›Grün ist die Liebe‹ von Marlies Ferber

Persönliche Leseempfehlung

»Da sah ich es zum ersten Mal, ihr Pralinengesicht. Noch nie hatte ich einen Menschen gesehen, der etwas mit so viel unschuldiger Freude aß.«

›Grün ist die Liebe‹ von Marlies Ferber ist kein typischer Liebesroman. Er ist so real und ungefiltert wie das echte Leben – jedoch mit einer gehörigen Portion Humor.

Elisabeth, 40 Jahre alt, fühlt sich als Sekretärin ihres Mannes zwar glücklich, jedoch möchte sie mehr sehen also nur die Einöde ihrer vier Wände. Kurzerhand wird sie freiwillige Helferin im örtlichen Krankenhaus. Alltäglich begleitet sie mit ihrer liebevollen und berührenden Art Patienten und Angehörige durch schwere Zeiten. Dabei versucht sie zwar stets mitfühlend jedoch niemals mitleidend zu sein, um keine emotionalen Bindungen aufzubauen, weil viele Ihrer ››Schützlinge‹‹ das Krankenhaus schon nach einigen Tagen wieder verlassen dürfen. Trotzdem lernt sie dort Herrn Grün kennen und schätzen. Ein älterer Herr, der von der unsterblichen Liebe zu seiner Frau schwärmt. Elisabeth lauscht gespannt seinen Geschichten über die Liebe und wie es ihm gelang, in den 60er Jahren seine große Liebe von sich zu überzeugen. Das macht Elisabeth nachdenklich. Nach 20 Jahren eigener Ehe ist die Liebe alltäglich geworden.

Weil ihr Mann, seit die Kinder aus dem Haus sind, Hühner pflegt, gibt es jeden Tag Eier. Und diese Hühner machen nicht nur wahnsinnig viel Arbeit, sondern nehmen auch einen großen Platz in ihrem geliebten Garten ein.

Während sich Elisabeth von den Grün‘schen Geschichten in den Bann ziehen lässt, versucht sie zeitgleich das eigene Liebesleben durch ein selbst erdachtes Eherettungsprogramm wieder aufleben zu lassen. Doch wird ihr das gelingen?

Der Leser erfährt in diesem wundervoll geschriebenen Roman von unterschiedlichen Liebesgeschichten. Doch am Ende ist klar: Liebe passiert nicht immer auf den ersten Blick. Sie muss wachsen, und das ist auch gut so.

Bei diesem Roman bleibt kein Auge trocken, denn nicht selten ertappt man sich dabei, über bekannte Situationen aus dem eigenen Alltag zu nicken und zu lachen – über Hühnergeschichten, Dackelwallfahrten und zwei heitere Schwiegermütter, die keinen Spaß auslassen. Doch auch die eine oder andere Träne wird verdrückt, denn der Roman beleuchtet auch die Schattenseiten des Lebens. Er handelt vom Abschiednehmen und davon, auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Marlies Ferber schreibt so warmherzig und offen über die Tücken der Liebe, dass es schwerfällt, das Buch auch nur eine Sekunde wegzulegen.

Eine Empfehlung von Pia, Online-Redaktion

 

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Marlies Ferber
Grün ist die Liebe

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