Kim Thúy:
Der Klang der Fremde

Kim Thuy: Der Klang der Fremde
»Man glaubt immer, das Leben von Einwanderern sei nur schwer. Und vergisst dabei, dass ihre Erfahrungen auch wunderbare, lustige, bewegende und oft ganz absurde Momente umschließen …«

Saigon, 1978: Die kleine Kim ist zehn Jahre alt, als ihre Familie aus Vietnam fliehen muss – wie so viele Tausende Menschen gehören auch sie zur bürgerlichen Oberschicht, die nach der Machtübernahme durch die Kommunisten drangsaliert werden. Die Flucht geht übers Meer, im lichtlosen Unterdeck eines maroden Schiffes, in ständiger Angst vor Piraten, vor einem Kentern, vor noch mehr Übelkeit. Nach bitteren Monaten in überfüllten Flüchtlingslagern, voll bohrender Ungewissheit über die weitere Zukunft, gelangt die Familie nach Kanada, wo die schmutzigen und verlausten Neuankömmlinge buchstäblich mit offenen Armen empfangen werden.

Wenn der Schock der Fremdheit überwältigend ist, lässt sich die Welt nur über die Sinne erschließen. An Klängen, Farben, Gerüchen entfalten sich deshalb die Erinnerungsbilder, an denen Kim Thúy dreißig Jahre später der Spur ihres Lebens nachgeht – eine lose Kette voll prägender Momente: Die Kindheit im goldenen Käfig einer wohlhabenden Familie in Saigon. Die abenteuerliche Flucht. Ein Kinderarmband aus rosa Plastik, in dem die Eltern Edelsteine schmuggelten. Der erste Anblick von Schnee. Der Lärm fremder Stimmen, selbst wenn sie freundlich sind. Die Komik zahlloser Missverständnisse – und die Wiederbegegnung mit der alten Heimat, in die man als Fremde zurückkehrt.

Mit geradezu selbstverständlich anmutender Meisterschaft hat Kim Thúy mit ›Der Klang der Fremde‹ einen sehr persönlichen Lebensroman geschrieben. In unvergesslichen, sinnlichen Bildern erzählt sie von Flucht, Vertreibung und Neubeginn, von Schmerz und Lust der Erinnerung und dem täglichen Glück, sein Leben zu wagen.

›Der Klang der Fremde‹ ist als Taschenbuch erhältlich:

Kim Thúy
Der Klang der Fremde

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