Höllenengel

Buchempfehlung von Brigitte Hellmann, dtv-Lektorat Sachbuch

Grausamkeit und Unrecht haben mich geweckt. Jetzt bin ich erwacht und sehe, dass es nur eine Wahrheit gibt, und die lautet so: Auge für Auge, Leben für Leben.
Estland, 24. Juni, Johannis- oder auch Mitsommernacht. Überall brennen die Johannisfeuer. Drei Männer machen sich auf den Weg zu einer ehemaligen Pelztierfarm tief im Wald, die als Drogenlabor dient. Dann gibt es eine gewaltige Explosion … Auf dem Amsterdamer Flughafen, dem einzigen in Europa mit einem eigenen Leichenschauhaus, stehen die Gerichtsmedizinerin Thórhildur Magnúsdóttir und ihr Mann Hauptkommissar Víkingur Gunnarson aus Reykjavík vor der Leiche eines isländischen Drogendealers. Sie sind erleichtert, dass es nicht Magnús, der seit Wochen verschwundene Sohn von Thórhildur ist … Dann wird das Paar dringend nach Island zurückgerufen, da man in einem Sommerhaus drei entsetzlich zugerichtete Leichen gefunden hat …

Das ist der fulminante Auftakt dieses ungemein spannenden Krimis. Weitere Morde geschehen, die Verbindung zwischen den Fällen scheinen rätselhafte Runenzeichen zu sein. Die Polizei ist lange ratlos, doch schließlich können die Ermittler die Fäden entwirren – und geraten in höchste Lebensgefahr.

Mit ›Höllenengel‹ entwickelt Thráinn Bertelsson einen raffiniert konstruierten Plot, in dem sich skrupellose Geldgier, abgrundtiefer Hass, verzweifelte Trauer und bizarre Weltrettungsfantasien verhängnisvoll mischen. Um die Spannung bis zum furiosen Showdown aushalten zu können, gibt es Gott sei Dank auch ent-spannende Elemente wie herrlich ironische Figurenzeichnungen, pointiert scharfzüngige Gesellschaftskritik – und einen Kater mit einer besonderen Vorliebe für morbide Späße. Kurz: Genau das Richtige für eine lange, genussvolle Lektüre an kühlen Herbstabenden!

Brigitte Hellmann, dtv-Lektorat Sachbuch

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