Michael Gerard Bauer:
Mein Hund Mister Matti

Eine Empfehlung von Julia Malik, Lektorat Reihe Hanser

Die Geschichten von Mister Matti, der ein ganz normaler Hund ist und zu einem richtigen Familienmitglied wird

Corey ist ein Kleinkind, als Mister Matti in sein Leben tritt. Matti ist noch ein Welpe. Und was für einer! Die Mutter ist Dalmatinerin, und Matti selbst ist ein Mischling: fast schneeweiß, aber mit einem schwarzen Tränenfleck unterm rechten Auge und einem schwarzen Herzen auf der Brust. »Vielleicht weil sein Herz zu groß ist, um ganz in sein Inneres zu passen«, meint Coreys Mutter – und soll recht behalten.

Mein Hund Mister MattiIn den nächsten Wochen und Monaten wächst der Dalmatinermischling und wächst und wächst und wächst. Bald überragt Mister Matti den kleinen Corey, der manchmal sogar auf ihm reitet, obwohl er das nicht darf. Wenn es gewittert, bekommt es Matti mit der Angst zu tun. Nur dann darf er seinen Platz auf der Veranda verlassen und rennt ins Haus, um sich bei Corey unterm Bett zu verstecken. Und Corey kuschelt sich neben ihn, hält sich in seinem weichen Fell fest, und auch seine Angst verfliegt.

An das Beisammenliegen in Gewitternächsten hat Corey noch Erinnerungen. Inzwischen ist er zehn Jahre alt und Mister Matti, auf den Hinterbeinen stehend, sogar größer als  sein Vater. Corey liebt Matti, und seit einiger Zeit schreibt er all die schönen Geschichten über ihn auf. Einige wurden ihm von seinen Eltern erzählt. Da ist zum Beispiel die Geschichte von Coreys kleiner Schwester Amelia. Eines Tages setzte sie Mister Matti eine Perücke auf und malte ihm mit Permanentmarker eine Brille ins Gesicht! Coreys Eltern wollten erst schimpfen, konnten sich dann aber nicht halten vor Lachen, weil der gute Mat einfach zu lustig aussah.

Oder die Geschichte mit den Zeitungen! Corey hatte Mister Matti beigebracht, die Zeitung morgens aus dem Vorgarten zu holen. Mat hatte alles verstanden, doch hatte er nicht nur die eine Zeitung gebracht, sondern die aller Nachbarn gleich mit!

Corey hat auch festgehalten, wie Mister Matti einmal für zwei Wochen verschwunden war. Längst kann sich niemand mehr in der Familie vorstellen, ohne Matti zu leben, der dem Vater ein guter Zuhörer ist, die Mutter beschützt, und auf Corey jeden Tag nach der Schule schwanzwedelnd und freudig wartet, als wäre der Junge ein berühmter Filmstar. Viele Geschichten von Matti sind lustig, manche aber auch traurig, und auch Coreys Eltern bleiben nicht von Problemen verschont. Was Corey berichtet, bleibt aber Mat gewidmet, einem Hund, der zwar nur ein Hund ist, doch zugleich vielmehr: ein guter Freund, ein aufrichtiger Begleiter und ein echtes Familienmitglied.

Autor Michael Gerard Bauer hat mit ›Mein Hund Mister Matti‹ ein warmherziges, anrührendes Buch über Freundschaft und Abschied geschrieben und über ein ganz normales Haustier, das weder Kunststückchen beherrscht noch besondere Kräfte besitzt. Aber dieser Hund hat das Herz am rechten Fleck und liebt seine Familie bedingungslos – und wird zurückgeliebt. Wie viel Glück und Freunde ein Tier schenken kann, das zeigt ›Mister Matti‹ – und macht damit auch seine Leser glücklich.

Mit zahlreichen wunderbaren Illustrationen von Leonard Erlbruch.

 

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