Marie Velden:
Sommer in Sepia

Eine Empfehlung von Verena Carl, Autorin und Journalistin

Sommer in Sepia

›Sommer in Sepia‹ ist ein Roman vom Verlieren und Wiederfinden der Liebe. Ein Roman wie ein Spätsommernachmittag in einem Haidhauser Straßencafé und beste Lektüre für Beach-Club und Liegestuhl.

Hinter der Fassade seines intakten Familien- und Berufslebens ist der 43-jährige Psychotherapeut Thomas Bachmann einsam. Seine Ehe mit Veronika ist schal, seine Kinder gehen bereits eigene Wege, einer seiner besten Freunde stirbt. Erst die Begegnung mit der geheimnisvollen Florentine weckt verblasste Sehnsüchte und holt ihn zurück ins Leben. Gemeinsam erleben sie einen Sommer, der ihnen eine große Liebe, aber auch deren Zerbrechlichkeit offenbart …

Der Roman ›Sommer in Sepia‹ von der Münchner Autorin Marie Velden hat mich sehr berührt. Es ist ein wunderbar erzählter Frauenroman und sicherlich einer der erwachsensten, intelligentesten und poetischsten, den ich je gelesen habe. Eine Ehe-, Liebes- und Dreiecksgeschichte, deren Fortysomething-Protagonisten zu klug und zu erfahren sind, um an das Glück simpler Happy Ends zu glauben. Allesamt suchen sie nach Antworten auf die Frage, was mit der Liebe passiert, wenn die eigene Vergänglichkeit bewusster wird, wenn in der Familie und im Freundeskreis die Einschläge näherkommen. Trotz dieser nicht ganz einfachen Themen, ist Marie Veldens Buch von einer sommerlichen Leichtigkeit und Eleganz und hat auch etwas sehr Münchnerisches – im besten Sinne.

 

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