal auf seinen Abschluss in Literaturstudien konzentrieren. So übernimmt anfangs Kollege Yu, bis das Ermittlungsteam auf die vierte Frauenleiche stößt. Da greift Oberinspektor Chen Cao schließlich doch ein…

Der Reiz an ›Blut und rote Seide‹ liegt vor allem im Setting: Im Gegensatz zu seinen westlichen Kollegen hat Chen Cao mit einer maroden Polizei und einem korrupten Politikapparat zu kämpfen, selbst die Verfolgungsjagden laufen nach einem anderen Schema ab. Neben dem eigentlichen Plot entführt Qiu Xiaolong den Leser in die Chinesische Geschichte, die Lyrik und in die Shanghaier (Ess-)Kultur.

Autor

Qiu Xiaolong, 1953 in Shanghai geboren, arbeitete als Übersetzer, Lyriker und Literaturkritiker. 1988 reiste er in die USA und kehrte nach dem Massaker am Tiananmen-Platz nicht nach China zurück. Er lehrt seit 1994 an der Washington University St. Louis chinesische Literatur und Sprache.
Qiu Xiaolong ist der bekannteste chinesische Krimiautor. Die Fälle seines Oberinspektors Chen sind in 21 Sprachen erschienen und haben sich weltweit über eine Million Mal verkauft. ›Blut und rote Seide‹ ist der 5. Fall für Oberinspektor Chen.

Das meint die Presse

  • »Die Fähigkeit von Qiu Xiaolong, Kulturgeschichte mit Spannungsplots zu verzahnen, hat im Krimi-Genre großen Seltenheitswert. Auch deshalb: Mach’s noch einmal, Chen Cao!« Hendrik Werner, Die Welt, 16.06.09
  • »Qiu Xiaolong hat sich von Buch zu Buch mit dieser Figur gesteigert, ist jetzt auf einem wirklichen Höhepunkt angekommen. Das Buch wimmelt nur so von philosophischen Anspielungen, von geistreichen, witzigen Verweisen auf die klassische chinesische Literatur. […] Ein respektables Stück Krimi-Literatur voller politischer Anspielungen und Erkenntnisse.« Ulf Heise, MDR – FIGARO, 17.03.09
  • »Mit Charme und großer Anteilnahme, spannend, analytisch und eloquent geschrieben […] ›Blut und rote Seide‹ ist ein Roman, der weit über das Gerüst seiner Kriminalhandlung hinausweist. Ein scharfsinniger Exkurs über Tradition und Moderne, über das Leben in einer Metropole, die schneller wächst und sich verändert als die Menschen, die sie bewohnen. […] Dass es beiläufig noch Wissenswertes über Filme, ›K-Mädels‹, chinesische Literatur und sehr spezielle Essgewohnheiten zu erfahren gibt, ist in gebratenen Spatzenzungen nicht aufzuwiegen.« Jochen König, krimicouch.de, März 2009

Leseprobe

Hier geht’s zur Leseprobe von ›Blut und rote Seide‹

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