Cornelia Franz: Ins Nordlicht blicken

Eine Empfehlung von Dorothee Dengel, Lektorat dtv junior

Kann man die eigene Vergangenheit leugnen oder gar löschen?
Ins Nordlicht blicken‹, der neue Roman von Cornelia Franz, hat uns hier im Lektorat alle sehr begeistert.

Von der ersten Seite an spürt man, dass Jonathan, der im Jahr 2020 nach Grönland in seine alte Heimat reist, ein dunkles Geheimnis quält. Das, was damals vor neun Jahren passiert ist und zum Bruch mit seinem früheren Leben führte, lässt noch heute Panik in ihm aufkommen.

Was ist aus seiner ersten großen Liebe geworden, nachdem ihn alle für vermisst und tot erklärt hatten?

Seine Geschichte ist mitreißend und spannend wie ein Krimi. Man lebt und leidet mit den Hauptpersonen und kann ›Ins Nordlicht blicken‹ nicht mehr aus der Hand legen.

Jonathan muss sich mit den großen Fragen im Leben auseinandersetzen: Mit den Fragen nach Schuld, Identität und Selbstfindung. Und so ganz nebenbei entsteht ein Bild von unserer Welt in der nahen Zukunft – eine Welt, in der Umweltkatastrophen zunehmen, aber in der auch Länder wie Grönland von dem Klimawandel durchaus profitieren könnten.

Ins Nordlicht blicken‹ ist ein Buch, das noch lange nachwirkt.

Dorothee Dengel, Lektorat dtv junior

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