relax

Buchempfehlung von Christine Niedermaier

„Einfach ins Gras fallen…“
Tanja Dückers

smile, relax, power – diese drei farbenfroh gestalteten Anthologien, herausgegeben von Anton G. Leitner, bieten Lyrik für alle Lebenslagen!

Im Urlaub, während der Bahnfahrt nach Hause oder im Liegestuhl auf der Terrasse lädt der Band relax zum Entspannen und Nachdenken ein. Hier philosophiert Christian Morgenstern über die Seligkeit des Korbstuhles, Helmut Krausser entführt uns an einem lauen Sommerabend nach Rom, Kurt Tucholsky sinniert über Mona Lisas gelassenes Lächeln und Frantz Wittkamp schenkt uns etwas ganz besonders:

Darf ich dir etwas Kostbares geben?
Ich gebe dir zehn Minuten Zeit.
Und ein Kästchen, um sie aufzuheben.
Dann hast du ein Stück Ewigkeit.

 Mit dem Gedichtband power in leuchtendem Rot können Lyrikfreunde neue Kraft und Energie sammeln: in Eva Philips Ferrari übers Land jagen, mit Michael Schönen Sport der besonderen Art treiben und unbedingt (!) Eduard Mörikes Ärztlichen Rat befolgen:

Was hilft das Schimpfen und das Fluchen,
Sie ziehen sich zu viel zurück!
Sie sollten brav Gesellschaft suchen,
Und Tanz und lärmende Musik.

 smile, der dritte Band, der sich in knallig-fröhlichem Gelb zu den beiden ersteren gesellt, versammelt Lyrik mit Humor. ‚Klassische‘ Spaßvögel wie Heinz Erhard, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Robert Gernhardt oder Eugen Roth zaubern hier ebenso ein Lächeln aufs Gesicht wie zeitgenössische Verfasser, die vielleicht noch zu entdecken sind: Josef Hader, Melanie Arzenheimer, Rainer Stolz oder Tanja Dückers. Und das Lachen wird Ihnen hoffentlich auch dann nicht vergehen, wenn Sie mit Arne Rautenberg in den train to hell haiku steigen:

 schönen guten tag
personalwechsel ihre
arschkarten bitte.

Christine Niedermaier

 
 
 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.