Jamil Ahmad:
Der Weg des Falken

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Tor Baz muss in seinem Leben früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Seine Mutter hat ihren rechtmäßigen Ehemann mit ihrem Liebhaber, Tors Vater, verlassen und ist seitdem auf der Flucht. Irgendwann holt die Familie seiner Mutter das junge Paar jedoch ein. Tors Eltern werden beide auf grausame Weise hingerichtet – und Tor Baz alleine in der Wüste zurückgelassen.

An dieser Stelle beginnt die lange Reise des Jungen durch eine uns fremde Welt. Quer durch die Grenzregion Pakistans, Afghanistans und Irans führt Jamil Ahmad seinen Leser und bringt ihm die Menschen und ihr Leben anhand verschiedener Geschichten näher.

Tor Baz bildet den roten Faden durch all die verschiedenen Schicksale, die im Laufe des Buchs geschildert werden. Sie erzählen von Stammeskonflikten, von Militär und Rebellen und von unterdrückten Frauen und Mädchen. So unterschiedlich diese Menschen sein mögen, allen ist in gewisser Weise ein Kampf um die ihnen bekannte Welt gemeinsam. Jahrhunderte alte Traditionen und politische wie auch gesellschaftliche Veränderungen der Moderne stehen sich gegenüber. Wo früher Nomaden ungestört umherzogen, werden nun plötzlich politische Grenzen gezogen.

Durch diese unstete Welt zieht Tor Baz und versucht seinen Platz zu finden. Und so erlaubt ›Der Weg des Falken‹ einen berührenden Einblick in unbekannte Sitten und Bräuche.

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