Tobias Keller: Kommando Schluckspecht

»Dat Leben is manchma wie son Kegelabend. Am Ende is eigentlich egal, wat genau passiert is, Hauptsache, dat Bier schmeckt!«

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Bei uns ist ein Bottrop-Fanpacket voller schöner Dinge, was man zum Arbeiten und für den Feierabend braucht, eingetrudelt! Mit dabei: ein Brief der Bardame Jutta aus Tobias Kellers neuem Roman ›Kommando Schluckspecht‹, der heute erscheint. Auf den Ruhrpott und auf Jutta, Prost!

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Wenn ein Roman lebendig wird – zur Ausstellung »Fashion & Fiction« in Mönchengladbach

Von Susanne Goga, Autorin der historischen Berlinkrimis mit Leo Wechsler

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Das Projekt fashion & fiction des TextilTechnikums Mönchengladbach schlägt eine kreative Brücke zwischen Mode und Literatur. Ein Semester lang haben Studierende der Hochschule Niederrhein sich exemplarisch mit fünf ausgewählten Literaturstellen beschäftigt, darunter Textpassagen aus ›Es geschah in Schöneberg‹,  und ihre kreativen textilen Vorstellungen dazu umgesetzt: in Modeillustrationen, Moodboards, Geweben, Musterstücken, Entwürfen und Modellen. Susanne Goga hat die Ausstellung besucht und schildert uns ihre Eindrücke.

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Briefe aus … Israel

Tweet aus Tel Aviv - von Lizzie Doron

Lizzie Doron IsraelDie Wochenendzeitungen und alle Nachrichtenkanäle haben bekannt gegeben, dass auf dem Stadtplatz eine Kundgebung stattfinden wird. Menschen, die von der Freiheit träumen, werden sich dort versammeln, um 50 Jahren Besetzung zu gedenken.

Sie sind wieder auf den Straßen und demonstrieren dafür, dass die Besetzung beendet werden muss, dass die Zeit reif ist für zwei Länder für zwei Nationen, dass Araber und Juden nicht in Feindschaft leben wollen.

Die Kundgebung fängt bald an, ich bin noch immer nachdenklich.

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»Der Migrant ist zur Leitfigur der mobilen Moderne avanciert.«

Sigrid Löffler über die neue Weltliteratur und ihren Pionier Samuel Selvon

Sigirad Löffler Samuel Selvon

Zuerst kamen die Jamaikaner, aber auch Menschen aus Trinidad und von anderen Inseln der Karibik. Sie waren eingeladen worden, in Großbritannien zu leben und zu arbeiten. Sie kamen wie gerufen, und sie schienen auch willkommen. Sie ließen sich in London nieder – die Metropole des British Empire war die natürliche Ankunftsstadt für Bürger des Commonwealth. Vier Jahrhunderte lang hatte Großbritannien Kolonisatoren in alle Welt exportiert; nun, erschöpft vom Zweiten Weltkrieg und nicht in der Lage, sein Imperium noch länger zusammenzuhalten, entließ es die Kolonien und importierte im Gegenzug die Kolonisierten.

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Briefe aus … Russland

»So entsteht der Eindruck, dass nicht allein Russland aus den Lektionen des 20. Jahrhunderts nichts gelernt hat. Offensichtlich haben auch andere Länder ihre ›schlechten Schüler‹.«

Elena ChizhovaWir fragen dtv-Autoren aus aller Welt, was sich angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wie der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, Brexit und Terror für sie in ihrem Alltag, ihrem Schreiben und ihrem Leben als Autor geändert hat. Heute schreibt uns Elena Chizhova aus Russland.

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Briefe aus … Großbritannien

»Großbritannien ist momentan tief gespalten. Wie kann man als Schriftsteller für und über eine solche Gesellschaft schreiben?«

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Wir fragen dtv-Autoren aus aller Welt, was sich angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wie der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, Brexit und Terror für sie in ihrem Alltag, ihrem Schreiben und ihrem Leben als Autor geändert hat. Heute schreibt uns Chris Cleave aus London, Großbritannien.

Britische Schriftsteller erleben momentan eine merkwürdige Zeit. Autoren, die sich an der Wirklichkeit orientieren, haben den Eindruck, unter Fantasten zu leben. Manche haben selbst das Gefühl, den Bezug zur Realität verloren zu haben. Andere werden denken, die Brexit-Befürworter haben sich von der Wirklichkeit verabschiedet. Beide Lager können nicht Recht haben und niemand weiß, welche Hälfte realitätsblind und welche realitätsbezogen ist.

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Briefe aus … den USA

Besessen von Freiheit – von Ulrike Rylance

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Wir fragen dtv-Autoren aus aller Welt, was sich angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wie der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, Brexit und Terror für sie im Alltag, beim Schreiben und ihrem Leben als Autor geändert hat. Heute schreibt uns Ulrike Rylance aus Seattle, USA.

Am Tag nach Trumps Wahlsieg kam meine Tochter völlig verstört aus der High School nach Hause. Nicht nur waren Trumps Anhänger lärmend und mit Fahnen durch die Schule gezogen, es kam auch in der Pause ein muslimischer Mitschüler zu der bei allen beliebten Englischlehrerin und fragte sie, ob sie im ihm in der Zukunft beistünde, wenn der Mob ihn bedrängte. (Der Trump-Anhänger hatten ihm an diesem Tag schon angekündigt, dass es ihm bald an den Kragen ginge.)

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