Gill Lewis: Im Zeichen des weißen Delfins

Eine Empfehlung von Katja Frixe, freie Lektorin

Als ich während meines letzten Urlaubs am Strand der Florida Keys entlangspazierte, versammelten sich plötzlich zahlreiche Menschen am Ufer und sahen beglückt aufs Wasser: Keine drei Meter entfernt spielten zwei Delfine. Es war, als würden sie wissen, dass dort Leute stehen und sie beobachten – nicht umsonst wird diesen Meeressäugern eine hohe Intelligenz nachgesagt.

buch_L_210px2Das ist sicher nur einer der Gründe, warum der Delfin schon so oft Einzug ins Fernsehen und in die Literatur erhalten hat – man denke an ›Flipper‹ oder den Kinderliteraturklassiker ›Die Insel der Blauen Delfine‹ –, denn die Tiere gelten darüber hinaus als freundlich, sanft und hilfsbereit und werden in einigen Kulturen als Glückssymbol betrachtet.

Glücklich macht auch die Lektüre eines gerade erschienenen Delfinromans, denn die Autorin Gill Lewis legt mit ›Im Zeichen des weißen Delfins‹ ein literarisches Kinderbuch von ganz besonderem Zauber vor. Schauplatz ist das wunderschöne Cornwall, bildgewaltig beschreibt die Autorin die raue Landschaft, die Strände und Buchten. Dort lebt Kara, die nichts mehr liebt, als mit ihrem Vater raus aufs Meer zu fahren – und dabei eines Tages ein gestrandetes Delfinbaby entdeckt. Kara weiß, dass es ohne seine Mutter nicht überleben wird, und begibt sich auf eine spannende und gefährliche Suche nach dem Tier. Dabei wächst Kara über sich hinaus, knüpft neue Freundschaften und setzt sich mutig gegen ihre Widersacher zur Wehr.

Gill Lewis ist mit ›Im Zeichen des weißen Delfins‹ ein sehr vielschichtiger Roman gelungen – es geht nicht nur um die Liebe zur Natur und zu Tieren, sondern auch um aktuelle Themen wie Globalisierung oder die Überfischung der Meere. Ein Buch mit hohem Emotionsfaktor und einer Menge Diskussionspotenzial. Unbedingt lesenswert!

Eine Empfehlung von Katja Frixe, freie Lektorin

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