Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)

Empfehlung von Julia Malik, Lektorin

Irrwitzige Komik gepaart mit Intelligenz und Figuren, die so sympathisch sind, dass man sie sofort kennenlernen möchte? Wer das sucht, der sollte unbedingt zu John Greens Roman ›Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)‹ greifen.

Mit ›Eine wie Alaska‹ hatte der junge amerikanische Autor, kaum 30, seinen ersten Roman vorgelegt. Der Rumor um das Buch schwappte über den Atlantik, der Roman wurde in zehn Sprachen übersetzt, und bald schon hatte John Green auch hier eine treue und große Fangemeinde. Was sein Schreiben ausmacht ist nicht nur der genaue Blick. Es ist der Witz, die Originalität, die Lust am Erfinden. Seine Figuren haben gerne einen Spleen, manche sind schräge Typen und dabei so außergewöhnlich liebenswürdig, komisch, klug und fantasiebegabt, dass man sich wünschte, man würde sie persönlich kennen.

In ›Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)‹ kommt nun John Greens komisches Talent voll zum Tragen. Colin, die Hauptfigur des Romans, ist ein skurriler Außenseiter, ein Wunderkind, das schon mit vier Jahren physikalische Gesetzte studierte und nun als High-School-Absolvent mehr Sprachen spricht als ganze Akademien Gelehrter. Nur Colin hat ein Problem: Katherine XIX hat ihn sitzen gelassen, die neunzehnte Katherine in seinem Leben, die einfach Schluss gemacht hat und ihn in tiefen Liebeskummer stürzt. Aber zum großen Glück gibt es da noch Hassan, den schlagfertigen Freund, der Colins wissenschaftliche Auslassungen nicht nur mit dem Wort »uninteressant« kurzerhand abbügelt, sondern das Wunderkind auch in anderen Dingen gerne auf den Boden der Realität und in den Alltag zurückholt. Und was würde sich bei gebrochenem Herzen besser eignen, als eine Fahrt mit einem klapprigen Auto quer durch Amerika … Los geht´s!

Was Colin und Hassan auf ihrer Reise erleben und wie sie in dem kleinen verschlafenen Ort Gutshot stranden (und dort auf die junge Lindsey treffen), das liest man mit Hochgenuss und Lachtränen in den Augen. Aber John Green hat mit ›Die erste Liebe‹ nicht nur einen urkomischen Roman geschrieben. Sein Buch erzählt von der verzwickten Liebe, von unseren Marotten und unserer Einzigartigkeit und ist nicht zuletzt eine Hymne auf die Freundschaft.

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