Christophe Carlier: Der Mörder mit dem grünen Apfel

Mit Agatha Christie und René Margritte im Grandhotel

Der Mörder mit dem grünen Apfel

Der französische Literaturwissenschaftler Christophe Carlier erzählt mit seinem Roman-Debüt ›Der Mörder mit dem grünen Apfel‹ eine lustvolle, hintergründige Kriminalgeschichte. Agatha Christie und René Margritte lassen grüßen!

Das Pariser Grandhotel ›Paradise‹ ist eine Welt für sich. An der Bar treffen sich skurrile Zeitgenossen. Dort lernt Craig, ein amerikanischer Literaturwissenschaftler, die schöne und unglücklich verheiratete Italienerin Elena kennen – und einen protzenden Geschäftsmann aus Parma.

Neugierig verfolgt Elena, wie ihr Landsmann sich vor dem Amerikaner mit Frauengeschichten brüstet. Mit theatralischer Geste bringt sie ihr Missfallen zum Ausdruck – und fasziniert beide Männer mit ihrem Auftritt. Am nächsten Tag wird der Mann aus Parma in seinem Zimmer tot aufgefunden. Alle Indizien sprechen für einen Mord.

Wie aber kam es zu dem Mord? Carlier lässt in den Tagen nach der Tat verschiedene Personen zu Wort kommen. Craig, Elena, Sébastien von der Rezeption oder die junge Hotelangestellte, die die Leiche fand, berichten über den Stand der Ermittlungen und die Geschehnisse im Hotel. Alles dreht sich nun um Wahrheit und Betrug, Liebe und Leidenschaft. Die Hotelgäste spionieren sich gegenseitig aus, jeder verdächtigt jeden und die abstrusesten Mordtheorien werden aufgestellt.

Christoph Carlier hat mit seinem Debütroman ›Der Mörder mit dem grünen Apfel‹ ein fast zeitloses, raffiniertes Vexierspiel entworfen. Der Leser wird immer wieder in die Irre geführt. Mit Bezügen zur Kriminalliteratur von Agatha Christie bis hin zum Roman Noir und zur modernen bildenden Kunst erzählt Carlier ebenso elegant wie lustvoll-kalkulierend weit mehr als eine Kriminalgeschichte. Frech, mit vielen literarischen und kunstgeschichtlichen Anspielungen und mit überraschenden Pointen inszeniert er das Versteckspiel seiner Helden – zur Freude seiner Leser.

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