Ohne Schulden läuft nichts

Buchempfehlung von Christine Fuchs, dtv-Lektorat Sachbuch

Ohne Schulden läuft nichts? Warum das denn? Ganz einfach: Schulden sind das Benzin im Motor der kapitalistischen Wirtschaft. Wer keine Schulden aufnimmt, der kann auch nicht investieren. Ohne Investitionen kann es keine Gewinne geben. Und wenn die Gewinne ausbleiben? Tja, dann können die Schulden nicht beglichen werden…
Klingt jetzt doch kompliziert? Ist es auch ein bisschen. Thomas Strobl aber gelingt es nicht nur aufschlussreich, sondern auch äußerst unterhaltsam, die Funktionsweise unserer Marktwirtschaft zu erklären. Wer hätte gedacht, dass sich der Film „Zurück in die Zukunft“ hervorragend als Synonym für unser Kreditsystem eignet. Genau wie der Protagonist Marty McFly mit dem De Lorean in die Zukunft reist, ohne zu wissen, was ihn erwartet, nehmen Schuldner einen Kredit auf, ohne 100%-ig sicher zu sein, diesen auch zurückzahlen zu können. Denn Schulden sind nichts anderes, als ein Geldversprechen zu machen, das im besten Fall in der Zukunft eingelöst werden kann. Im besten Fall. Spätestens seit der letzten Wirtschaftskrise wissen wir, dass besagter Fall nicht unbedingt eintritt. Heißt das  nun, dass es ratsam wäre, sparsam zu sein? So wie wir es von Kindesbeinen an lernen? Nein! Das heißt es nicht! Genau das ist nämlich das Problem unserer Marktwirtschaft. Wir meinen, Schulden seien etwas Schlechtes, dabei brauchen wir sie dringend, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Es muss immer jemanden geben, der etwas riskiert. Wenn jeder immer nur auf seinem Geld sitzen bleibt, kann nichts Neues entstehen. Es braucht einen Mutigen, die unsichere Gewinnchance wahrnimmt. Nur so kann es Wachstum und Wohlstand geben. Was lernen wir also? Genau: Ohne Schulden läuft nichts!

Christine Fuchs, dtv-Lektorat Sachbuch

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