Jane Austen: Northanger Abbey

Buchempfehlung von Thomas Zirnbauer, dtv-Presseabteilung

Urlaubsorte haben ihre eigene Stimmung. Besonders jene, an denen sich Jahr für Jahr dieselben Menschen begegnen. Jane Austen fängt in ihrem Roman ›Northanger Abbey‹ diese Stimmung wunderbar ein: Während die Jungen gemeinsam abhängen und über alles und jeden lästern, sich zu allabendlichen Vergnügungen verabreden und sich tagsüber so weit wie möglich dem elterlichen Zugriff entziehen, lassen es die Älteren mit diversen kalten und warmen Getränken ruhig angehen. Daran hat sich in den rund 200 Jahren nicht viel geändert, die seit dem Erscheinen der Originalausgabe von  ›Northanger Abbey‹ vergangen sind.

Mit liebevollem Spott zeichnet Jane Austen ihre Charaktere und lässt den Leser dabei auch heute noch lachen. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man sich vor Augen führt, wie schnell Humor sein Verfallsdatum erreicht. Über so vieles, das wir vor zwanzig Jahren schreiend komisch fanden, können wir heute nur noch müde lächeln. Sabine Roths Übersetzung unterstreicht diese zeitlosen Aspekte der Geschichte, indem sie einen frischen, durchaus modernen Ton gewählt hat, fern von Altertümelei und Anachronismen.

Zugleich nimmt Jane Austen die Begeisterung ihrer Zeit für trashige Schauerromane aufs Korn. Mancher wird sich in den Gesprächen von Catherine und Isabella wiedererkennen, die sich mit heißen Ohren über ihre Lieblingsbücher und die grusligsten (und zugleich abstrusesten) Passagen austauschen. So sind wir Leser – damals wie heute.

Jane Austens ›Northanger Abbey‹ ist das ideale Buch für den Urlaub – ganz gleich ob in einem überfüllten Badeort, in einer abgelegenen Abtei oder gemütlich zuhause.

Thomas Zirnbauer, dtv-Presseabteilung

 

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