Günther Opitz

Lektor

Stefan Mühldorfer wurde 1962 geboren, hat Literatur studiert, war Redakteur in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, hat Dokumentarfilme zu sozialen Fragestellungen konzipiert und sich nun endlich ganz auf Literatur konzentriert. Sein Roman verblüfft, weil er so konsequent im Stil, so leicht im Ton, so intelligent in der Handlungsführung  – und perfekt komponiert ist.

 

›Tagsüber dieses strahlende Blau‹ ist der Roman eines Tages – und doch steht ein ganzer Lebensabschnitt im Blickpunkt.

 

Hauptfigur ist Robert Ames, ein 37jähriger Versicherungsmakler, der zwar das Leben anderer versichert, an einem ganz normalen Freitag aber gänzlich verunsichert wird.

 

Am Morgen zeigt der Himmel sein strahlendes Blau – und Robert Ames bricht auf in einen normalen Arbeitstag. Er verletzt versehentlich einen Jungen beim Fußballspiel, trifft überraschend auf die während seines Studiums so begehrenswerte, aber unerreichbare Janet Rutherford, muss vermuten, dass seine Frau Kala eine Affäre hat, überwirft sich mit ihr, scheitert mit Versöhnungsgeschenken – und fährt am Abend schließlich zu dem Geburtstagsfest seines Chefs Walter Buck, das ganz und gar nicht harmonisch enden wird. Und am Ende dieses sonnigen Tages ist Robert Ames ein anderer geworden.

 

Stefan Mühldorfer hat einen großen, nahezu klassischen Roman geschrieben. Ungemein leicht verbindet er die Geschichte von Robert Ames mit existenziellen Fragen, verknüpft das Schicksal seines Helden mit feinsinnigen Beobachtungen, die unser aller Leben deuten und bereichern.   

 

Eine Entdeckung, ein Glücksfall, ein großes Lesevergnügen.

 

Günther Opitz

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