Mascha Kaléko:
Liebst du mich eigentlich?

Eine Empfehlung von Eva-Maria Prokop, dtv Lektorat Klassik

Mascha Kaléko: Liebst du mich eigentlich?

»DU solltest mit mir hier sein, — wie schade. Jetzt fange ich wieder an, Sehnsucht nach Dir zu haben.«

Unzählige Briefe an ihren Mann Chemjo zeichnet die Dichterin Mascha Kaléko neben ihrem Namen mit der Abkürzung L.d.m.e.? – Liebst du mich eigentlich? Sie sind Zeugnisse einer tiefen Liebe und Seelenverwandtschaft.

Aber sie sind noch viel mehr: Der Großteil der Briefe in diesem Band stammt aus dem Jahr 1956, in dem Mascha die erste Deutschlandreise nach dem Krieg antrat und fast ein Jahr alleine unterwegs war. Sie beschreibt ihrem Mann, dem Musikwissenschaftler Chemjo Vinaver, auf eindrucksvolle Weise ihre Begegnung mit der alten Heimat und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, die nicht immer einfach ist.

Und sie schafft ein kostbares Zeitdokument der Bundesrepublik in den 50er-Jahren: ein Dokument Deutschlands in den Zeiten des Wirtschaftswunders und des geteilten Berlins, als noch keine Mauer stand. Sie tut dies mit der aus ihren Gedichten bekannten Mischung aus Witz und Melancholie, doch die Briefe sind ungefiltert und direkt und dadurch ein ganz neues Leseerlebnis auch für die Leser, die die Lyrik der Autorin gut kennen.

Mascha Kaléko, Gisela Zoch-Westphal,...
"Liebst du mich eigentlich?"
Mascha Kaléko, Gisela Zoch-Westphal,...
"Liebst du mich eigentlich?"

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