Wajdi Mouawad: Anima

Ein fesselnder Krimi, ein abgründiges Epos, eine furiose Identitätssuche und ein modernes Bestiarium - jetzt auch als Taschenbuch!

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Anima beginnt wie ein knallharter Krimi

Als Wahhch Debch das Wohnzimmer seines Montréaler Hauses betritt, findet er seine Frau Leonie auf bestialische Weise ermordet vor, mit fünf Messerstichen in den Unterleib der schwangeren Frau. Die Polizei kann zwar die Identität des Mörders rasch feststellen – ein gewisser Welson Wolf Rooney, ein Mohawk-Indianer aus dem Ganienkeh-Reservat – gibt aber vor, nichts unternehmen zu können, da sich der Gesuchte in einem autonomen Reservat versteckt hält.

… und entwickelt sich zu einem gewaltigen Epos von antiker Wucht,

Wahhch lässt alles hinter sich und begibt sich auf die Suche nach dem Schuldigen, nicht um sich an ihm zu rächen, vielmehr um zu verhindern, dass er selbst dem Wahnsinn anheim fällt. Denn der Anblick seiner toten Frau hat eine alte, nie verheilte Wunde aufbrechen lassen. Er begiebt sich auf eine Odyssee, die ihn quer durch Nordamerika führt, von Kanada bis nach Neumexiko, durch abgelegene Territorien von unschuldiger Schönheit. Doch er wird nicht nur auf den Mörder seiner Frau treffen, sondern vor allem auf seine eigene rätselhafte und erschütternde Geschichte.

… in dem Tiere die Erzähler des menschlichen Dramas sind.

Wajdi Mouawad lässt in ›Anima‹ überraschenderweise Tiere als Erzähler auftreten, von einer Karthäuserkatze über einen Löwenkopf-Goldfisch bis hin zum Indianergoldhänchen sind es rund fünfzig regional beheimatete tierische Zeugen des menschlichen Dramas. Wie in einem Staffellauf wird der Stab von einem Tier zum nächsten weitergereicht, und jedes erzählt aus seiner Perspektive und auf seine spezifische Weise ein Stück von Wahhchs ungeheuerlicher Geschichte – thematisch abgründig, poetisch, erzählerisch genial.

Erhältlich als Taschenbuch und Paperback

Wajdi Mouawad
Anima

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