Michael Gerard Bauer
und Joe Bauer:
Rupert Rau, Super-GAU

Eine Empfehlung von Julia Malik, Lektorat dtv Reihe Hanser

Bauer: Rupert Rau Super-GAU
Der Autor Michael Gerard Bauer ist ein Phänomen. Zahlreiche Bücher für Kinder und Jugendliche hat er geschrieben, und in jedem zeigt er eine neue Facette seines Könnens und Ideenreichtums. Vor allem eines aber lässt seine Texte  herausstechen aus dem Meer der jährlichen Neuerscheinungen in diesem Bereich – und das ist seine Fähigkeit, sich in Kinder und Jugendliche hineinzuversetzen, ihre Sprache zu verstehen und sie mit unglaublichem Witz – auch das ist sein Talent! – zu porträtieren und ihnen zu folgen.  Wir sehen seine Helden im Alltag, in ihrem Schmerz, bei Missgeschicken, bei Dummheiten und in ihrer ersten Liebe.Rupert Rau zeichnet Oft bringt Michael Gerard Bauer seine Leser zum Lachen, allerdings lachen wir mit seinen Helden, nie auf ihre Kosten!

Nun hat der australische Schriftsteller ein neues Buch geschrieben, und wieder ist es etwas ganz anderes als zuvor: ein Comic-Roman für Grundschüler. Titel: ›Rupert Rau, Super-GAU‹. Muss es neben all den Comic-Romanen wie ›Gregs Tagebuch‹, ›Tom Gates‹, ›Penny Pepper‹ eine weitere Comic-Schulgeschichte für Kinder geben? Vielleicht nicht. Liest man aber ›Rupert Rau, Super-GAU‹ kommt man schnell zu dem Schluss, dass es ein Jammer wäre, gäbe es dieses Buch nicht.

Rupert ist ein ganz normaler Viertklässler. Im Unterricht passt er nur bedingt auf, weil ihn andere Sachen mehr bewegen. So zum Beispiel der berühmte Geheimagent Archie Achtung Amber, eine Figur, Geheimagent Archie Achtung Amberdie er sich selbst ausgedacht hat und deren super-aufregende, super-gefährliche Abenteuer er in sein Tagebuch der genialen Gedanken während der Schulstunde einträgt. Besonders an Rupi ist aber noch etwas anderes: Kaum einer in der Klasse tappt in so viele Fettnäpfchen wie er! Seit Neuestem rufen ihm deshalb seine Klassenkameraden »Rupert Rau, Super-GAU« hinterher, einen Spitznamen, der nun wirklich nicht sein muss. Dabei ist Rupi doch cool! Aber wer will schon ein Super-GAU sein? Ein Plan muss her, um den verhassten Namen wieder loszuwerden! Rupi muss es allen zeigen! Und wächst über sich selbst hinaus!

Rupert Rau ist mulmigRupi wird ausgelachtIn den folgenden Wochen legt sich Rupert in der Schule gehörig ins Zeug und tut alles, um bloß nicht mehr das Unwort »Rupert Rau, Super-GAU« zu hören. Schulmeisterschaft? Klar, da ist er dabei! Schwimmwettkampf? Sowieso! Rupi wird an den Start gehen und alle wegputzen!

Aber natürlich läuft nichts wie geplant!

Welche Katastrophen auf Rupert zukommen und wie er am Ende doch – auf die aller sympathischste Art – ein kleiner Held wird, das liest sich so witzig und frisch, dass nicht nur Grundschüler Spaß an der Lektüre haben werden, sondern auch, sollten sie denn vorlesen, deren Eltern.

Vergessen sei bei alledem nicht, dass es sich um ein Comic-Buch handelt. Verteilt über jede Seite finden sich zahllose kleine und größere Illustrationen von Joe Bauer – Sohn Michael Gerard Bauers -, dem es in seinen stilisierten und doch überaus aussagekräftigen Figuren gelingt, jede noch so kleine Emotion eindrücklich und komisch einzufangen. So sind wuselige Seiten entstanden, die von Bildern und Text zu bersten scheinen – und jede Menge Spaß bereithalten. Mit einem Ende, das zu Tränen rührt.

Wunderbar übersetzt ins Deutsche von Ute Mihr.

›Rupert Rau, Super-GAU‹ ist als Hardcover erhältlich:

Michael Gerard Bauer
Rupert Rau, Super-GAU

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