Im Fadenkreuz der Angst

Empfehlung von Britt Arnold, Lektorin

Was, wenn der eigene Vater einem immer fremder wird?

Wenn das bröckelnde Vertrauen auf eine noch schlimmere Probe gestellt wird?

Wenn Vorurteile und Angst vor Terrorismus die eigene Familie überfluten?

Allan Stratton: Im Fadenkreuz der Angst

Mohammed Sami Sabiri, genannt Sammy, ist fast sechzehn, US-Amerikaner und Muslim. Seine Eltern, vor 20 Jahren aus dem Iran geflohen, achten streng auf regelmäßige Gebete, was Sammy enorm peinlich ist. Überhaupt hat er den engen Kontakt zu seinem Vater verloren, fühlt sich ständig ermahnt und kann nicht mehr mit ihm reden. Am liebsten spielt Sammy mit seinen Freunden Andy und Marty Basketball oder hängt einfach mit ihnen rum. Doch seine Zerrissenheit zwischen der Loyalität zu seinen Eltern und dem Gefühl der Zugehörigkeit zu seinen Kumpels wird plötzlich in eine neue Dimension gerissen – denn sein Vater gerät unter Terrorverdacht. Er soll Kontakt zum Anführer einer Terrorzelle haben. Die Medien stürzen sich auf den Fall, Bilder von der Verhaftung gehen im Nu um die Welt. Und als der Staatsanwalt eine belastende E-Mail präsentiert, weiß Sammy überhaupt nicht mehr, was und wem er glauben soll.

Allan Stratton hat mit ›Im Fadenkreuz der Angst‹ einen Roman über Fremdheit und Zugehörigkeit geschrieben, er seziert mit scharfem Blick die Gratwanderung zwischen Integration und eigener kultureller Identität, die Angst vor Terrorismus und die Hilflosigkeit einem im Namen der Sicherheit agierenden System gegenüber. Vor allem aber hat er einen Thriller geschrieben – explosiv, aktuell und beängstigend realistisch, der Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angeht.

Britt Arnold

Hier geht’s zur Leseprobe von ›Im Fadenkreuz der Angst‹

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