Die Jagd nach der verschollenen Bundeslade

Buchempfehlung von Gabriele Mertl

Tudor Parfitt, Dozent für Hebraistik an der Universität London, stößt bei seinen Forschungen bei den Lemba, einem Stamm in Simbabwe auf Hinweise zur verschollenen Bundeslade der Israeliten. Die Lemba erheben den Anspruch, israelitischer Abkunft zu sein und haben einen entsprechenden Gründungsmythos: Die Vorväter hätten sich nach ihrem Auszug aus Israel in einer Stadt namens Senna niedergelassen und wären dann übers Meer nach Afrika gezogen. Tatsächlich gibt es Bräuche, Legenden und Namen, die diese These zu stützen scheinen. Und es existieren Erzählungen über eine »ngoma lungundu«, die in allen Beschreibungen der Bundeslade geradezu unheimlich ähnelt. Der Autor macht sich auf die Suche nach diesem Geheimnis – auf die Suche nach Senna, auf die Suche nach der Vergangenheit der Lemba und auf die Suche nach der verschollenen ngoma.

Sehr spannend und unterhaltsam geschrieben! Zwar ist der Autor nicht Indiana Jones, allerdings hält er den Leser mit vielen Details bei Laune und versteht es, seinen Reisen eine gute Prise Abenteuer beizumischen. Am Ende ist man regelrecht begierig darauf, zu erfahren, ob der Autor der Lade habhaft wird.

Gabriele Mertl

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