Julia Stagg:
Monsieur Papon oder
ein Dorf steht kopf

Eine Empfehlung von Annika Wagner, dtv-Auszubildende

Am Rand der Pyrenäen liegt ein kleines, abgelegenes Dorf mit dem Namen Fogas. Hier hat seit jeher alles seine feste Ordnung: Jeder kennt jeden, jeder weiß alles über jeden und Geheimnisse machen oft schneller die Runde, als einem lieb ist. Diese Idylle wird schlagartig unterbrochen, als die »Auberge des Deux Vallées«, das einzige Gasthaus weit und breit, zum Verkauf angeboten wird. Der Schock unter den Dorfbewohnern ist jedoch groß, als sie erfahren, dass die Auberge nicht wie geplant an den Cousin des Bürgermeisters geht, sondern an ENGLÄNDER! Ausgerechnet an das Volk, das noch nie etwas vom Kochen verstanden hat. Für Bürgermeister Serge Papon und den Rest der Dorfgemeinde ist klar – das bedeutet den kulinarischen Untergang von Fogas!

Während im Dorf ein Notstandskomitee zusammengetrommelt wird, freuen sich die neuen Eigentümer der Auberge auf ihr neues Leben in Fogas. Im letzten Sommerurlaub haben Lorna und Paul Webster sich in die schmucke Auberge verliebt und mit dem Kauf ihren Lebenstraum erfüllt. Doch als sie endlich mit vollgepacktem Umzugswagen vor dem Gasthof ankommen und dann ihren neuen Besitz betreten, dreht sich ihnen der Magen um – die Auberge ist vollkommen verdreckt und mit Mäusekot übersät. Zum ersten Mal wird ihnen bewusst, wie viel Arbeit noch vor ihnen liegt. Und mit dem Aufstand der Dorfbewohner haben sie auch nicht gerechnet …
Denn der schlitzäugige Bürgermeister Serge Papon hat einen Plan: Die Auberge muss zurück in französischen Besitz! Dafür nimmt er auch ein brennendes Hinterteil in Kauf und entlässt 21505_1Dorfstier Sarko in die Freiheit, woraufhin im Dorf eine Massenpanik ausbricht. Doch auch Lorna und Paul haben unter den Dorfbewohnern Verbündete gefunden. Allen voran die temperamentvolle Stéphanie und ihre kleine Tochter Chloé. Josette, Besitzerin eines kleinen Dorfladens, und Veronique und ihre schrullige Mutter Annie, die ein viel zu großes Gebiss trägt und dadurch nicht für jedermann verständlich ist. Zusammen mit Ihnen sagen sie Serge Papon den Kampf an und so nimmt das Chaos in Fogas seinen Lauf …

 

Der Autorin Julia Stagg ist mit ihrem Roman ›Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf‹ ein unglaubliches Lesevergnügen geglückt. Von Seite zu Seite lebt man sich mehr in das Dorf ein und die eigenwilligen Charaktere beginnen einem richtig ans Herz zu wachsen. Und: Bei Julia Staggs warmherziger Erzählweise, kann man sich das ein oder andere laute Auflachen kaum verkneifen … ›Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf‹ ist mein Buchtipp der Woche!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.