Cornelia & Stephan Schwarz: ›Schluss mit Psychospielchen‹

Ein Beitrag von Tina Rausch, freie Journalistin

Psychospielchen-Dreieck richtige größe

 

Ob Unternehmer, Führungskraft oder Privatperson: Seit vielen Jahren beraten Cornelia und Stephan Schwarz Menschen, die Verantwortung tragen und nicht mehr weiterwissen. Intrigen, Mobbing, Unlust oder auch einer Depression liegen oft Dramaspiele zugrunde, sagt das erfahrene Trainer-Paar. Wie man diese durchschaut, souverän und erfolgreich kommuniziert und so jede Beziehung nachhaltig verbessert, zeigen sie in ›Schluss mit Psychospielchen‹.

Wenn Sie in sozialen Interaktionen regelmäßig das Gefühl haben, etwas falsch zu machen, wird dieses Buch Ihr Leben verändern, versprechen Cornelia und Stephan Schwarz. Wer Schwierigkeiten im Job hat, unter familiären Problemen, zerbrochenen Freundschaften oder Nachbarschaftsstreitereien leidet, fühlt sich oft blockiert, unwohl und unverstanden. Dabei merkt die betroffene Person nicht, dass sie mitten in einem Psychospiel steckt. »Psychospiele erzeugen bei allen Beteiligten eine innere Leere. Man traut seinen Emotionen nicht«, so die Autoren. »Auf einmal tut man Dinge, die man eigentlich nicht tun wollte. Man sagt Sätze, die gar nicht zu einem passen. Man steht völlig neben sich.« ›Schluss mit Psychospielchen‹ bietet das Rüstzeug, um sich von der Spielfigur eines Dramas in einen selbstbestimmten Menschen zu verwandeln, der belastende Situationen erkennt und aktiv lenkt. Dann kann man sich endlich den wirklich wichtigen Fragen widmen:

– Wer bin ich?
– Was kann ich?
– Was möchte ich erreichen?

Wie Psychospiele funktionieren: das Dramadreieck
Vor dem erfolgreichen Ausstieg gilt es, Psychospielchen zu entlarven. Der gemeinsame Nenner liege in ihrer destruktiven Ausrichtung, schreiben Cornelia und Stephan Schwarz: »Das heißt: Jemand schlüpft in eine Rolle und zwingt andere, eine dazu passende Rolle einzunehmen.« Anders als auf einer Theaterbühne mit mannigfaltigen Rollen treten hier drei Archetypen auf:

– Das Opfer gibt anderen Menschen und widrigen Umständen die Schuld an seinen negativen Erlebnissen.
– Der Retter erteilt ungefragt Ratschläge, erstickt andere mit seiner Fürsorglichkeit und tritt bevormundend auf.
– Der Verfolger klagt andere an. Er kritisiert, attackiert, schüchtert ein.

Gemeinsam bilden sie das sogenannte Dramadreieck.

Dieses lasse sich in allen Bereichen beobachten – in der Alltagskommunikation ebenso wie im Berufsleben oder in der Politik. Zu Beginn stehe eine Abwertung, gefolgt von einem dynamischen Spielverlauf, in dem die Beteiligten die Rollen auch wechseln.
Anhand alltäglicher, gut nachvollziehbarer Fallbeispiele aus ihren Coachings und Seminaren zeigen die Autoren die fatalen Folgen von Psychospielen auf: »Niemand kann sein Potenzial verwirklichen, wenn er im Dramadreieck gefangen ist. Niemand entscheidet und handelt selbstbestimmt, wenn er an den unsichtbaren Marionettenfäden anderer hängt.«

 
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So steigen Sie aus Psychospielchen aus

Es reicht nicht aus, Psychospiele zu durchschauen und zu verstehen. Wer künftig dramafrei kommunizieren will, muss an dem Teil seiner Persönlichkeit arbeiten, der sich auf Dramaspiele einlässt – sei es durch unverarbeitete Erfahrungen, unreflektierte Gefühle, Ängste oder eingefahrene Reaktionsmuster. Es gilt, eigene Wünsche klar zu formulieren und dann ebenso dramafrei mit der Reaktion des Gegenübers umzugehen:

1. Verabschieden Sie sich bewusst von Psychospielen.
2. Erkennen Sie die Dramen, in die andere Sie ziehen wollen.
3. Neutralisieren Sie Ihre eigenen Verfolger-Retter-Opfer-Anteile.
4. Orientieren Sie sich an Ihrem Zielbild des dramafreien Ichs – weise und gleichzeitig heiter, lebendig, voller Lebensfreude.

Grundlegende Verhaltensänderungen wie diese sind nicht allein über den Kopf steuerbar, sagen Cornelia und Stephan Schwarz: »Man kann den Verstand mit noch so vielen Ratschlägen füttern – wirklich verinnerlichen wird man neue Haltungen nur, wenn zugleich Körper, Geist und Seele angesprochen sind. Genau das tut der Buddhismus.« Daher vereinen sie in ihrer Coachingarbeit psychologisches Wissen mit buddhistischem Knowhow und einer »gehörigen Portion Humor«.

In vier Schritten zur dramafreien Kommunikation

Bevor die beiden Autoren verschiedene Techniken und Taktiken von Opfer-, Retter- und Verfolgerspielen ausführlich beschreiben, geben sie ihren Lesern und Leserinnen einen »Notfallkoffer« an die Hand. Mit diesem Basisprogramm lassen sich Cornelia und Stephan Schwarz zufolge sämtliche Streitigkeiten und andere verfahrene Kommunikationssituationen gut meistern:

1. Schritt: Selbstwahrnehmung
2. Schritt: Situationsanalyse
3. Schritt: Beobachterposition
4. Schritt: Klares Feedback

Was sich dahinter genau verbirgt und wie Sie die vier Schritte üben können, erfahren Sie in diesem Buch. Und noch viel mehr: ›Schluss mit Psychospielchen‹ ist dank der vielen detailliert beschriebenen »Exitstrategien« aus unangenehmen (Kommunikations-)Situationen ein praktischer, lebensnaher Ratgeber – und zugleich eine Einführung in eine zugewandte und ausgeglichene buddhistische Lebenshaltung.

Cornelia Schwarz, Stephan Schwarz
Schluss mit Psychospielchen
Cornelia Schwarz, Stephan Schwarz
Schluss mit Psychospielchen

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