Unsere Buchempfehlungen für dunkle Herbstabende

Herbstzeit ist Lesezeit!

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Der Herbst hat begonnen. Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler, die Blätter bunt. Was gibt es jetzt Schöneres, als es sich zu Hause bei einer Tasse Tee auf dem Sofa mit einem guten Buch gemütlich zu machen? Diese Schmöker laden zum Wegträumen ein – ob nach San Francisco, Indonesien, Irland, das Mittelalter oder einfach in die Welt der Phantasie.

Christopher Kloeble: ›Die unsterbliche Familie Salz
Ein Bierkeller, ein fürstliches Hotel und eine Großmutter, die zweimal stirbt…

Reich an Glanz und voller Schatten ist die Geschichte der Familie Salz – im Zentrum dabei immer: das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz kaufte es 1914, nach dem Zweiten Weltkrieg ist es Staatseigentum der DDR. Erst 1989 gelangt das Hotel durch Kurt Salz zurück in den Familienbesitz und Lola regiert endlich darüber. Die Geschichte einer höchst eigenwilligen Familie, in der die Vergangenheit sie immer wieder einholt, auch wenn sie versuchen genau das zu vermeiden.

Lori Ostlund: ›Das Leben ist ein merkwürdiger Ort
Über das Weggehen, das Ankommen – und das Leben dazwischen

Ein Neuanfang in San Francisco – dafür kündigt Aaron Englund nicht nur seinen Job als Englischlehrer, sondern er verlässt auch seinen Partner Walter. Doch so leicht lässt sich die Vergangenheit nicht abschütteln.

Maria Dermoût: ›Die zehntausend Dinge
Von der dunklen Schönheit der Gewürzinseln

Eine alte Gewürzplantage auf einer indonesischen Insel, die wispernde und raschelnde tropische Pflanzenwelt, das geheimnisvolle Säuseln des Meeres – dieses paradiesische Fleckchen Erde muss Felicia als Kind verlassen. Doch niemals wird sie die Worte ihrer Großmutter, der Plantagenbesitzerin, vergessen, die ihr zum Abschied sagt: »Auf Wiedersehen, Enkeltochter, ich warte hier auf dich.« – Jahre später kehrt Felicia, inzwischen Mutter eines kleinen Sohnes, in den »Kleinen Garten« zurück: Auch Himpies wächst unbeschwert heran, streift über die Plantage und lauscht den Geschichten der einheimischen Dienstboten, bis sich eines Tages eine Tragödie ereignet. In ihrem Roman beschwört Maria Dermoût eine exotische Welt, in der die zeitlichen Grenzen aufgehoben sind, die Vergangenheit so mächtig ist wie die Gegenwart, die Toten kommen und gehen und kleine Objekte große Geschichten erzählen. Ein traumverlorener Blick auf ein weit entferntes, exotisches Land, auf eine längst untergegangene Welt – Wehklage und Ode auf das Leben zugleich.

Christopher Kloeble
Die unsterbliche Familie Salz
Lori Ostlund
Das Leben ist ein merkwürdiger Ort
Maria Dermoût
Die zehntausend Dinge

Dörthe Binkert: ›Jessicas Traum
»Manche Träume muss man aufgeben, bevor sie einen umbringen.«

Ann lebt ein ganz ›normales‹ Leben mit den üblichen Höhen und Tiefen. Aber es ist das Schicksal ihrer besten Freundin Jessica, das ihr keine Ruhe lässt. Für Jessica scheint Realität zu werden, wovon viele träumen: die große Liebe, Zweisamkeit − und der Wunsch, in einem alten Cottage in einem unberührten Tal von Wales zu leben. Doch Ann, die Jess um so manches beneidet, wird Zeugin einer dramatischen Entwicklung, die sie Stück für Stück aufschreibt – in der Hoffnung, die Lebensträume der Menschen besser verstehen zu können und Jess vielleicht zu retten.

Liv Winterberg: ›Elisabetta
Eine außergewöhnliche Frau, eine große Leidenschaft.

1665. Ganz Bologna trauert um die Malerin Elisabetta Sirani. Sie sei vergiftet worden, heißt es – von ihrer Magd. Fassungslos ist auch Giovanni Luigi Picinardi, der Elisabetta liebte und an der Aufgabe, die Trauerrede zu verfassen, schier zerbricht. Er taucht ein in Elisabettas Leben und Welt, als Jurist auch in den Mordfall. Und er macht erstaunliche Entdeckungen, die seine Sicht und Wahrnehmung der Dinge entscheidend verändern.
So wie der historische Giovanni Luigi Picinardi mit seiner Trauerrede hat auch Liv Winterberg der Künstlerin Elisabetta Sirani ein eindrucksvolles literarisches Denkmal gesetzt.

James Carol: ›Prey – Deine Tage sind gezählt
Wenn du mir folgst, werde ich dich töten

»Wir lügen alle. Und am meisten belügen wir uns selbst.« Jefferson Winter, der Profiler mit dem unheimlichen Gespür dafür, wie Serienkiller ticken, hat gerade einen Job in New York zu Ende gebracht. Vor der Abreise nach Paris zu seinem nächsten Fall geht er in einem Diner etwas essen. Es ist zwei Uhr nachts, der einzige andere Gast ist eine platinblonde Frau mit Lederjacke. Als Winters Essen serviert wird, steht sie auf – und ersticht vor seinen Augen den Koch. Dann geht sie seelenruhig davon … Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann: Paris muss warten. Das Spiel ist eröffnet.

Dörthe Binkert
Jessicas Traum
Liv Winterberg
Elisabetta
James Carol
Prey - Deine Tage sind gezählt

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