Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders

Kleiner Held mit großem Herzen: eine persönliche Leseempfehlung

»Sie sehen heute sehr schön aus.« Oder »Das Essen muss Formen haben!« Das sind Sätze, die Gregor sagt. Gregor ist ein vierzehnjähriger, pummeliger Junge, der gerne wild gemusterte Klamotten trägt, nicht lügen kann und sich brennend für das Wetter interessiert. Er ist der Held in Ulrike Herwigs neuem Roman ›Das Leben ist manchmal woanders‹. Gregor befolgt keine Regeln, passt nicht in gängige Muster und er hat eine ganz besondere Gabe.

Als Gregors Mutter nach einem Unfall ins Koma fällt, kommt er bei ihrer Schwester Judith unter. In deren Hausgemeinschaft in der Brunnerstraße lebt jeder so vor sich hin mit seinen Problemchen. Da ist die gebürtige Rumänin und mehrfache Mutter Adriana Junescu, die heimlich Hühner im Wohnzimmer hält. Nebenan wohnt der alte Griesgram Herr Walter, der alles heimlich aus dem Fenster beobachtet und gerne auf die Hausordnung verweist. Oder Doris Hoffmann, die an der eigensinnigen und pflegebedürftigen Schwiegermutter verzweifelt. Im Erdgeschoss wohnt der Student Lars, der unglücklich in seine schöne Mitbewohnerin verliebt ist und sich durchs Wirschaftsstudium mogelt. Und viele mehr. Sie teilen das Haus in der Brunnerstraße, aber jeder lebt für sich allein. Bis Gregor kommt.

Gregor schafft es, das Leben der Nachbarn gehörig auf den Kopf zu stellen. Mit seiner ganz eigenen Sicht auf die Welt und einem großen Herzen geht er ihren Geheimnissen und Eigenheiten auf den Grund. So erfährt Gregor, dass Herr Walter immer noch um seine geliebte, verstorbene Frau trauert und ein Essbesteck gebaut hat, mit dem Kranke ohne fremde Hilfe essen können. Oder dass Laura, Lars’ Mitbewohnerin, zwar von außen, aber nicht von innen schön ist. Und so wundersam die Welt von Gregor auch ist, er beginnt ganz behutsam und nebenbei, Fragen zu stellen und diese einsamen Leben zu verbinden. Gregor klingelt an verschlossenen Türen und die Bewohner der Brunnerstraße lassen ihn herein in ihr Leben. Zuerst misstrauisch und abwehrend, bis sich die Stimmung im Haus und das Leben seiner Bewohner zu verändern beginnt.

Ulrike Herwig erzählt in ›Das Leben ist manchmal woanders‹ herzerwärmend, erfrischend und mit Augenzwinkern die Geschichte eines ganz besonderen Jungen. Gregor öffnet einem die Augen für die wirklich schönen Momente, zeigt, wie echte Herzenswärme und der Sinn für Gemeinsamkeit unser Leben verändern kann. Ein Feel-Good-Roman zum Lachen und Weinen, nach dessen Lektüre sich wahrscheinlich (fast) jeder Leser einen Gregor in sein Leben wünscht.

Empfohlen von Christiane, dtv Online-Redaktion

 

Erhältlich als Klappenbroschur und E-Book!

Ulrike Herwig
Das Leben ist manchmal woanders
Ulrike Herwig
Das Leben ist manchmal woanders

Ein Kommentar zu “Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders

  • 12. April 2018 um 15:32
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    Ein ansprechender Titel und die Leseprobe macht große Lust darauf, das ganze Buch zu lesen und noch viel mehr über Gregor zu erfahren.
    Viele Grüße von den jetzt neugierigen Vorlesern

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