Steve Hockensmith:
Weiße Magie – mordsgünstig

Steve Hockensmith: Weiße Magie
Als Alanis McLachlan erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, hat sie sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr seltsames Erbe: ein kleiner Laden für okkulten Bedarf in Arizona. Der rasante Cosy-Crime-Roman ›Weiße Magie – mordsgünstig‹ von Steve Hockensmith ist ziemlich schräg und mordskomisch!

Alanis ist mit ziemlich allen Wassern gewaschen. Kein Wunder, hatte sie schließlich von Kindesbeinen an mit ihrer Mutter die beste Lehrmeisterin. Diese wechselte ihre Namen und Outfits so häufig wie andere ihre Socken und zog gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter quer durchs Land, immer auf der Suche nach einem neuen Opfer für ihre Betrügereien. Auch Alanis hat sich ihren Namen damals selbst augesucht und bereut ihre Wahl heute ein wenig. Ihren Decknamen trägt die junge Frau noch, doch den Kontakt zu ihrer Mutter hat sie abgebrochen. Bis sie eines Tages die Nachricht erreicht, dass ihre Mutter ermordet wurde.

Weiße Magie: Der HerrscherIhre letzte Tätigkeit war ein kleiner Laden für okkulten Bedarf, wo sie sich unter dem Namen Athena Passalis mit dem Legen von Tarotkarten ihren Lebensunterhalt ergaunerte. Alanis muss widerwillig ihr Erbe antreten und stattet dem Laden einen Besuch ab.

»Ich schob die Perlenschnüre zur Seite und stand in einem schmalen Flur, dessen Wände mit überdimensionalen Tarotkarten geschmückt waren. Nur mit den netten natürlich. Die Kraft. Die Mäßigkeit. Die Liebenden. Der Stern. Die Sonne. Hier gab’s keinen Narren (mich ausgenommen). Und auch keinen Tod – nicht an den Wänden zumindest.«

Weiße Magie: Die StärkeDass ihre Mutter ein paar Kunden zu viel das Geld aus der Tasche gezogen hat, muss Alanis ziemlich schnell feststellen. Denn Feinde findet sie in der Kleinstadt haufenweise. Der alte Herr aus dem Seniorenheim zum Beispiel, dem Athena seinen ganzen Schmuck abgeknöpft hat. Oder die junge Mitbewohnerin, der sie eine Fürsorge nur vorgetäuscht hat, um sie dann ganz für sich ausnutzen zu können. Alanis kennt das nur zu gut aus ihrer Kindheit und würde gerne die Fehler ihrer Mutter wieder gut machen (und natürlich nebenbei den Mörder entlarven). Doch dafür gibt es nur einen Weg: Sie eignet sich die Kunst des Tarotlegens an und schlüpft in den Alltag ihrer Mutter.

Alanis ist die wahrscheinlich taffeste und sympathischste Laienermittlerin seit Miss Marple. Sogar der örtliche Detective Logan kann sich ihren Tricks nicht entziehen und findet auch ein wenig Gefallen daran.

»Da haben Sie sich Sorgen gemacht? Wie nett. Ich habe gerade [ein] geschäftliches Gespräch geführt.«
»Ach ja? Vergleichen Sie da Ihre Notizen über das Wahrsagen aus Teeblättern?«
»Nein. Aus den Eingeweiden von Hühnern. Ich wusste nicht mehr, ob Hühnermägen für die finanzielle Situation stehen oder fürs Liebesleben.«
»Ich hoffe, das Zeug hat nie etwas mit meinem Liebesleben zu tun.«
»Verteufeln Sie’s nicht, bevor Sie’s ausprobiert haben.«
Ich runzelte die Stirn und kratzte mich am Kopf. »Ich weiß nicht mal genau, was ich damit meine.« Dieses Geplänkel war sogar für mich zu schnell gewesen.

›Weiße Magie – mordsgünstig‹ ist als Taschenbuch und eBook erhältlich:

Steve Hockensmith
Weiße Magie - mordsgünstig
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