Kopfzahl-Paranoia

Buchempfehlung von Nina Krause

Die Gier und das kurzfristige Denken in Quartalen, die zur derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise geführt haben, wirken sich schon seit Längerem auch auf den Aspekt der Mitarbeiterzahl aus. Katharina Weinberger macht die in vielen Unternehmen vorherrschende »Kopfzahl-Paranoia« als ernstes Problem aus. Häufig wird in erster Linie darauf geschaut, Mitarbeiter einzusparen. Anstatt Unternehmensgewinne dadurch zu erreichen, dass neue Kunden gewonnen werden oder die bestehenden Kunden besser bedient werden, gehen die meisten Konzerne den vermeintlich einfachen Weg der Kostensenkung durch Reduzierung der regulär angestellten Mitarbeiter. So werden ständig Teams verkleinert und umstrukturiert, die Belegschaft wird aus extern-temporären und permanent-temporären Mitarbeitern, Dauerpraktikanten und ausgelagerten Mitarbeitern zusammengesetzt. Auf diese Weise alles andere als ein eingespieltes, effizientes Team. »Doch das ist den Entscheidungsträgern, die immer mehr Zeit für die Administration dieses komplexen Personal-Flickwerks aufbringen müssen, weniger wichtig als die Tatsache, dass sie die Nicht-Angestellten jederzeit problemlos und ohne große Kosten wieder loswerden und die sakrosankte ›Kopfzahl‹ klein halten können.« Katharina Weinberger

Katharina Weinberger erlebt diese Unart der Unternehmensführung seit einiger Zeit aus nächster Nähe und bringt auf den Punkt, welche gravierenden Probleme – und auch Kosten – daraus für Firmen entstehen.

Ein wichtiger Einblick in die Management- und Personalabteilungen unserer Konzerne. Der Leser wird überrascht sein, auf welche nonchalante Art und Weise Personalabbau betrieben wird und dass trotz vieler – lang- aber auch kurzfristigen – negativen Konsequenzen an der vermeintlich effizienten Lösung festgehalten wird. Die erfahrene Führungskraft bietet schließlich auch Ideen, wie dieser fatalen Entwicklung entgegengesteuert werden kann.

Nina Krause

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